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Tischtennis: Zusammenlegung im Damenbereich stößt auf sehr unterschiedliche Resonanz

Nur noch eine Liga im Bezirk

Kreis Höxter (WB). Die Tischtennis-Bezirksliga und die Bezirksklasse der Frauen werden in der kommenden Saison zusammen gelegt. Das hat Bezirkssportwartin Christiane Fornefeld den Vereinen jetzt mitgeteilt. Vorausgegangen war eine Umfrage unter den betroffenen Clubs.

Sylvia Rasche

Die Brakelerin Heike Meyer, die in der Vorsaison sowohl in der Bezirksliga als auch in der Bezirksklasse gespielt hat, sieht die Regelung kritisch. Foto: Sylvia Rasche

Meldezahlen in der Bezirksliga gehen zurück

Hintergrund sind die Meldezahlen für die kommende Spielzeit. Insgesamt zwölf Mannschaften haben sich für die Bezirksliga, 19 für die Bezirksklasse qualifiziert. Daraus sollen nun drei Staffel gebildet werden, die jeweils als Bezirksliga direkt zwischen Verbandsliga und Kreisliga laufen werden. Die Einteilung erfolgt nach regionalen Gesichtspunkten.

Im Tischtenniskreis Höxter-Warburg sind davon elf Mannschaften betroffen. Zwei von ihnen, der SV Bergheim II und die DJK Adler Brakel II, hätten in der Bezirksliga gespielt, die anderen in der Bezirksklasse. Die Reaktionen auf die neue Regelung, die ausdrücklich übergangsweise nur für die Saison 2020/2021 gelten sollen, sind geteilt.

TTV Borgholz sieht Vorteile

„Ich finde diese Regelung gut“, sagt Thorsten Justus, Vorsitzender des TTV Borgholz, der mit zwei Mannschaften in der neuen Liga dabei sein wird. „Wir hätten mit unserer ersten Mannschaft in die Bezirksliga aufsteigen können, haben uns aber dagegen entschieden. Durch die neue Einteilung wird die Liga nun auch so vom Niveau her stärker. Das kommt uns entgegen“, betont Justus.

Daseburgs Chefin ist kritisch

Ebenfalls mit zwei Teams ist der TTV Daseburg in der neuen Liga am Start. Vorsitzende Gaby Daly, gleichzeitig Damenwartin im Tischtenniskreis Höxter/Warburg, sieht die Klasse jedoch kritisch. „Der Weg nach oben wird immer schwerer. Es fehlt eine Liga. Die Bezirksliga wird schwächer, somit hat es der Aufsteiger in die Verbandsliga im Folgejahr noch schwerer als sowieso schon“, meint Daly. Sie hätte lieber an der Zweiteilung auf Bezirksebene nach Leistung festgehalten.

Brakel mit gemischten Gefühlen

Mit gemischten Gefühlen sehen sie die Zusammenlegung bei der DJK Adler Brakel. „Für die oberen Mannschaften der Bezirksliga wäre es sportlich attraktiver gewesen, eine Staffel nach Stärke zu bilden. Bei der regionalen Einteilung wird es zu einem größeren Leistungsgefälle kommen“, sagt Heike Meyer, die in der vergangnen Saison sowohl in der Bezirksliga als auch in der Bezirksklasse gespielt hat.

Bergheim freut sich auf mehr Spiele

Biljana Langanke, Damenwartin des SV Bergheim, sieht den Zusammenschluss gerade für ihre jüngeren Teamkolleginnen als vorteilhaft. „Wir hatten in der vergangenen Saison in der Bezirksliga einfach zu wenig Spiele. Die jungen Leute müssen gefördert werden und brauchen dazu auch den Spielbetrieb. Wir kamen die ganze Saison durch die vielen Pause gar nicht richtig in den Wettkampfmodus“, sagt Langanke.

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