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In der Landesliga siegt FC Nieheim 1:0 gegen Espelkamp

Ein historischer Tag

Nieheim   (WB). 25. August 2019: Der FC Nieheim feiert den ersten Landesligasieg seiner Vereinsgeschichte. Stolz und Freude sind groß nach dem 1:0 gegen den FC Preußen Espelkamp. Nach einer Roten Karte für Roland Sitnikov agiert der FC zwei Drittel des Spiels in Unterzahl. Eduardo Filipe Domingues ist in der 84. Minute umjubelter Torschütze.

Michael Risse

Nieheimer Jubel nach dem Treffer von Eduardo Filipe Domingues: Jonas Thorenmeier springt auf die Spielertraube. Foto: Michael Risse

»Nach der roten Karte ist Nieheim über sich hinaus gewachsen«, so Espelkamps Co-Trainer Janis Kaspelherr. Chefcoach Tim Daseking war zu keinem Statement bereit. »Die Nieheimer haben mit ihren Mitteln gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit waren sie mit zwei oder drei guten Umschaltaktionen gefährlich«, betonte Haspelherr. Das taktisch disziplinierte Auftreten seiner Mannschaft war für Nieheims Trainer Ufuk Basdas der Schlüssel zum Erfolg. Aber sie wollten sich auch nicht verstecken. Pascal Otte setzte offensiv den ersten Akzent (5.) Vincenzo Cesa zog nach Flankenwechsel von Otte direkt ab (13.).

Hinten half ein wenig Glück, wie bei einem missglückten Rückpass von Jonas Thorenmeier (9.). Espelkamps Angreifer kam nicht zum Schuss, da der mehrfach glänzend agierende Torhüter Dominique Soethe heranrutschte.

Zur Schlüsselszene wurde eine Offensivaktion von Nieheims Kapitän Roland Sitnikov. Er zog nicht zurück vor Torhüter Nino Vom Hofe. »Ich treffe ihn auf jeden Fall«, sagt Sitnikov. »Aber es war mein erstes Foul. Gelb hätte mit der Aussage `Beim nächsten Mal gehst Du runter gereicht.«

Espelkamp gelang es nicht, ausreichend Druck aufzubauen. Nieheim blieb sporadisch gefährlich. So durch Philippe Soethe nach einem Freistoß (45.). Erneut Soethe kam zum Kopfball nach Freistoß von Hendrik Müller (49.). Manuel Trost traf die Latte (60.).

Zerfahrenes Spiel

Espelkamp mühte sich. Co-Trainer Kaspelherr gestand: »Das Spiel war zerfahren. Unser Übergangsspiel war schlecht. Wir haben es nicht hinbekommen, noch mehr torgefährliche Szenen zu erarbeiten.« Espelkamp will an die Spitze. Kaspelherr sagt: »Die Erwartungshaltung ist bei den Spielern selbst auch da. Aber dieses Spiel hat gezeigt, wir sind noch nicht so weit. Sechs Neuzugänge waren auf dem Platz.« Vorn fehlte die Konzentration, wie beim überhasteten Abschluss von Giacomo Serrone, der über die Abwehr hinweg angespielt worden war (86.). Nach einer Flanke von Serrone verfehlte Stefan Langemann den Ball (90.).

Zuvor hatte Eduardo Filipe Dominques nach Zuspiel von Jonathan Kros den entscheidenden Nadelstich gesetzt (1:0, 84.). Ufuk Basdas lobt: »Auch mit einem Mann weniger sind wir nicht von unserem Plan abgewichen. Klar, war noch mehr Laufarbeit nötig.« Glücklich und erschöpft saß das Team beim erfrischenden Getränk auf dem Spielfeld. Solche Spiele schweißen ein Team zusammen.

FC Nieheim: D. Soethe - Müller, Aydincan, Sitnikov, Otte (66. Wezorke), Thorenmeier, Trost (75. Kros), Puhl (86. Günther), Cesa (75. Domingues), Ovenhausen-Martinez

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