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Fußball: Hermann-Josef Koch kandidiert beim Kreistag in Bonenburg erneut

»Unser Team steht«

Bonenburg (WB/syn). 219 Delegierte wählen an diesem Freitag beim Fußball- und Leichtathletik-Kreistag in Bonenburg einen neuen Kreisvorstand. Alle drei Jahre stellt sich die Führungsriege zur Wahl. Chef Hermann-Josef Koch (64) hat bereits im Vorfeld angekündigt, dass er nun letztmalig kandidieren werde. Mit dem Kreisvorsitzenden hat Redakteurin Sylvia Rasche gesprochen.

Kreisvorsitzender Hermann-Josef Koch (64) stellt sich am Freitag noch einmal zur Wahl. Foto: Sylvia Rasche

Herr Koch, Sie sind seit dem Jahr 2000 Höxteraner Kreisvorsitzender, seit 2013 auch Chef des fusionierten Kreises. Was reizt Sie an dieser Aufgabe, so dass Sie sich noch einmal zur Wahl stellen?

Hermann-Josef Koch: Die Kommunikation mit den Vereinen macht mir großen Spaß. Der Austausch mit der Basis ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Ich bin fast jede Woche auf einem unserer Fußballplätze unterwegs und schaue mir ein Spiel an. Auf der anderen Seite ist der Verwaltungsaufwand mit den Jahren leider immer mehr geworden.

Sie haben sich mit dem Kreisvorstand im Hinblick auf den Kreistag schon Anfang des Jahres zu einer Klausurtagung in Kaiserau getroffen. Wie verlief diese Premiere?

Koch: So gut, dass wir in Zukunft einmal im Jahr oder alle eineinhalb Jahre so eine Tagung wiederholen wollen. Wir konnten uns ohne Zeitdruck austauschen und Projekte erarbeiten. Außerdem ist auch das Miteinander nach getaner Arbeit wichtig. Wir haben ein sehr gutes Klima im Kreisvorstand. Ich kann mich auf alle Ausschüsse bedingungslos verlassen.

Hermann-Josef Koch

Können Sie ein Thema nennen, das Sie während der Tagung besprochen haben?

Koch: Ja, natürlich. Wir wollen die Qualifizierung und Vereinsentwicklung verstärkt vorantreiben und den Vereinen weitere Angebote in diesem Bereich machen, ihnen Möglichkeiten für die eigene Arbeit aufzeigen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Vor drei Jahren gab es beim Kreistag eine geheime Abstimmung über einen Vorstandsposten. Erwarten Sie diesmal ebenfalls zwei Kandidaten für ein Amt?

Koch: Das könnte schon passieren. Jeder Delegierte hat das Recht, einen Vorschlag zu unterbreiten. Gewählt werden in Bonenburg die Vorsitzenden der Ausschüsse. Unser Team steht. Wir werden uns klar positionieren. Man kann aber nicht ausschließen, dass es in einem Bereich zu einem Gegenkandidaten kommt.

Blicken wir auf die vergangene Wahlperiode. Welche Entwicklung im Kreis Höxter hat Sie besonders gefreut?

Koch: Gefreut hat mich, dass die Vereine untereinander und auch mit uns als Vorstand enger zusammenarbeiten. Die Kommunikation findet auf einer guten Ebene statt.

Was hat Sie geärgert?

Koch: Dass man manchmal Nackenschläge bekommt, obwohl man eigentlich alles geklärt hat. Ein Beispiel sind die Freitagsspiele. Die Vereinsvertreter haben sich auf einer Arbeitstagung einstimmig für die Ansetzungen am Freitagabend ausgesprochen. Später beklagen sich die Trainer, dass sie den Freitag für das Abschlusstraining brauchen und kritisieren uns als Vorstand dafür massiv.

Hermann-Josef Koch

Wo liegen die größten Herausforderungen im Sportkreis?

Koch: Darin, die Mannschaftszahlen zu erhalten. Das heißt, ihren Rückgang zu stoppen. Wir wollen die drei C-Liga-Staffeln erhalten. Ob uns das auf Dauer gelingt, weiß ich nicht. Es ist schwer im ländlichen Raum.

Haben Sie Lösungsansätze dafür?

Koch: So einfach ist das nicht. Es wird aber eine Studie der Universität Duisburg-Essen zum Thema »Fußball im ländlichen Raum« am Beispiel des Kreises Höxter geben. Professor Dr. Ulf Gebken wird dazu vor allem mit Vereinen und Schulen des Kreises Kontakt aufnehmen. Der Studienauftrag ist ein Ergebnis des Vereinsdialoges mit Phönix Höxter im vergangenen Jahr. Für uns ist diese Studie eine Chance, neue Erkenntnisse direkt vor Ort zu erhalten und diese dann umsetzen zu können.

Der Sportkreis Höxter hat 2019 erstmals E-Fußball-Kreismeisterschaften ausgerichtet. Es gab eine große Resonanz. Wie stehen Sie dazu?

Koch: Unser Schwerpunkt bleibt der Fußball auf dem Feld. Die Veranstaltung in Amelunxen hat aber gezeigt, dass es großes Interesse am E-Fußball gibt. Er bietet den Vereinen vielleicht auch die Chance, Jugendliche zu halten.

Der Verband hat angekündigt, dass ab der kommenden Saison Vereine, die zu ihren Spielen nach dem 1. Mai einer Saison nicht antreten, mit einem Punktabzug in die Folgesaison starten. Wie stehen Sie dazu?

Koch: Ich finde das hervorragend! Die Spieltermine stehen lange fest, danach muss man sich mit seinen Feiern oder Mannschaftsfahrten richten. Es ist unsportlich, Spiele abzusagen. In einem der beiden anderen Westdeutschen Verbände hatten die Absagen sogar Auswirkungen auf Auf- und Abstieg. Das geht gar nicht.

Der Kreistag

Die Vereinsdelegierten treffen sich an diesem Freitag, 26. April, um 19 Uhr in der Gemeindehalle in Bonenburg. Gewählt werden der Kreisvorsitzende, sein Stellvertreter, die Ausschussvorsitzenden und der Kassierer. »Dabei gibt es eine Ausnahme: Der Vorsitzende des Kreisjugendausschuss, Horst Sündermann, ist bereits beim Jugendkreistag gewählt worden und muss auch nicht mehr von uns bestätigt werden«, informiert Hermann-Josef Koch. Die Ausschussmitglieder werden nicht gewählt, sondern benannt. Gewählt werden dagegen alle Mitglieder des Kreissportgerichts.

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