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Beim A-Ligisten SG Altenbergen/Vörden sind die Aussichten gut

Dinosaurier will ins 14. Jahr gehen

Altenbergen/Vörden  (WB). Die SG Altenbergen/Vörden sieht sich im Abstiegskampf gut positioniert und hat das 14. Jahr hintereinander in der Kreisliga A im Visier. Engagierte Trainer und junge Spieler sollen eine starke zweite Saisonhälfte garantieren.

Oliver Temme

Ran an den Mann: Altenbergens David Dierkes (hinten) gibt Arthur Rüßmann vom SV Brenkhausen/B. keinen Millimeter Raum. Foto: Jürgen Drüke

Seit dem fußballerischen Zusammenschluss der beiden Nachbarorte zur Saison 2007/2008 spielt die SG Altenbergen/Vörden ununterbrochen im Kreisoberhaus. Die Zeichen stehen gut, dass den immer mal wieder abstiegsgefährdeten A-Liga-Dinosaurier auch in diesem Jahr der Klassenerhalt gelingt. Der Tabellenzehnte weist mit 19 Punkten aus 17 Spielen eine solide Bilanz auf. In der tabellarisch zweigeteilten Kreisliga A ist die SG damit das zweitbeste Team der unteren Hälfte. So schätzt SG-Übungsleiter Carsten Sager die Lage in der Liga ein: „Man muss schon sagen, dass nach Platz acht ein relativ großes Gefälle herrscht.“ Deshalb wären sie bei der SG mit dem jetzigen Rang als Abschlussplatzierung vollauf zufrieden. “Obwohl wir immer noch nicht aus dem Schneider sind, was den Klassenerhalt betrifft. Der steht an oberster Stelle“, betont und mahnt Sager zugleich.

Gute Aussichten

Steigen am Ende zwei heimische Teams aus der Bezirksliga ab, dürfte zwar für die SG bei zehn Punkten Vorsprung auf den Drittletzten nur im Ausnahmefall etwas anbrennen. Aber: Drei oder vier Bezirksliga-Absteiger würden bedeuten, dass sich vier Teams aus der A-Liga nach unten verabschieden. Gemäß diesem Szenario beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz mickrige vier Zähler. “Wir müssen noch die nötigen Punkte holen”, verdeutlicht Carsten Sager, der das 13. Spiele umfassende Restprogramm im Kopf hat. “Nach der Winterpause geht es gegen TiG Brakel und Bad Driburg, da wäre es super, wenn wir irgendwie punkten. Wichtig sind die Spiele danach gegen Würgassen und Neuenheerse/Herbram.” Dass sich die Teams aus der unteren Tabellenhälfte eher auf die Spiele untereinander konzentrieren und die übrigen Vergleiche als Chancen auf „Bonuspunkte“begreifen, steht exemplarisch für die Saison 2019/2020. Dabei gelangen der SG Altenbergen/Vörden zwei beachtliche Unentschieden gegen die Topteams SG Kollerbeck/Rischenau und Warburger SV. Speziell beim 2:2-Remis im Warburger Hüffertstadion wusste die Elf von Carsten Sager zu überzeugen. “Es war mein zweites Spiel, nachdem ich die Mannschaft am elften Spieltag übernommen hatte. Wir hätten es von den Chancen her sogar verdient gehabt, als Sieger vom Platz zu gehen”, blickt der 38-jährige Übungsleiter zurück. Aufgrund hoher Niederlagen gegen Vinsebeck, Höxter und Stahle fällt die Bilanz des in Stahle wohnenden Familienvaters mit fünf Punkten aus sieben Partien nicht ganz so gut aus – aber nur auf den ersten Blick. Dank des 1:0-Siegs gegen den SV Albaxen liegt der neue Coach voll im Soll.

Beste Zusammenarbeit

Beide Seiten, Vorstand und Trainer, sind daher voll des Lobes über die seit Ende September bestehende Zusammenarbeit. “Die Zusammenarbeit mit Theo Meier als Co-Trainer läuft ideal”, sagt Jörg Ludwig. Der erste Vorsitzende hatte die Mannschaft vom dritten Spieltag gemeinsam mit Führungsspieler Robin Kreimeyer unter seinen Fittichen, nachdem sich Meier aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte. Die SG-Verantwortlichen ließen sich bei der Trainersuche Zeit, wollten „nicht auf Biegen und Brechen einen neuen Coach präsentieren”, berichtete Ludwig. Danach stellte ein Arbeitskollege von Carsten Sager den Kontakt zwischen Trainer und Verein her. “Nach super Gesprächen vereinbarten wir die Zusammenarbeit. Und dann hat sich unerwartet auch noch Theo Meier gemeldet und sich als Co-Trainer angeboten”, blickt Ludwig zurück. “Wir sind froh, dass es Theo gesundheitlich wieder besser geht und er weiter mit dem Team arbeiten kann. Das wollte er unbedingt.”

Zum Aufgalopp ins Jahr 2020 erwartet das Trainerteam die junge Mannschaft am 17. Januar. Als Standortbestimmungen dienen Testspiele gegen MTV Bevern, MTSV Eschershausen sowie SV Holzhausen/Erwitzen. Das Augenmerk wird auf der Offensive liegen. “Nur 21 geschossene Tore sind der drittschlechteste Wert der Liga und damit zu wenig”, sieht Sager Nachholbedarf. Außerdem möchte der Übungsleiter Wachsamkeit vermitteln. “Wir bekommen in den ersten Spielminuten oder sofort nach der Halbzeit Gegentore eingeschenkt. Die Ursachenbekämpfung fängt für mich beim Aufwärmen an. Da müssen die Jungs bereits grelle sein.” Wenn sie das in den Griff bekommen, darin sind sich die Verantwortlichen einig, wird die SG Altenbergen/Vörden auch in der 14. Saison hintereinander Mitglied der Kreisliga A sein.

Statistik uns Trainer-Antworten

Top-Torjäger: Simon Rau (acht Tore)

Heimbilanz: drei Siege, zwei Remis, drei Niederlagen

Auswärtsbilanz: zwei Siege, zwei Remis, fünf Niederlagen

Höchster Sieg: 4:1 beim FC Neuenheerse/Herbram, höchste Niederlage: 0:6 gegen Vinsebeck, 1:7 gegen Höxter

Wer wird Meister? “Der SV Höxter wird das Rennen machen. Warburg gehört angesichts der Strukturen im Verein in die Bezirksliga.”

Wer ist der Spieler des Jahres? “Ich würde die Frage gerne am Saisonende beantworten. Aktuell sehe ich in der A-Liga etwa elf Spieler.“

Wo steht Altenbergen am Saisonende? „Wir wollen mindestens Zehnter bleiben. Das wäre ein großer Erfolg. Noch ein Platz besser wäre das Optimum. Die ersten acht Teams sind zu weit weg.”

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