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Meine Corona-Pause: Raphael Micus, Fußballer der SG Bellersen/Nethetal, hat während des Lockdowns verschiedene Sportarten für sich entdeckt

Triathlon und Marathon als Ziele

Rheder

Um 04.30 Uhr aufstehen, steht für viele im Urlaub nicht auf dem Programm. Doch für Raphael Micus gehörte es zu einem Highlight der Corona-Pandemie. „Ich war in der Zwangspause mit meiner Freundin sehr viel wandern. Zu den Höhepunkten zählte da natürlich der Urlaub in Garmisch mit der Besteigung der Zugspitze.“ Während der Pause entdeckte der Rhederaner aber auch andere Sportarten für sich.

Von Niklas Plückebaum

Raphael Micus hilft, wo er kann. So übernimmt er kleinere Renovierungsarbeiten im Vereinsheim oder mäht den Rasen. Foto: Niklas Plückebaum

„Fußball ist meine Leidenschaft und steht definitiv an erster Stelle. Aber da wir im gesamten letzten Jahr nur wenig spielen konnten, mussten Alternativen her“, sagt der ehemalige Bezirksligaspieler des SV Dringenberg. 2014 wagte Raphael Micus den Sprung vom B-Ligisten FC Aa Nethetal zum SVD. „Das war erst einmal eine Umstellung, zwei Klassen höher zu spielen. Zudem hatte ich im ersten Jahr das Pech, dass ich mir bei einem Hallenturnier das Kreuzband und den Meniskus gerissen und damit die komplette Rückrunde verpasst habe“, erzählt er über die erste Saison in Dringenberg. „Im zweiten Jahr lief es besser für mich. Ich habe immer mehr Einsätze gesammelt und mir letztendlich einen Stammplatz erspielt“, führt er aus. Während seiner Zeit bei den Blau-Gelben erlebte Micus viele Höhen und Tiefen. „Die Verletzung war definitiv einer der Tiefpunkte bei Dringenberg. Zu den Highlights zählt der Gewinn des Silvestercups 2014 in Paderborn. Außerdem war das Erreichen der Kreispokalendspiele 2016 und 2017 etwas Besonderes. Leider haben wir es in diesen Jahren nicht geschafft, den Pokal zu gewinnen. Dennoch sind es schöne Erinnerungen.“ Seit drei Jahren spielt Raphael Micus nun wieder bei seinem Heimatverein SG Bellersen/Nethetal. „Höherklassig zu spielen, hat viel Spaß gemacht und ich konnte viele Erfahrungen sammeln. Aber es bedeutet auch mehr Aufwand. Wir haben vier bis fünf Mal in der Woche trainiert und am Wochenende kamen die Spiele dazu. Dies war mit dem Beruf irgendwann schwer zu vereinbaren. Außerdem hatte ich immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Daher bin ich zu Nethetal zurückgekehrt“, erklärt der 31-Jährige.

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