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FC BW Weser will nach fünf Punkten aus ersten drei Partien Mittelfeldplatz festigen

»Können mit Start zufrieden sein«

Beverungen (WB). Mit dem Auftakt seiner ersten Saison als Trainer kann Marcus Menzel ganz gut leben. Der FC Blau-Weiß Weser steht in der Fußball-Bezirksliga nach drei Spieltagen mit fünf Punkten auf Platz acht, ruft aber noch nicht sein komplettes Potenzial ab. Es ist noch etwas Geduld gefragt.

Rene Wenzel

Mit entschlossenem Einsatz zum Erfolg: Wesers Luka Rikus (links) trennt Barntrups Kapitän Oliver Sölter vom Ball. Foto: Rene Wenzel

»Besonders die Jugendspieler benötigen noch etwas Zeit, um sich an das Niveau und das Tempo in der Bezirksliga zu gewöhnen«, macht Menzel deutlich. Jonathan Hoffmann, Nicolas Deutsch, Moritz Hake, Noah Mönkemeier und Noah Rodermund erhielten schon Einsatzzeiten und zeigten dabei auch gute Ansätze. Der Sprung von der Junioren-Kreisliga in die Senioren-Bezirksliga ist aber schon ein ganz großer.

Beim 3:3-Remis gegen den RSV Barntrup standen am Sonntag mit Keeper Hoffmann, Deutsch und Rodermund drei vorherige Jugendspieler in der Startelf. »Alle geben Gas und man merkt, dass sie unbedingt spielen wollen«, sagt Routinier und Torjäger Stefan Lübke, dass er sehr zuversichtlich sei, dass sie den Schritt schaffen.

Zufrieden mit dem Start

Aktuell sind Wesers Talente mehr gefragt als es Marcus Menzel eigentlich eingeplant hatte. Sie langsam heranzuführen, ist nicht wirklich möglich, da einige eigentliche Stammkräfte ausfallen. Im Mittelfeld muss Menzel auf Louis Schreck und Aaron Marquardt verzichten. Schreck pausiert wegen eines Patellaspitzensyndroms schon länger und konnte bisher nur leicht am Training teilnehmen. Ein paar Wochen dauert es wohl noch bis zur Rückkehr. Schmerzhaft ist auch der Ausfall von Marquardt, der nach einem Muskelfaserriss frühestens in zwei Wochen wieder zur Verfügung steht. »Uns fehlen seine Spielintelligenz und Dynamik im Mittelfeld sehr«, sagt Menzel.

Das sah man auch gegen Barn­trup, als im Spiel nach vorne nur wenig durch das Zentrum lief. »Es müssen noch einige Abläufe einstudiert werden«, meint Weser-Spieler Leon Krüger. Immerhin gingen die Blau-Weißen wie auch schon in Bad Lippspringe nicht komplett leer aus. Und so hat der Neunte der vergangenen Saison nach drei Partien sechs Zähler. »Ein Sieg mehr wäre drin gewesen. Wir können aber zufrieden sein mit dem Start«, sagt Krüger.

Bessere Trainingsbeteiligung

Ein Vorteil ist im Vergleich zur Vorsaison der breitere Kader und die daraus resultierende bessere Trainingsbeteiligung. So viele Ausfällte wie aktuell hätten die Blau-Weißen noch vor wenigen Monaten nicht so einfach wegstecken können. Neben Schreck und Marquardt ist in den nächsten Begegnungen auch nicht mit Timo Bornscheuer (Oberschenkelprobleme), Alessio Carmisciano (Operation) und Patrick Dewenter (Kniebeschwerden) zu rechnen. Es gibt aber auch bessere Nachrichten: Dennis Ferranti kehrt nach einer Rotsperre am Sonntag zurück, Steffen Seibt weilt nur noch bis Ende der Woche im Urlaub.

Die Neuzugänge Ferranti (Spvg Brakel), Anil Okur (SC Herstelle), Sanel Covic (SV Weil) und Seibt (SV Drenke) geben Menzel insgesamt mehr Optionen, einen etwas anderen Fußball spielen zu lassen – weg vom langen Ball. »Wir versuchen jetzt, definitiv mehr Situationen fußballerisch zu lösen. Und das gelingt uns immer besser«, sagt Stefan Lübke, der mit sieben Treffern einen großen Anteil am ordentlichen Saisonstart hat.

Mit Erfolgserlebnissen soll es jetzt weitergehen. In den nächsten Spielen muss sich Weser nicht verstecken und kann durchaus mindestens sieben Punkte aus den drei Partien bei der SG Hiddesen-Heidenoldendorf, zuhause gegen den FC Peckelsheim/Eissen/Löwen und beim SC Borchen anpeilen. »Das sind alles Spiele, in denen wir punkten müssen. Wir wollen nicht aus dem Mittelfeld rausrutschen«, betont Marcus Menzel. Und das ist auch am Ende das Ziel des FC BW Weser – mindestens ein einstelliger Tabellenplatz.

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