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Höxteranerin scheidet in Tokio in der zweiten Runde aus – Atmosphäre einzigartig

Starke feiert Sieg zum WM-Auftakt

Tokio/Höxter  (WB). Das Finale hat Pauline Starke bei der Judo-WM in Tokio verpasst. Nach dem Auftaktsieg folgt gestern das Aus in der zweiten Runde. Die Höxteranerin präsentiert sich bei ihrer ersten Senioren-WM trotzdem stark.

Jürgen Drüke

Tolle Aufnahmen: Auf Großbild-Leinwänden unter der Dachkuppel des japanischen Judo-Sportpalastes verfolgen die Zuschauer den Sieg von Pauline Starke (Foto) gegen Amina Toyoda aus Pakistan. Foto: Deutscher Judoverband

»Nach den zwei Kämpfen überwiegt das Positive, wenngleich nach dem Auftakterfolg auch beim zweiten Auftritt etwas drin und damit der Einzug in die dritte Runde möglich war«, zeigte sich die ehemalige Judokämpferin des HLC Höxter zumindest leicht enttäuscht. Es sei eine beeindruckende Atmosphäre im Nippon Budokan in Tokio gewesen. »Japan ist das Mutterland des Judosports. Das ist während der Kämpfe in jeder Sekunde deutlich zu spüren«, stellte die 22-Jährige, die für JT Hannover startet, fest.

Nach ihrer überraschenden Nominierung, Starke holte sich vor zwei Monaten bei den Europaspielen in Minsk sensationell Bronze in der Klasse bis 57 Kilogramm, ging die Biologiestudentin mit vollem Elan in das Abenteuer Weltmeisterschaft. »Das Lampenfieber war groß. Trotzdem war es wichtig, locker zu bleiben«, so die Sportlerin des Jahres 2013 der Stadt Höxter.

Jetlag besiegt

Der Jetlag hatte alle deutschen Judoka, 18 waren insgesamt dabei und mit hohen Erwartungen gestartet, im Griff. Seit neun Tagen weilte Starke in Japan. »Nach fünf Tagen hatte ich mich akklimatisiert. Die Vorfreude auf meine ersten Senioren-WM war riesig.«

Wie die Feuerwehr

Starke legte in Japan los wie die Feuerwehr: Nach nur 59 Sekunden triumphierte sie gegen Amina Toyoda aus Pakistan mit einem Haltegriff. So schnell wie sie den ersten Kampf siegreich abschloss, musste sich die quirlige Athletin im zweiten Kampf geschlagen geben: Sanne Verhagen aus den Niederlanden besiegte die Sportlerin aus Höxter nach 34 Sekunden mit einem Würgegriff. »Es war mehr drin. Im Falle eines Sieges wäre die talentierte Deutsche in der dritten Runde auf die amtierende Weltmeisterin aus Japan getroffen. Die WM ist für Starke noch nicht vorbei. »Sonntag trete ich mit der deutschen Mannschaft an«, wird die Höxteranerin die WM noch fünf Tage genießen.

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