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Volleyball: Jana Massolle hatte sich auf diese Saison besonders gefreut

Hunderunde und Krafttraining

Höxter

Immerhin läuft noch etwas Sport – im Fernsehen und mit Übungen in den eigenen vier Wänden. Bei Jana Massolle stehen die Turnschuhe ohne bewegt zu werden in der Ecke. Das Volleyball-Training läuft bereits seit einigen Wochen nicht mehr. Das letzte Spiel mit dem SV Höxter in der Bezirksliga liegt schon fast zwei Monate zurück.

Rene Wenzel

Einschwören auf den nächsten Punkt: Jana Massolle (Mitte) liebt den Teamsport und ist seit Jahren fester Bestandteil der SVH-Volleyballerinnen. Foto: Rene Wenzel

„Wir hatten erst zwei Spiele. Ende Oktober sollte es eigentlich weitergehen. Doch dann kam die Absage für die nächsten Spiele“, sagt Massolle. Der Spielplan sah zunächst noch in diesem Jahr ein Spiel vor – am 13. Dezember beim TSV Leopoldstal. Doch auch diese Partie wurde inzwischen abgesagt. Und auch der Trainingsbetrieb ruht beim SVH weiter. „Den Einheiten gehen wir aufgrund der Ansteckungsgefahr lieber aus dem Weg“, erklärt die Fürstenbergerin.

Corona trifft Massolle in diesen Tagen besonders. Eigentlich wollte sie in dieser Woche ihren 30. Geburtstag etwas größer feiern. So wie es sich eigentlich gehört. Doch den Plan schmiss die Volleyballerin schnell um. „Meine beste Freundin ist erst alleine am Nachmittag gekommen. Dann waren noch mein Bruder und meine Eltern da. Am Dienstag sind meine Großeltern zu Besuch gewesen. Die Feiern mit meinen Team-Kolleginnen und dem Stammtisch waren eigentlich für Dezember vorgesehen. Doch das habe ich alles abgesagt und erstmal in den Sommer verschoben“, berichtet die Mitarbeiten aus dem Personalwesen einer Schleifscheibenfabrik aus Bad Karlshafen.

Wann es mit Trainingseinheiten in der Höxteraner Bielenbergturnhalle weitergeht, ist aktuell noch völlig unklar. Für die 30-Jährige steht aber fest: „Ich warte lieber länger und starte nicht zu früh.“

Und so muss es eben ohne Volleyball weitergehen. Und da dürfte doch der Fokus noch mehr als sonst auf ihrem Lieblingsverein Hamburger SV liegen…

„Nein, nicht wirklich“, antwortet Massolle, die sich mit der Akustik bei den Zweitliga-Spielen nicht so richtig anfreunden kann: „Ich bin dann doch lieber im Stadion live mit dabei. Jetzt vor dem Fernseher schlafe ich auch mal ein.“ Festlegen auf den Bundesliga-Aufstieg des HSV will sich die Fürstenbergerin nach den durchwachsenen letzten Spielen nicht. Daraus habe sie besonders nach der vergangenen Zweitliga-Spielzeit gelernt. „Da fing es auch richtig gut an.“

Der HSV ist ihr Lieblingsklub, Volleyball ihr Lieblingshobby. In der Vergangenheit war das nicht immer so. Auch Tennis spielte die heute 30-Jährige als Jugendliche. „Doch dann musste ich mich entscheiden. Volleyball oder Tennis. Ich habe mich dann für den Teamsport entschieden, da auch meine meisten Freundinnen Volleyball gespielt haben. Und das bereue ich nicht“, sagt Massolle, die aber schon in den ersten Jahren mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

In Fürstenberg riss sie sich den Meniskus, zudem war das Kreuzband beschädigt. Im Trikot des SV Höxter tauchten dann wieder Knie- sowie Rückenprobleme auf. Zudem bremste die Fürstenbergerin in der Vorsaison ein Schleudertrauma lange aus. „Da habe ich nicht so viel gespielt und mich dann so auf die neue Saison gefreut“, so die 30-Jährige. Doch dann kam die zweite Welle.

Kurz gefragt

Kraft- oder Lauftraining: Da bevorzuge ich das Krafttraining zuhause - für den Rücken und die Bauchmuskeln. Laufen ist nicht so meins. Ich gehe dann lieber mal eine Runde mit dem Hund meiner Eltern.

Bringdienst oder selber kochen: Essen liefern lassen macht für mich keinen Sinn, da ich alleine lebe. Es gibt bei mir nicht jeden Tag etwas Warmes zu essen. Ich bekomme auch mal von Mama ein paar „Reste“. Und sonntags oder mal nach der Arbeit esse ich häufig bei meinen Eltern. Ich koche aber auch oft selbst etwas für mich.

Playstation oder Netflix: Ich habe eine Nintendo Wii. Playstation habe ich mal mit meinem Bruder gespielt. Aber ich schaue dann doch eher Netflix. Aktuell gucke ich die Serie „Designated Survivor“.

Podcast oder Buch: Podcast. Am liebsten „Gemischtes Hack“ von Comedy-Autor Tommi Schmitt und Comedian Felix Lobrecht. Von Lobrecht habe ich auch schon einen Auftritt in Göttingen gesehen. Das war mega witzig. Den Podcast höre ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück sowie auch zuhause.

Spotify oder Radio: Über Spotify läuft bei mir oft die deutsche Top 100. Am liebsten höre ich Pop- und Dance-Musik – auch von deutschen Musikern.

Lieblingsseite im Internet: Sport1.de und tagesschau.de. Auf diesen beiden Seiten gibt’s die für mich wichtigsten Nachrichten.

Sportlerbiografie: Ich habe vor einigen Jahren die Biografie von Sebastian Deisler gelesen. Es ist schon beeindruckend, wie er mit dem Thema Depressionen umgegangen ist. Man kriegt das als Außenstehender oft gar nicht mit, was da für ein Druck hinter dem Beruf Profi-Fußballer steckt. Das ist echt schon ne ordentliche Hausnummer.

Corona-Rituale: Hände waschen (lacht). Mir war der enge Kontakt zur Familie schon vor Corona wichtig. Und daran wird sich auch nichts ändern.

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