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FC Nieheim ist in der Bezirksliga spitze und trotzdem nicht am Ziel

Gipfelstürmer auf dem Weg

Nieheim  (WB). Beim FC Nieheim genießen sie den Moment: Der 6:1-Sieg gegen Anreppen erhält in der Bezirksliga, Staffel drei, nach den Patzern der Konkurrenten zusätzlich eine ganz besondere Note.

Jürgen Drüke

Die Hauptdarsteller des FC Nieheim lassen ihrer Freude freuen Lauf: Torjäger Tobias Puhl schreit sie hier nahezu heraus und wird von Kapitän Roland Sitnikov in die Höhe gehoben. Philippe Soethe (links) und Julian Herbst kommen hinzu. Foto: Fabian Scholz

Erstmals setzte sich der Topfavorit vom ärgsten Widersacher SCV Neuenbeken auch punktemäßig ab. »Wir haben uns in der Kabine natürlich sehr über das 0:0 von Neuenbeken gegen Heide Paderborn gefreut. Die 1:2-Niederlage des Dritten TSV Detmold passte für uns am vergangenen Sonntag in einen gelungenen Spieltag«, gab Trainer Raffaele Wiebusch Einblicke in das FCN-Innenleben.

Momentaufnahme

Die Weberstädter haben bereits am 4. November mit dem 2:1 bei der DJK Mastbruch erstmals den ersten Platz erobert. An den beiden folgenden Spieltagen noch punktgleich mit Neuenbeken, ist der FCN nun erstmals in dieser Saison mit zwei Zählern vor dem ärgsten Widersacher Spitzenreiter. »Es sind 17 von 30 Spielen absolviert. Das ist eine Momentaufnahme«, betont Wiebusch. Trotzdem attestiert der Trainer, der bereits zahlreiche Aufstiege gefeiert hat, seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen Bestnoten. »Wir sind in Fahrt. Schade, dass es bis zur Winterpause nur noch zwei Spiele sind. Das sind allerdings schwere Aufgaben.« Beim SV Heide Paderborn geben die Nieheimer am kommenden Sonntag ihre Visitenkarte ab. Eine Woche später erwarten sie den TSV Detmold. Weihnachten wollen sie auf jeden Fall allein auf dem Gipfel genießen. »Ende Januar werden wir die Vorbereitung für die entscheidende zweite Saisonhälfte aufnehmen«, wird Wiebusch seinen Spielern nach kräftezehrenden fünf Monaten eine fünfwöchige Pause gönnen.

Favorit in der Spur

Der Favorit ist längst in der Spur. Sie sind zwar auf dem Gipfel, doch bis in die Landesliga ist es noch ein weiter Weg. Wiebusch ist inzwischen sicher, dass es auf einen Zweikampf mit Neuenbeken hinausläuft. Der Tabellendritte und vor der Spielzeit so hoch im Kurs stehende Post TSV Detmold hat bereits einen respektvollen Abstand von zehn Punkten auf den FCN.

Der Respekt der Konkurrenten ist ihnen längst sicher. Eine fast neuformierte Mannschaft hat inzwischen zu ihrer Klasse gefunden. Ein qualitativ großer Kader, und ein unbändiger Wille – das sind heuer die Markenzeichen der Nieheimer. »Die Konkurrenten sind seit Jahren eingespielt. Das war sicherlich ein Vorteil gegenüber uns«, sagt Wiebusch. Der FCN hat die schlechte Phase bereits hinter sich – zwischen dem siebten und neunten Spieltag hieß es zunächst 1:2 gegen Türk Horn, 2:1 wurde knapp gegen Schlusslicht Warburger SV gewonnen und auf eigenem Platz folgte ein 0:1 gegen den SV Atteln. »Danach haben wir gegen Peckelsheim und Borgen­treich nicht gut gespielt, aber gewonnen. Das war sehr wichtig«, betont Wiebusch.

Sechs weitere Siege

Es folgten bis zum jetzigen Zeitpunkt sechs weitere Dreier. »Die Mannschaft will unbedingt. Die Chemie und die Qualität stimmen.« Das sind für den FCN-Trainer die Voraussetzungen des Erfolgs. In den vergangenen Wochen haben sie zahlreiche Leistungsträger über lange Zeiträume ersetzen müssen. Es lief trotzdem bestens weiter.

Die Bilanz ist top: Der FCN hat in der Fremde acht von neun Spielen gewonnen und ist bestes Auswärtsteam. Die Heimbilanz weist 18 von 24 möglichen Zählern auf. »Wir wollen in die Landesliga«, sagt Wiebusch. Der Gipfel ist eben noch nicht die Endstation.

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