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Manfred Menzel während der Jahreshauptversammlung des Kreissportbundes nach 35 Jahren verabschiedet

„Keiner von uns war so lange dabei“

Höxter

Wiederwahl, Abschied, Neuanfang und Premiere beim Kreissportbund (KSB) Höxter. Die wohl ungewöhnlichste Mitgliederversammlung seit Bestehen des KSB Höxter fand im Konferenzraum des Kreishauses und online statt. Die Vorstandsmitglieder, die vor dem Treffen negativ auf Corona getestet worden waren, saßen auf Abstand, die Gäste und die Mitglieder waren virtuell zugeschaltet. Zwei wichtige Vorstandsämter wurden neu besetzt. Die übrige Tagesordnung arbeitete der alte und neue Vorsitzender Reiner Stuhldreyer zügig ab.

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„Nach 35 Jahren darf auch mal Schluss sein“, sagte Manfred Menzel (rechts), der als Sportabzeichenbeauftragter des Kreissportbundes aufhörte. Als Dank und Anerkennung erhielt er einen Präsentkorb. Hermann Nutt (links) ist sein Nachfolger. KSB-Vorsitzender Reiner Stuhldreyer (Mitte) würdigte Menzels Verdienste. Foto:

Turnusgemäß stand die Neuwahl des gesamten Vorstandes an. Wahlleiter Günter Kohaupt (TC Warburg und ESV Warburg) fuchste sich erfolgreich durch die schwierige Situation einer Online-Wahl per Mobil-Telefon und konnte kurz darauf Stuhldreyers einstimmige Wiederwahl verkünden. Der Bad Driburger geht in seine dritte Amtsperiode.

Schon in seinem Tätigkeitsbericht hatte der zweite Vorsitzende Gerd Thöne, im ehrenamtlichen Vorstand zuständig für die Vereins- und Geschäftsführung, mitgeteilt, dass er aus gesundheitlichen Gründen nach acht Jahren ausscheiden muss. Er schlug als seinen Nachfolger Johannes Reineke aus Nieheim vor. Dessen virtuelle Wahl erfolgte ebenso einstimmig wie die der übrigen Vorstandsmitglieder. Dieses sind: Nadine Deppe (2. Vorsitzende, Ressort Breiten- und Gesundheitssport), Ludger Spiegelberg (2. Vorsitzender, Ressort Breitensport und Integration), Mareen Heidemann (Finanzvorstand), Winfried Gawandtka (Medienreferent) und Rudi Hake als Qualifizierungsbeauftragter.

„Nach 35 Jahren darf auch mal Schluss sein,“ kandidierte der 86-jährige Höxteraner Manfred Menzel nicht mehr für den Posten des Sportabzeichenbeauftragten. „Obwohl du diesen Schritt schon lange angekündigt hast, fällt es mir schwer, dich zu verabschieden“, sagte KSB-Chef Stuhldreyer. „Wir können es eigentlich gar nicht glauben, dass du aufhören willst“, fügte er hinzu. Mit viel Lob und Anerkennung ließ er die mehr als dreieinhalb Jahrzehnte der Zusammenarbeit mit Manfred Menzel Revue passieren. „So lange wie du ist keiner von uns in diesem Gremium gewesen“, stellte der Vorsitzende heraus, dass Menzel 1986 im Kreissportbund Höxter als Sportabzeichenbeauftragter angefangen hat. „Diese Tätigkeit ist eine der umfangreichsten und arbeitsintensivsten im ganzen Vorstand“, betonte Stuhldreyer. Einstimmig wurde Hermann Nutt, der Vorsitzender des HLC Höxter ist, zum Nachfolger von Manfred Menzel gewählt.

Der Wormelner Gerd Thöne (links) hört nach acht Jahren als zweiter Vorsitzender auf, sein Nachfolger wird der Nieheimer Johannes Reineke (rechts). Vorstzender Reiner Stuhldreyer dankte Thöne für sein Engagement, Foto: KSB Höxter

Mit dem Versprechen einer ausführlichen Abschiedsfeier nach der Corona-Pandemie überreichte Reiner Stuhldreyer den beiden scheidenden Vorstandsmitgliedern Gerd Thöne und Manfred Menzel je einen Präsentkorb mit heimischen Produkten.

Nachdem die Mitgliederversammlung 2020 des Kreissportbundes Höxter coronabedingt komplett ausgefallen ist, konnte dieser die jetzt veranstaltete Tagung langfristig anders planen. Im Kreishaus in Höxter fand sich ein geeigneter, technisch komplett ausgestatteter Konferenzraum und die Teilnehmer konnten sich via Zoom zuschalten.

In seiner Begrüßung ging Reiner Stuhldreyer nach Videobotschaften von Landrat Michael Stickeln und dem Landtagsabgeordneten Matthias Goeken auf die besondere Situation der heimischen Sportvereine in der Corona-Pandemie ein. Viele sonst übliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Weser-Triathlon 2020 und 2021 sowie Aus- und Fortbildungen des Kreissportbundes, fielen dem Virus zum Opfer, was sich wiederum auf die Finanzplanung auswirkte. So berichtete KSB-Geschäftsführer Thorsten Schiller, dass zum Ausgleich des Haushaltes 2020 in Absprache mit Finanzvorstand Mareen Heidemann aus der Rücklage des Kreissportbundes ein Betrag von über 5000 Euro zugeschossen werden musste.

Im Bereich der Mitgliederentwicklung sei der KSB Höxter im Vergleich zum Landesdurchschnitt durch die Schließung aller Sportanlagen noch glimpflich davongekommen, bilanzierte der Vorstand. „Landesweit gibt es einen Rückgang um 3,4 Prozent, bei uns sind es 2,2 Prozent berichtete“, Gerd Thöne, dass die Sportvereine im Kreis Höxter im vergangenen Jahr rund 1.200 Mitglieder verloren haben. In Ballungsgebieten sei der Schwund höher, denn dort sei die Bindung an den Verein nicht so hoch, man betrachte den Sportverein oft als zeitbegrenzten Anbieter, erklärte der Wormelner.

Die Zahl der Mitgliedsvereine des Kreissportbundes Höxter sei stabil geblieben.

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