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Bezirksliga-Derby: FC Nieheim – SV Höxter 2:0 (0:0)

Zitterspiel bis zum Schluss

Nieheim  (WB). Temperaturen bis an die 40 Grad. Die Hitze war im Bezirksliga-Derby der größte Gegner des FC Nieheim und des SV Höxter. Die Gastgeber siegen letztlich verdient 2:0.

Jürgen Drüke

FCN-Kapitän Roland Sitnikov setzt sich gegen die Höxteraner Lauri Pechbrenner (Nummer 16) und Michal Pietrzyk durch. Die Weberstädter landen bei großer Hitze letztlich einen 2:0-Derbysieg gegen die Kreisstädter. Foto: Jürgen Drüke

Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit. Spielertrainer Raffaele Wiebusch, der das Spielfeld bereits nach 16 Minuten aufgrund einer Oberschenkelverletzung verletzt verlassen musste, hatte nach fünf Minuten den frühen Führungstreffer verpasst: Aluminium stand SVH-Schlussmann Dennis Ferranti hilfreich zur Seite. Das war auch schon der einzige Höhepunkt im ersten Abschnitt. »Beim Aufwärmen haben wir alle gespürt, dass uns die Hitze heute lähmen würde«, sagte Wiebusch später. Die Höxteraner, die mit drei A-Juniorenspielern in der Anfangsformation begannen, waren taktisch gut eingestellt worden. Torchancen ließen sie für den FCN kaum noch zu. In der 38. Minute legte Außenstürmer Serkan Akman, der an diesem Nachmittag mit einigen sehenswerten Aktionen aufwartete und von der Defensivabteilung der Gäste kaum zu stoppen war, mustergültig auf den für Wiebusch eingewechselten Engin Yildiz zurück. Dessen Schuss aus 14 Metern Torentfernung wurde von Ferranti pariert. 60 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff fand Yildiz in der Nummer eins des SVH erneut seinen Meister.

Wind sorgt in Hitzeschlacht für Abkühlung

In der Halbzeitpause kam Wind auf. Eine kleine Abkühlung, welche Spieler und Zuschauer sehnlichst erhofft hatten. Dunkle Wolken zogen auf, ein Gewitter drohte. Dieses zog an Nieheim vorbei. Der Wind sorgte für schnelleres Spiel beim Gastgeber. Wiebusch befand nach dem Schlusspfiff: »Wir haben gute Chancen fahrlässig vergeben. Dann hätten wir nicht bis zur letzten Sekunde zittern müssen.«

180 Sekunden waren im zweiten Durchgang absolviert, als die FCN-Fans das 1:0 bejubelten: Der agile Engin Yildiz flankte von halb-linker Seite und Burak Gözlü, der nach Stellungsfehler der jungen Höxteraner Defensivabteilung völlig frei stand, beförderte den Ball aus acht Metern Torentfernung mit Vehemenz in die Netzmaschen. War der Bann jetzt gebrochen? Der SVH steckte zumindest kämpferisch nicht auf. Der FCN forcierte seine Vorwärtsbewegungen. Immer wieder setzte sich Serkan Akmann auf der linken Außenbahn in Szene und sorgte für die Vorlagen. Engin Yildiz vergab die Möglichkeit zum 2:0 nach Vorarbeit von Akman. Kemal Akman (73.) und Wirbelwind Sekan Akman (76.) scheiterten ebenfalls. In der 84. Minute hätte Schiedsrichter Kilian Krämer allerdings auf Handelfmeter für Höxter entscheiden müssen: Der Nieheimer Fahri Isik hatte den Ball mit der Hand gespielt. Nur 60 Sekunden später unterlief FCN-Schlussmann Marcel Kickert an der Strafraumgrenze einen Ball im Herauslaufen und im Luftduell mit dem Höxteraner Angreifer Stefan Schmidt. In der 94. Minute sorgte Fahri Isik nach Konter für den 2:0-Endstand.

»Für uns war hier mehr drin«, resümierte SVH-Trainer Marinko Djak und war sauer: »Der Schiedsrichter hätte mindestens einen Elfer für uns geben müssen.«

FC Nieheim: Kickert – Lemberger, Tuncel, Sitnikov, Koch, Wiebusch (16. Yildiz), K. Akman (81. Minich), S. Akman, Isik, Aydin, Gözlü (88. Fakhreddine)

SV Höxter: Ferranti – Hielscher, Rössing, Gierse, Pietrzyk, Ortmann (60. Kahya)), Gerdemann (60. Gorges), Balch (75. Voss), Sahatjian, Schmidt, Pechbrenner

Zuschauer: 200

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