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Trio nimmt im gefährlichen Bezirksliga-Fahrwasser Kurs auf

Wieder Land in Sicht

Kreis Höxter (WB). Auf stürmischer See der Fußball-Bezirksliga zeigen drei Sorgenkinder des Kreises Höxter im Abstiegskampf Flagge. Die Kicker des TuS Erkeln, des SV Höxter und des FC Stahle wollen (können) den Untergang vermeiden.

Jürgen Drüke

Das rettende Ufer rückt näher: Daniel Fischer (links) hat mit dem FC Stahle zuletzt ein Ausrufezeichen gegen das Spitzenteam SC Borchen gesetzt. Mehmet Köse (rechts) landet mit dem TuS Erkeln den zweiten Saisonsieg. Foto: Michael Risse

Wieder Land in Sicht. Die ­Schiffe von FCS, TuS und SVH bewegen sich zwar immer noch im gefährlichen Fahrwasser, doch hat das jeweilige Personal Ausrufezeichen gesetzt. »Meuterei in der Bezirksliga« oder »Aufstand der Kellerkinder«. Beide Titel passten zur Inszenierung des heimischen Trios am vergangenen Spieltag.

Da hatte der Kapitän des Traumschiffes TuS Erkeln seinen Matrosen in der vergangenen Woche mangelnde Einstellung und fehlenden Charakter ins Stammbuch geschrieben. Spielertrainer Erdogan Acar war tief enttäuscht und wütend. Ein Schiff, das aufgrund seiner Ausstattung in der Spitzengruppe unterwegs sein sollte, ­hatte sich ins gefährliche Fahrwasser begeben. Dann der 14. Spieltag: Ganze sechs Punkte standen bis dahin auf dem Konto. Erkeln steuerte 90 Minuten schnurstracks nur eine Richtung. Die gegnerische Flotte wusste nicht wie ihr geschah und erhielt letztlich fünf Schüsse vor den Bug. 5:0 für die Grün-Weißen gegen den Blomberger SV. Am 14. Spieltag hat der TuS Fahrt aufgenommen und seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Mit neun Zählern ist der TuS weiterhin Vorletzter. Der zweite Saisonsieg soll die Aufholjagd einleiten.

Einstiger SVH-Luxusliner akklimatisiert sich

Da hatte der SV Höxter erst im Frühsommer das Meer mit dem Namen Landesliga verlassen müssen. Der Untergang war aufgrund des personellen Umbruchs absehbar gewesen. Der einstige SVH-Luxusliner steuert seit dem 14. August die Häfen in der Bezirksliga an. Oft verließen sie diese in der Anfangsphase enttäuscht. Im eigenen Hafen waren sie am 14. August mit einer 0:3-Schlappe gegen den TuS Erkeln gestartet. Sie kamen zunächst so gar nicht in die Gänge. Inzwischen haben sich die Rot-Weißen gefunden und einen positiven Trend eingeleitet. Die Youngster aus dem Zuliefererschiff der A-Jugend des Vereins sorgen für Qualität und Erfolge. Zehn Punkte haben die Kreisstädter aus den vergangenen fünf Spielen geholt. Nach dem neunten Spieltag stand ein einziger Zähler. Inzwischen sind es elf. Die Rot-Weißen sind im tiefen Gewässer der Bezirksliga längst keine Leichtmatrosen mehr und haben am vergangenen Sonntag mit dem 4:3 beim RSV Barntrup die zuletzt konstanten Auftritte bestätigt. Elf Punkte sind immer noch zu wenig. Die Richtung führt beim SVH seit fünf Wochen klar nach oben.

Da hatte der FC Stahle in der vergangenen Saison auf dem Meer der A-Liga die Meisterurkunde erhalten. Mit dem erfahrensten aller Steuermänner im Kreis Höxter ging es hinein in die Bezirksliga. Norbert Dölitzsch wird stark, wenn die See rau und ungemütlich wird. Von Niederlagen lässt sich der 62-jährige nicht umwerfen. Die Schwarz- Weißen haben nun dem arrivierten SC Borchen Anschauungsunterricht in Sachen Effektivität gegeben und 2:0 gewonnen. Vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen passen. Nach Akklimatisierungsproblemen tritt der FCS kompakt auf. Untergangsstimmung war einmal. Stahle ist angekommen und wird bei elf Zählern nachlegen.

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