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Blau-Weiß Wesers neuer Trainer Marcus Menzel setzt auf Kurzpassspiel

»Ein einstelliger Platz ist das Ziel«

Beverungen (WB). Der FC Blau-Weiß Weser blickt der neuen Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga optimistisch entgegen. Marcus Menzel will in seinem ersten Jahr als Cheftrainer für Veränderungen sorgen. Der 36-Jährige kennt den Verein bestens. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist er im VfB Beverungen, neben dem SC Lauenförde Mutterverein des Fusionsclubs, aktiv. »In meiner langen Zeit im Verein haben mich vor allem die acht Jahre unter Dennis Hustadt geprägt. Seine Spielidee und Spielweise haben mich schon immer begeistert«, stellt Menzel heraus.

Fabian Scholz

Der FC Blau-Weiß Weser geht mit breiter Brust in die Saison. Der neue Trainer Marcus Menzel hat mit dem großen Kader spielerisch einiges vor. Unser Foto zeigt (hinten von links): Alexander Broer, Simon Hartmann, Steffen Seibt, Louis Schreck, Leon Wielert, Aaron Marquardt sowie (Mitte von links) Betreuer Christian Grimm, Noah Rodermund, Luca Rikus, Nicolas Deutsch, Sebastian Seibt, Noah Mönkemeier, Moritz Hake und Trainer Marcus Menzel sowie (vorne von links) Anil Okur, Jonathan Hoffmann, Patrick Dewenter, Dennis Ferranti und Felix Rikus. Foto: Fabian Scholz

In den vergangenen drei Jahren agierte er als Co-Trainer von Heiko Bonan. Nun zieht er selbst die Fäden und hat mit den Blau-Weißen einiges vor. »Wir wollen vom Spielsystem der vergangenen drei Spielzeiten weg. Auch wenn es zwei Jahre wirklich gut und erfolgreich war. Die langen Bälle zur Überbrückung des Mittelfelds möchte ich in dieser Saison nicht mehr sehen«, berichtet Menzel, dass man auf schnellen Kombinationsfußball setze und wieder mit Kurzpässen agieren wolle.

Kader vergrößert

Personell ist Weser im Vergleich zur vorigen Saison deutlich breiter aufgestellt. Ein 25-Mann-Kader bietet dem Übungsleiter viele Optionen. Mit Benedikt Böger (SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen) und Max Pape (Spvg Brakel) haben den Verein aber auch zwei Leistungsträger verlassen. Ebenso sind Anrdt Raßmann (TuS Lüchtringen) und Noah Budalic (SG Weser/Diemel) nicht mehr dabei.

»Benedikt wird uns als Kapitän und Stütze in der Abwehr enorm fehlen. Man kann seine Fehler in den zwei Jahren, in denen er bei uns gespielt hat, an einer Hand abzählen. Ich habe selten einen so konstanten und souveränen Spieler gesehen«, bedauert Menzel seinen Abgang. Zwei-Meter-Mann Fabian Bickmeier soll vom Mittelfeld in die Abwehr rücken und die Lücke schließen. »Von der Größe her haben wir hier schon Mal einen 1:1-Ersatz«, schmunzelt Menzel.

Wechsel starker Torhüter

Für Max Pape verpflichtete der Verein mit Dennis Ferranti (Spvg Brakel) einen starken Keeper mit viel Erfahrung in höheren Spielklassen. »Dennis und Max sind zwei unglaublich gute Torhüter. Man kann sie vom Spielertyp her überhaupt nicht vergleichen. Sie haben beide ihre Stärken. Dennis hat bei uns schon im Training eine ganz starke Präsenz im Kasten gezeigt. Bei ihm wird das Tor für die Angreifer ex­trem klein«, freut sich Menzel auf den neuen Keeper. Mit Steffen Seibt (SV Drenke), Anil Okur (SC Herstelle), Sanel Covic (SV Weil), Jonathan Hoffmann, Nicolas Deutsch, Moritz Hake, Noah Mönkemeier und Noah Rodermund (alle eigene Jugend) gibt es acht weitere Neuzugänge.

»Die Jugendspieler werden wir langsam an die erste Mannschaft heranführen. Zwischen der A-Jugend-Kreisliga und der Herren-Bezirksliga ist physisch und spielerisch ein großer Unterschied«, so Menzel. Er selber will hauptsächlich als Trainer von der Seitenlinie aus agieren: »Von draußen kann man definitiv einfacher coachen, als wenn man irgendwo auf dem Platz steht. Dennoch werde ich alle Einheiten mittrainieren. Im Notfall kann ich also aushelfen.«

Gute Frühform

Als Saisonziel gibt der neue Übungsleiter einen einstelligen Tabellenplatz aus. »Die Qualität dafür haben wir allemal. Für noch weiter oben wird es allerdings nicht reichen. Da haben Neuenbeken, Mastbruch oder auch Dringenberg deutlich bessere Karten«, sagt Marcus Menzel, dessen Team sich bereits in einer guten Frühform zeigte. So gewannen die Blau-Weißen den Allersheimer-Sommer-Cup in Fürstenberg und siegten in der ersten Kreispokalrunde deutlich mit 7:3 beim SV Ottbergen/Bruchhausen. Allein die 1:5-Pleite im Testspiel gegen den SV Albaxen fällt etwas heraus. »Wir hatten viele Spiele in wenigen Tagen. Da waren unserer Jungs einfach platt. Insgesamt bin ich mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Wir müssen nur an unserer Defensivarbeit noch etwas arbeiten. Acht Gegentreffer gegen Albaxen und Ottbergen sind deutlich zu viel«, analysiert Menzel.

Ein Härtetest steht an diesem Freitag, 2. August, in der zweiten Runde des Krombacher-Kreispokals an. Dann hat der FC den SV Dringenberg zu Gast. Anpfiff des Kräftemessens der beiden Bezirksligisten ist um 19 Uhr im Stadion an der Würgasser Straße in Lauenförde. Nur einer kommt weiter.

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