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Masters-Hallen-WM in Polen: Kerstin Drewes belegt im Halbfinale siebten Platz

Kurve nicht richtig gekriegt

Torun/Höxter (WB). Kerstin Drewes belegt bei der Masters-Hallen-WM in Polen im Halbfinale über 200 Meter den siebten Platz. Die Höxteranerin greift nun mit der Staffel an.

Jürgen Drüke

Semifinale über 200 Meter im polnischen Torun: Kerstin Drewes (Vierte von links) belegt am Ende Rang sieben. Foto: Christian Geers

Den Endlauf über 200 Meter verpasst Kerstin Drewes bei der achten Maters-Hallen-WM. In Polen läuft die Höxteranerin im Halbfinale gestern 27,09 Sekunden. Der Traum vom Endlauf ist geplatzt.

Freitagabend, kurz vor 21.30 Uhr in der Kopernikusstadt Torun: Drewes steht nicht unten auf der blauen Tartanbahn. Die Sprinterin aus Ostwestfalen war nur noch Zuschauerin und drückte nun allen Endlauf-Teilnehmerinnen ganz fest die Daumen. Wenige Sekunden später erfolgte der Startschuss.

Rückblick: »Es hat nicht sollen sein. Heute sind andere Athletinnen besser gewesen. Die Konkurrenz war enorm stark«, resümiert Drewes. Das Semifinale spulte sie gedanklich noch einmal zurück. Neun Stunden vorher war die Top-Sprinterin gar nicht so schlecht unterwegs gewesen: »Wie bereits im Vorlauf am Donnerstag kam ich nicht richtig in die erste Kurve.« Sie sei leicht durch die Gegend gerudert.

27,09 Sekunden reichen nicht

Am Ende entscheiden über die Sprintdistanz Kleinigkeiten. Drewes gab noch einmal Gas, holte alles aus sich heraus. Es sollte nicht reichen. Die Endzeit von 27,09 Sekunden war zu wenig. Im Vorlauf hatte Drewes 20 Stunden vorher mit 27 Sekunden bereits eine Saisonbestleistung aufgestellt. »Das hatte mir Selbstvertrauen gegeben. Im Halbfinale war ­alles anders«, sagte die Höxteranerin.

Der undankbare siebte Platz stand zu Buche. Dabei hätte der sechste Rang gereicht. Dafür hätte die 47-jährige Deutsche allerdings 26,79 Sekunden spurten müssen. Die Spanierin Emilia Paunica freute sich über diese Endzeit, Platz sechs und damit die Endlauf-Teilnahme.

Die besten Sprinterinnen aus aller Welt waren in Torun super schnell. »Das sind für einen Zwischenlauf letztlich alles Wahnsinnzeiten gewesen«, driftete Drewes bei der Einstufung der Leistungen der vor ihr platzierten Athletinnen ins Superlativ ab.

Drewes konzentriert sich auf die Staffel

Allen voran die Lokalmatadorin: Jona Balcerzak, die bereits den Vorlauf in 26,34 Sekunden souverän gewonnen hatte, setzte noch einen drauf und triumphierte in 26,22 Sekunden. Die Britin Michelle Thomas wurde in 26,33 Sekunden Zweite. Knapp dahinter belegte die Schwedin Helen Hermundstad den dritten Platz.

Die hochgehandelte Latrica Dendy aus den USA wurde in 26,60 Sekunden Vierte. Mit Martin Heike lief die beste Deutsche in 26,74 Sekunden auf den fünften Platz. Glücklich war die Spanierin, die in 26,79 Sekunden den Endlauf bei der Hallen-WM der Seniorensportler(innen) erreicht hatte.

Kerstin Drewes konzentriert sich nun vollends auf die deutsche Staffel über viermal 200 Meter. »Leider sind wir in der W45 verletzungsbedingt sehr schlecht besetzt«, sagte die Höxteranerin gestern Abend. An diesem Samstag greift sie mit der Staffel an.

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