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Fußball-Bezirksliga: Frauen des SV Kollerbeck wollen konstanter auftreten

Hinrunde wie eine Wundertüte

Kollerbeck (WB). Frauenfußball-Bezirksligist SV Kollerbeck will sich nach der Winterpause wieder steigern und konstanter spielen. „Unsere Hinrunde glich einer Wundertüte. Bisher war jedes Ergebnis bei uns möglich”, berichtet Kollerbecks Trainer Uwe Lindow, der mit seinem Team momentan auf dem achten Tabellenplatz überwintert.

Lena Brinkmann

Karina Niemann auf dem Weg nach vorn: Der SV Kollerbeck will sich in der Rückrunde stabiler präsentieren. Foto: Anna Beckmann

Damit liegen die Kickerinnen des SV Kollerbeck im Klassement zur Halbzeit hinter den Erwartungen zurück. Gerne wollen die Grün-Weißen am Saisonende den starken sechsten Platz aus dem Vorjahr in der Frauenfußball-Bezirksliga Staffel eins bestätigen.

„Absoluter Tiefpunkt waren unsere massiven verletzungsbedingten Ausfälle während der Hinrunde. Ich glaube nicht, dass es eine andere Mannschaft der Frauen-Bezirksliga mit Verletzungen so hart getroffen hat wie uns”, betont Lindow.

Mit einem 4:1-Sieg beim Landesligaabsteiger TuS Asemissen sind die Kollerbeckerinnen noch viel versprechend in die Saison gestartet und mischten zum Beginn in der Spitzengruppe mit. Auch knappe Niederlagen in starken Spielen gegen die Favoriten TuRa Löhne oder Sabbenhausen stellt Uwe Lindow als positiv heraus.

Doch im Saisonverlauf zogen sich wichtige Spielerinnen schwere Verletzungen zu. Mit Marie Brisgies (Meniskuseinriss) und Karina Niemann (Finger gebrochen) fiel die herausragende Kollerbecker Offensive der vergangenen Jahre weitgehend aus. Beide Stürmerinnen hatten vor ihren Verletzungen zum Saisonbeginn in wenigen Spielen bereits zwölf Treffer gemeinsam auf dem Konto. Zudem sind mit Alina Hachmeier, Abwehrchefin Vanessa Balke und Torhüterin Alicia Rustemeier weitere wichtige Stützen verletzungsbedingt ausgefallen. Insbesondere in den Auswärtsspielen war die Personalnot oft groß. „Wir sind trotzdem immer angetreten. Aber dann waren wir in einigen Partien wie gegen Vlotho, Rehme oder Pödinghausen chancenlos. Ich habe vor der Saison gesagt, das wir jeden Gegner der Liga schlagen, aber auch gegen Jeden verlieren können. Das ist eingetreten“, hofft Uwe Lindow auf mehr Konstanz in der Rückrunde. „An der Stabilisierung der Defensive arbeiten wir bereits seit den vergangenen Spielzeiten. Unser Spiel-Naturell ist es fünf Tore zu schießen und hinten vier zu kassieren. Doch wenn dann vorne die Akteurinnen fehlen, passt es nicht mehr. Das zieht sich vom Training bis ins Spiel durch. In den Spielen haben wir die Bälle oft zu einfach verloren und waren sehr konteranfällig“, berichtet Uwe Lindow, der die Kollerbecker Fußballfrauen bereits im fünften Jahr trainiert. Mit den Zwillingen Patrice und Svea Hillebrand hat sich der SVK in der Winterpause mit zwei Neuzugängen vom Landesligisten SV Ottbergen/Bruchhausen verstärkt. Patrice ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar und Svea ist Torhüterin.

„Wenn die Verletzten dann nach und nach zurückkehren, ist der fünfte Platz realistisch. Mit dem Abstieg werden wir nichts mehr zu tun haben“, sagt Uwe Lindow. Testspiele in der Winterpause sind gegen den SV Benhausen, den FC Boffzen und die Spvg Brakel/Langeland geplant, bevor es am 16. Februar mit dem Nachholspiel der ersten Rückrundenpartie zu Hause gegen den TuS Asemissen weiter geht.

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