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Platz sieben kann nicht der Anspruch des Dinosauriers der A-Liga sein

SVB/B setzt sich unter Druck

Brenkhausen  (WB). Platz sieben. Der SV Brenkhausen/Bosseborn überwintert in der Fußball-A-Liga im Mittelfeld. Die Rot-Weißen wollen nach einer intensiven Vorbereitung in der zweiten Saisonhälfte noch einmal angreifen.

Felix Senftleben

Der SV Brenkhausen/Bosseborn, hier mit Kapitän Manuel Weber (links) und Andre Dierkes gegen Marcel Blömeke vom FC Germete/Wormeln, will sich in der Tabelle nach Möglichkeit noch um einige Plätze verbessern. Foto: Dennis Pape

Trainer Günther Weber, der die Mannschaft seit Saisonbeginn trainiert, sieht noch sehr viel Luft nach oben: »Unser Saisonziel war eine Platzierung unter den ersten sechs Teams. Wir liegen aktuell zwei Punkte hinter dem Sechsten SV Kollerbeck. Es ist noch einiges möglich«, betont der 49-jährige Stahler. Selbst den zweiten Platz, der zwei Relegations-Aufstiegsspiele gegen den Zweiten der ­A-Liga Paderborn vorsieht, wird vom Trainer-Routinier bei acht Zählern Rückstand auf den aktuellen Vize FC Germete/Wormeln noch nicht abgeschrieben.

Start gegen Spitzenreiter

Dabei ist bereits das erste Spiel nach der Winterpause der Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf: Spitzenreiter SpVg. Brakel II gibt Sonntag, 17. März, seine Visitenkarte an der Schelpe ab. ­Weber sieht das Duell gegen den Primus als Chance: »Beide Teams werden nach der Pause bei Null anfangen. Die Partie soll uns den Weg für einen erfolgreichen Schlussspurt ermöglichen.« Generell sind sie beim SVB/B mit dem bisherigen Abschneiden und den schwankenden Leistungen unzufrieden. Die SVB/B-Protagonisten fahren in der A-Liga-Achterbahn und spielen wie eine launische ­Diva – auf gute folgen bis dato regelmäßig schwache Auftritte. In den vergangenen zehn Jahren befand sich der SVB/B nur einmal nicht unter den ersten Sechs. Die aktuelle Mannschaft habe das Potenzial für mehr. Wille und Biss hätten zu oft gefehlt.

Warum tritt das Team nicht immer so auf wie beim 3:1-Derbysieg gegen den SV Höxter oder beim 2:2 gegen den FC Germete/Wormeln, als ein 0:2 in ein Remis umgewandelt wurde? Für Weber liegen die Gründe im relativ kleinen Kader und einer Trainingsbeteiligung, die insbesondere im November nicht gut gewesen sei. »Zudem musste ich aufgrund von verletzten Leistungsträgern immer wieder die Anfangsformation und insbesondere in jedem Spiel die Abwehrreihe personell verändern. Mitunter hat die komplette Viererkette gefehlt«, blickt der Coach zurück. Zweimal in Folge die gleiche Aufstellung – in den bisherigen 18 Partien gab es das beim A-Liga-Dinosaurier nicht.

Intensive Vorbereitung

In der Winterpause haben sie auf das Werben von Neuzugängen verzichtet. Ziehen lassen sie Ridvan Akkoc, der seine letzte Partie am 3. Oktober bei der 0:1-Kreispokalniederlage gegen das Bezirksliga-Spitzenteam FC Nieheim für den SV Brenkhausen/Bosseborn bestritten hat. 18 Spiele stehen bereits auf dem SVB/B-Konto. In den noch ausstehenden zwölf Begegnungen ist mehr Konstanz gefordert. »Wir alle müssen besser werden«, schließt sich der Trainer mit ein und würde sich selbst die Note befriedigend für das erste halbe Jahr ausstellen.

»Aufgrund der dauernden Ausfälle und der zahlreich verletzten Spieler sei Kontinuität auch schwierig gewesen. Nun wollen sie aufdrehen und zeigen, dass einiges in ihnen steckt. »Die Mannschaft besitzt eine Menge Möglichkeiten. Die müssen wir jetzt endlich in die Waagschale werfen«, fordert der Coach. 28 Punkte und 39:37-Tore stehen nach 18 Partien zu Buche. Der SV Brenkhausen/Bosseborn ist auf dem Halbjahreszeugnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben und will nun mächtig zulegen. Die intensive Vorbereitung beginnt Dienstag, 5. Februar.

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