1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Hoexter
  6. >
  7. Von Mister Cool bis zur guten Seele

  8. >

Raffaele Wiebusch stellt Nieheims Meistermannschaft vor

Von Mister Cool bis zur guten Seele

Nieheim (WB). »FC Nieheim siegt im Spitzenspiel.« »Nieheim hat die Nase vorn.« »Nieheim triumphiert – Puhl trifft.« So lauten einige der Schlagzeilen, die die Erfolge des Meisters der Fußball-Bezirksliga Staffel drei und Kreispokalsiegers des Sportkreises Höxter auf den Punkt bringen. »Nach einem hol­prigen Saisonstart ist die Mannschaft im sportlichen Wettstreit um die Stammplätze zu einer verschworenen Gemeinschaft geworden«, sagt Trainer Raffaele Wiebusch, der mit dem doppelten Erfolg einen perfekten Abschied feierte. Mit viel Humor stellt der 38-Jährige seine Spieler vor.

Wolfgang Tilly

Begeisterung in Nieheim: Nach dem 1:0-Sieg gegen den ärgsten Konkurrenten Neuenbeken feierten Givanni Ovenhausen-Martinez (von links), Manuel Trost, Salvatore Mazza, Vincenzo Cesa, Emanuel Yanik, Patrick Schmeier und Christopher Scherf den Landesliga-Aufstieg. Foto: Oliver Temme

Marcel Kickert: Dank Marcel konnten einige Spieler während des Trainings im Vier-gegen-Zwei ihre Sprungkraft stark verbessern. Und am Rande bemerkt: Marcel hat in dieser Saison jedes Spiel, in dem er im Tor stand, gewonnen.

Ahmet Aydincan: Er ist unser Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Privat ein lieber Kerl, zieht er jedoch beim Anpfiff komplett in den Kampf und tut alles, um zu gewinnen.

Christopher Scherf: Er schreibt gerade sein erstes Buch. Der Titel lautet: »Mein Körper und ich«. Wir tippen darauf, dass es ein Bestseller wird.

Sami Tuncel: Sami ist unser bestes Beispiel für den Jojo-Effekt. Er braucht nur eine Schokolade angucken, schon hat er zugenommen. Wenn ihn aber der Ehrgeiz gepackt hat, hat er stets top Leistungen gebracht.

Roland Sitnikov: Roland ist unser Kapitän und der Mann für die wichtigen Tore. Auf Mallorca ist er endgültig zur absoluten Legende aufgestiegen.

Julian Herbst: Rasch die Treppe runterlaufen und schon wieder verletzt. Julian hatte einfach viel Pech. Mittlerweile ist der Linksfüßler aber unkaputtbar.

Pascal Otte: Den Eckfahnenjubel seines Vaters hat er noch nicht übernommen. Mit unserem Aufstieg hat er nun aber zuhause für immer gute Argumente.

Philippe Soethe: Philippe ist Mister Cool höchstpersönlich. Er hat in wichtigen Momenten stets Verantwortung übernommen, egal ob beim Elfmeter oder bei der Getränkebestellung für das Team.

Manuel Trost: Ob sein Spitzname »Ackergaul« am Laufstil oder eher an seinen fünfzehn Kilometern Laufleistung im Spiel liegt, bleibt ein Geheimnis.

Tobias Puhl: Unser offizieller Getränkebeauftragter organisierte während der Saison vorbildlich den Nachschub an Kaltgetränken und hat uns nebenbei noch zur Meisterschaft geschossen.

Robert Wezorke: Die taktischen Vorgaben hat unser Co-Trainer meist nach zehn Minuten über Bord geworfen. Dann hat er laut Attacke gerufen und alles unter Druck gesetzt, was auf und neben dem Platz anwesend war.

Emanuel Yanik: » Trainer, Freitag kann ich nicht, aber Sonntag 90 Minuten kein Problem«, ungefähr so haben unsere wöchentlichen Gespräche angefangen. Dann hat Emanuel aber auf dem Platz immer spitze agiert.

Salvatore Mazza: Seiner Meinung nach hätte Italiens Angreifer Filippo Inzaghi vor 20 Jahren Weltfußballer werden sollen. Mehr muss man eigentlich nicht sagen, denn mit dieser Ansicht steht er ganz allein. Trotzdem ist Salva ein richtig netter Kerl und hat uns den Pokalsieg im Elfermeterschießen geschenkt.

Hendrik Müller: Der Rimbecker ist ein sicherer Abwehrspieler und auch unsere Stimmungskanone. In den beiden Topspielen gegen Neuenbeken war Hendrik jedoch leider jeweils der gefährlichste Mann des SCV. Da hat er zwei Elfer verursacht und eine rote Karte kassiert. Sein Vertrag wurde trotzdem verlängert.

Lars Thorenmeier: »Thore« sagte mir gleich am Anfang einmal, dass er in seiner eigenen Welt unterwegs ist, wenn er den Ball hat. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass es in dieser Welt weder System noch Taktik oder Mitspieler gibt. Trotzdem gehört er zu den größten Talenten im Sportkreis Höxter.

Ufuk Basdas: Ufuk hat im vergangenen halben Jahr schon einmal ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die Spiele von der Bank aus anfühlen. Am letzten Spieltag hat mein Nachfolger dann noch einmal gezeigt, was für ein großartiger Fußballer er ist.

Jonathan Kros: Jonathan gehört zu den Nachwuchstalenten unserer Mannschaft. Der Stürmer würde seinen Teamkollegen eine Freude bereiten, wenn er öfter mal das Tor treffen würde.

Giovanni Ovenhausen-Martinez: »Technik wie Hugo, Körper wie Boss« – diesen Slogan hat der Junge perfekt verinnerlicht. Giovanni ist die gute Seele des Teams, stets zuverlässig und noch längst nicht am Leistungslimit.

Vincenzo Cesa: Der Rechtsaußen hat die Hinserie in der Form seines Lebens gespielt. In der Rückserie hätten wir ihn lieber als Maskottchen einsetzen sollen.

Fahri Isik: Er ist ein feiner Kerl, der mit Patrick Schmeier ein kongeniales Duo in unserer zweiten Mannschaft bildet. Er war aber auch immer zur Stelle, wenn wir ihn gebraucht haben.

Startseite