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Höxteranerin Claudia Gronemeyer liebt nicht nur Tennis, sondern auch Golf

DM-Medaillen glänzen

Höxter (WB). Spiele mit dem runden Ball liebt Claudia Gronemeyer schon seit ihrer Kindheit. An einer Sportart ist die Höxteranerin besonders hängen geblieben – Tennis. Aber auch das Golfspielen begeistert die 49-Jährige immer mehr. Ein Blick zurück auf die größten Sportmomente im Leben der zweifachen Mutter.

Rene Wenzel

Claudia Gronemeyer holt aus: Die 49-Jährige ist mehrfache Golf-Clubmeisterin in Polle. Nach der Corona-Unterbrechung peilt sie ihr altes Handicap 9 an. Foto: privat

Gronemeyer ist schon in jungen Jahren extrem sportlich. Erst ist es die Leichtathletik, dann in verschiedene Sportarten mit dem Ball. Im Alter von 13 Jahren nimmt die gebürtige Braunschweigerin den Schläger und den kleinen, gelben Filzball in die Hand. Es folgen viele erfolgreiche Jahre auf dem Platz. Auch ihren Mann Peter Gronemeyer lernt die Industriekauffrau bei einem Tennis-Event kennen. Die Sportart begleitet die 49-Jährige bis heute.

Wenn Gronemeyer über das größte Erlebnis in ihrer sportlichen Laufbahn sprechen soll, fällt ihr besonders ein Turnier direkt ein – die Deutschen Meisterschaften 2012 in Bad Neuenahr. Als beste Tennisspielerin des Kreises Höxter räumt die sportliche Mutter gleich zwei Medaillen ab – Gold im Doppel und Bronze im Einzel. In der Altersklasse 40/45 holt Gronemeyer an der Seite von Natalie Harina-Beckmann (TC Herford) den ersten Platz. Im Einzel verpasst die Kreisstädterin nur hauchdünn den Einzug ins Finale. „Claudia hat super gekämpft und dreieinhalb Stunden ein tolles Match gezeigt“, sagt damals ihr Trainer Thomas König.

Ehemann beim Tennis kennengelernt

König ist auch heute noch bei den Einheiten von Gronemeyer und ihren Teamkolleginnen der Damen-30-Regionalliga-Mannschaft als Team-Coach im Einsatz. Zusätzlich nimmt die 49-Jährige auch Trainingsstunden bei Constantin Meier. Die Höxteranerin freut sich auf die Rückkehr auf den Platz: „Ich war vor der Corona-Pause richtig gut drauf. Dieses Level will ich wieder erreichen“, sagt die Höxteranerin. Denn sportliche Ziele setzt sie sich mit Blick auf den 50. Geburtstag im kommenden Jahr ganz besonders.

Wie es mit einer Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse 50 wäre? „Vielleicht klappt es ja dann mal mit dem Sieg im Einzel“, sagt Gronemeyer. Ein anderer Wunsch lautet: Weltmeisterschaft. „Das wäre mal etwas, wenn ich dazu eingeladen würde“, betont die Industriekauffrau.

Beschränken auf Ziele und Träume im Tennis will sich die Sportlerin des Jahres der Stadt Höxter aus dem Jahr 2013 aber nicht. Eine andere Sportart findet einen ähnlich großen Anklang. „Ich spiele oft mit meinem Mann zusammen Golf. In Polle bin ich auch schon ein paar Mal Clubmeisterin geworden“, berichtet Gronemeyer, die nach der Corona-Unterbrechung erst mal wieder ihr altes Handicap 9 anpeilt.

Handicap 9

Im Vergleich zum Golfen herrscht im Tennis noch etwas Ungewissheit. Die Sommerrunde soll im Juni starten. Den genauen Spielplan der Damen 30 Regionalliga gibt es aber noch nicht. Höxter hat sich verstärkt. „Wir haben zwei holländische Spielerinnen (Miriam Westerink und Dido Blonk, Anm. d. Red.) verpflichtet. So haben wir bessere Chancen auf den Klassenerhalt. Und ich möchte nicht mehr an Position eins spielen“, schmunzelt Gronemeyer, die erneut zusammen mit Eva-Maria Zürker (Jahrgang 1973) die älteste Spielerin im Team sein wird: „Das war ja schon immer so.“

Gronemeyer dürfte auch im Alter von 50 Jahren noch locker in der Altersklasse 30 mithalten. Doch will die Höxteranerin das im nächsten Jahr überhaupt noch? „Ich bin mittlerweile nicht mehr ganz so verrückt nach Tennis. Vielleicht liegt es daran, dass ich es schon seit mehr als 35 Jahren spiele“, sagt die Industriekauffrau.

Doch so etwas wie eine Deutsche Meisterschaft, eine Weltmeisterschaft oder Spiele mit der Westfalenauswahl reizen die 49-Jährige immer noch. Vielleicht erfüllt sich ein großer Traum in den nächsten Jahren ja noch.

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