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Vereinspolitik: SV Bredenborn belegt Platz zwei beim NRW-Wettbewerb „Sterne des Sports“

Alte Germanen auf neuen Pfaden

Bredenborn (WB). Der SV Bredenborn ist im Wettbewerb „Sterne des Sports“ mit dem zweiten Platz auf Landesebene ausgezeichnet worden und hat damit den verdienten Lohn für sportliche Initiativen mit Vorbildcharakter erhalten.

Der SV Bredenborn ist zweiter Preisträger „Sterne des Sports“. Das Foto zeigt von links: Diethelm Krause (Vizepräsident Landessportbund NRW), Holger Haueisen (1. Vorsitzender SV Germania Bredenborn), Thorsten Schiller (Kreissportbund Höxter), Christof Müller (Projektinitiator), Thomas Albers (Bereichsleiter Vertriebsmanagement Vereinigte Volksbank). Foto:

Sechs Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen hatten es beim Wettbewerb der Volksbanken und Raiffeisenbanken um die „Sterne des Sports“ bis zur Endrunde auf Landesebene geschafft. Unter ihnen der SV 21 Germania Bredenborn, der seine Bewerbung bei der Vereinigten Volksbank eingereicht hatte und für sein Projekt mit einem „Kleinen Stern des Sports“ in Silber belohnt wurde. Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ gilt als „Oscar des Breitensports“.

Wandel zum modernen Verein

Der SV 21 Germania Bredenborn wurde für die Maßnahme „Alte Germanen auf neuen Pfaden – der Wandel eines traditionellen Fußballvereins zu einem Sportverein!“ ausgezeichnet. Weil die Mitglieder in dem typischen Dorfverein immer weniger und immer älter wurden, beschloss der Verein, sich zu verändern.

Die Umsetzung dieser Veränderung spiegelt sich in dem erweiterten Angebot für verschiedene Alters- und Interessengruppen wider. Heute gibt es neben Kinderturnen auch Boule und eine Rehasport-Abteilung. Vor allem an junge Frauen richten sich die Kurse „Drums alive - Trommel Dich fit!“ und „Fit Mix – Verein statt Studio“. Im Bereich Breitensport für Männer wird „Cross Fit“ angeboten. Auch Radfans kommen auf ihre Kosten: Für Jugendliche ist ein Parcours zum Mountainbiken geplant und für die Älteren eine Gruppe zum E-Biken.

Corona verhindert große Preisverleihung

In diesem Jahr musste man allerdings wegen der Corona-Pandemie auf die feierliche Preisverleihung im festlichen Rahmen in Düsseldorf und – wie in den Vorjahren – auf die Mitwirkung von Repräsentanten der Landesregierung verzichten. Die Übergabe der Preise erfolgte deshalb im kleinen Rahmen beim Sportverein Bredenborn und der Vereinigten Volksbank vor Ort. Als besonderen Gast durfte der Verein den Vizepräsidenten des Landessportbundes NRW, Diethelm Krause, begrüßen. „Die Entwicklung vom einfachen Fußballclub zum Breitensportverein für Jedermann hat die Jury, bestehend aus Vertretern des Genossenschaftsverbandes, des Landessportbundes NRW, des WDR, der Staatskanzlei des Landes NRW und einer Volksbank, beeindruckt. Umso mehr freuen wir uns, diese besondere Leistung heute mit dem “Kleinen Stern” in Silber und einem Preisgeld würdigen zu dürfen“, betont Krause.

Auch Thorsten Schiller vom Kreissportbund Höxter dankte dem SV Bredenborn für das unermüdliche Engagement und für die Bereicherung des Sportangebots zu danken. „Das vielseitige Spektrum an Möglichkeiten, welches der Verein seinen Mitgliedern bietet, ist sehr lobenswert und nimmt eine klare Vorreiterrolle im Kreis Höxter ein”, so Schiller.

„SV 21 ist wichtiges Vorbild“

Zu den Gratulanten bei der Preisübergabe gehörte auch Thomas Albers von der Vereinigten Volksbank. „Sportvereine wie der SV Bredenborn sind wichtige Vorbilder vor Ort und leisten einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. In einer Zeit, in der alles schneller, hektischer und stressiger ist, bietet das Vereinsleben im Dorf einen wichtigen Gegenpol, um dem Alltag zu entfliehen, die Sorgen zu vergessen und natürlich seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Mit dem Projekt „Alte Germanen auf neuen Pfaden“ wurde deutlich, dass im SV Bredenborn viel mehr steckt, als in einem herkömmlichen Sportverein.“

Thomas Albers hob vor allem Projektinitiator Christof Müller, der sehr viel Zeit, Arbeit und Herzblut in die Aktion investiert habe, und den ersten Vorsitzenden Holger Haueisen, der die Durchführung des Projektes ermöglicht habe, hervor.

„In einer spürbar unruhiger werdenden Gesellschaft sind unsere vielen engagierten und um Zusammenhalt bemühten Sportvereine ein unverzichtbarer Anker für breitensportliche Aktivitäten, die den Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität nachweislich positiv beeinflussen. Diese nicht zuletzt auch nachhaltig angelegten Projekte stärken nicht nur das Miteinander aller Generationen, sondern dienen als wirklich überzeugende Beispiele für die unglaubliche Vielfalt an der sportlichen Basis“, betonte LSB-Präsident Stefan Klett in der Laudatio für alle Preisträger.

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