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Bahr, Drüke und Hanke schießen top

HSV Ovenhausen holt DM-Titel

Hannover/Ovenhausen (üke). Deutscher Meister. Diesen Titel haben sich die Schützen des HSV Ovenhausen gesichert. Die Mannschaft war im Kleinkaliber auf der 100 Meterdistanz bei der DM in Hannover das Maß.

Deutscher Meister: Das Erfolgs-Trio des HSV Ovenhausen (von links): Ewald Hanke, Martin Bahr und Elmar Drüke. Foto: Drüke

Das Trio Ewald Hanke, Martin Bahr und Elmar Drüke holte erstmals den DM-Titel nach Ovenhausen. »Wir sind natürlich überwältigt«, hob die Nummer eins Martin Bahr hervor. Zwei Tage vorher hatte Bahr bereits Bronze mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf der 50 Meterdistanz gewonnen (wir berichten Dienstag, 10. Oktober). Das Ovenhausener Glück war mit Teamgold perfekt. »Wir haben uns belohnt«, sagte Bahr.

Bahr startete für das Team aus dem Kreis Höxter und drückte nach 20 Probeschüssen die Starttaste. Die erste und zweite Serie beendete der Routinier jeweils mit 99 Ringen. In der dritten Serie gab es 100 Ringe. 298 Ringe waren letztlich Durchschnitt. In der Einzelwertung war das Rang 19.

Elmar Drüke beendete die erste Serie mit 99 und die zweite Serie mit 100. In der dritten Serie schoss er neun Zehner. Beim letzten Schuss reichte es nur zu einer Neun. Das waren ebenfalls 298 Ringe und Rang 24 in der Einzelwertung.

Ein Platz auf dem Podest war eigentlich in weite Ferne gerückt. Selbstkritisch stellte der Bronzemedaillengewinner Martin Bahr danach fest: »Eigentlich sind vier Miese nach den ersten beiden Schützen viel zu viel. Aber auch gute Athleten der Konkurrenzteams hatten bis dahin geschwächelt. Letzter Schütze der Ovenhausener war Ewald Hanke. Der sollte das fast Unmögliche möglich machen. Hanke schoss und zielte in Höchstform. Der letzte Schütze des HSV-Trios schloss die erste Serie mit 100 Ringen ab. »Wir waren uns alle sicher, dass Ewald 300 schießen wird«, blickte Bahr zurück. In der zweiten Serie waren es dann 99 Ringe. In der dritten Serie wartete Hanke wieder mit der 100 auf. 299 Ringe ließen sich sehen. Der Schütze aus Ovenhausen belegte im Einzel den sechsten Platz.

Hanke macht das Unmögliche möglich

Kein Schütze aus dem kleinen Dorf des Kreises Höxter schaffte es damit im Einzel auf das Podest. »Wir haben ein ausgeglichenes Teamergebnis geschossen. Es war das beste«, resümierte Martin Bahr stolz. Folgerichtig waren die Goldmedaille und die Deutsche Meisterschaft sicher. Erstmals in der Vereinsgeschichte jubelten sie beim HSV Ovenhausen über den Titel Deutscher Meister.

Ein stolzes Trio. Die Kontrahenten gratulierten. Bei der Siegerehrung wurde die deutsche Nationalhymne gespielt. »Es war ein überwältigendes Gefühl. Wir haben kräftig mitgesungen«, sagte Bahr. »Nun wissen wir, wie sich ein Athlet auf dem Podest bei Olympia fühlt. Wir waren sprachlos und konnten gar nicht fassen, was gerade passiert war und wir geschafft hatten.«

Es war der DM-Titel. Der HSV Ovenhausen schreibt Geschichte.

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