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Herren und Damen des SV Ossendorf spielen nächste Saison auf Bezirksebene

Doppelter Aufstieg zum Jubiläum

Ossendorf (WB). Einen Doppelaufstieg im Jubiläumsjahr dürfen die Ossendorfer Tischtennisspieler feiern. Die erste Damen- und die erste Herrenmannschaft des Vereins spielen in der kommenden Saison in der Bezirksklasse. Nur das mit dem Feiern hat in Corona-Zeiten nicht so richtig geklappt.

Sylvia Rasche

Die Tischtennis-Herren des SV Ossendorf sind zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bezirksklasse aufgestiegen. Das Team (von links) um Rainer Dolle, Tom Wegener, Frank Meier, Andreas Niggemeyer, Alexander Blömeke und Meiko Niggemeyer hat sich als Vizemeister der Herren-Kreisliga das Ticket zur Bezirksebene gesichert. Foto: Sylvia Rasche

„Unsere Tischtennis-Abteilung wird dieses Jahr 50. Eigentlich hätten wir dieses Jubiläum im Mai ordentlich feiern wollen“, sagt Abteilungsleiter Andreas Niggemeyer, selbst Mitglied der ersten Herrenmannschaft. Das soll nun im Winter nachgeholt werden. „Einen Termin gibt es noch nicht. Wir wollen abwarten, wann man wieder feiern darf und wann wir ein gutes Gefühl dabei haben“, so Niggemeyer.

Zumindest freuen durften sich die Teutonen aber bereits über die Aufstiege der ersten Damen- und der ersten Herrenmannschaft. Für die Herren ist es sogar die Premiere in der Vereinsgeschichte. Erstmals schlagen die Ossendorfer Männer in der nächsten Spielzeit überkreislich auf. Hinter dem FC Bühne II hat sich das Team mit nur zwei Niederlagen die Vizemeisterschaft in der Kreisliga gesichert. Die Relegation fiel aus, alle Vizemeister der Kreisligen haben einen Platz in der Bezirksklasse bekommen. „Wir haben eine gute Saison gespielt und sind sehr ausgeglichen besetzt“, hebt Niggemeyer die Stärke seines Teams hervor. Neben den routinierten Spielern wie ihm, Alexander Blömeke, Frank Meier und Rainer Dolle gehören die beiden Nachwuchsasse Meiko Niggemeyer und Tom Wegener als Stammkräfte dazu. Das Duo hat in der Jugend in der höchsten Liga des Landes, der NRW-Liga, gespielt und auch bei den Herren regelmäßig für Punkte gesorgt. „Beide sind jung und können sich noch weiterentwickeln“, betont Andreas Niggemeyer. Auch wenn es in der Bezirksklasse nicht einfach werde, habe man sich für diesen Schritt entschieden.

Gleiches gilt für das Damen-Team, das ebenfalls als Vizemeister (punktgleich mit Meister TTC Oeynhausen) in die Bezirksklasse aufsteigt. Hier haben die Nachwuchsspielerinnen Caralina Dicke und Maja Rothenberg zuletzt sogar in der Jungen-Bezirksliga aufgeschlagen und wollen ihr Können nun in der Damen-Bezirksklasse unter Beweis stellen. Gleichzeitig werde wohl eine zweite Damen-Mannschaft in der Kreisliga ins Rennen gehen, gibt Abteilungsleiter Andreas Niggemeyer Einblick in die Ossendorfer Planungen. Für die Damen ist der Aufstieg übrigens eine Rückkehr in den Bezirk. Jahrelang hat der SVO dort erfolgreich aufgeschlagen und ist nun mit der jungen Garde wieder am Start.

Erstmals seit Jahren nicht mehr überkreislich aktiv werden dagegen in der kommenden Saison die Jugendspieler sein. In der Vergangenheit stellten die Teutonen 2014 zunächst eine Mädchen-Mannschaft in der NRW-Liga, die 2016 sogar Vizemeister wurde, und seit 2018 auch eine Jungen-Mannschaft auf Landesebene, dazu eine Reserve auf Bezirksebene. „Es tut schon ein bisschen weh, dass wir in diesem Bereich nur noch auf Kreisebene dabei sind. Wir bauen jedoch wieder auf“, legt Niggemeyer wie schon in der Vergangenheit großen Wert auf eigene Nachwuchsarbeit. Tischtennis hat in der 1300-Einwohner-Gemeinde einen hohen Stellenwert. Zu Spitzenzeiten 2016 stellte der Verein 13 Mannschaften. Wie viele es genau in der kommenden Spielzeit sein werden, steht noch nicht ganz fest. Ein Blick in die Tabellen der Jugend-Kreisligen zeigt aber, dass auch der Unterbau bereits erfolgreich und auf dem richtigen Weg ist: Sowohl die Schüler als auch die Schülerinnen holten sich in der abgelaufenen Saison den Meistertitel, die zweite Schülerinnen-Mannschaft wurde zudem Vizemeister. Drei weitere schöne Gründe, die sich bei der nachzuholenden Jubiläumsparty der Abteilung im Winter feiern lassen.

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