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Fußball: FC Nieheim verliert 1:2 in Hövelhof

In Halbzeit eins neben der Spur

Hövelhof/Nieheim (WB). Der FC Nieheim startet mit einer unterm Strich unnötigen 1:2-Niederlage beim Hövelhofer SV in die Landesligasaison. Letztlich war es wohl die Überheblichkeit im ersten Durchgang, die dem Aufsteiger zum Verhängnis wurde.

Wolfgang Tilly

Verbissener Zweikampf: Nieheims Hendrik Müller (rechts) setzt sich gegen Hövelhofs Captain Maximilian Kaspar durch. Foto: Wolfgang Tilly

Die Gäste hatten den Gastgebern in den ersten 45 Minuten sehr viel erlaubt. Das war der Grund für die Niederlage. In den zweiten 45 Minuten rannten die Nieheimer einem 0:2-Rückstand hinterher und trafen nur noch einmal. Der Landesligaauftakt in der Hövelhover Waldkampfbahn ging für den FCN gänzlich daneben. »Wir haben im ersten Abschnitt einen Auftritt hingelegt, der eine Beleidigung für den Verein und unsere Fans war«, reagierte Trainer Ufuk Basdas stinksauer. Nach einer ruhigen, aber bestimmten Trainer-Ansage in der Pause besann sich das in der Bezirksliga mit Siegen verwöhnte Team und drückte Hövelhof im zweiten Abschnitt in die Defensive. Am Ende zitterten sich die Protagonisten des Gastgebers mit zwei Auswechselungen in der fünfminütigen Nachspielzeit zum Sieg.

Gastgeber bestimmt Spiel

Von Beginn an war Hövelhof die spielbestimmende Mannschaft. Ruhig aus der Abwehr spielend, dabei kaum Tempo aufnehmend. Das sollte für den Liga-Neuling reichen. Der arrivierte Landesligist agierte selbstsicher und versetzte die Nieheimer in den Reaktionsmodus. So gab es einen Angriff nach dem anderen in Richtung FCN-Tor. Entsprechend fielen die Tore von Kevin Malena (30.) und Bastian Gaube (35.). Nieheims Vereinschef Alfred Ruberg saß zu diesem Zeitpunkt mit versteinertem Gesicht neben der Auswechselbank und verstand kaum, was sich aus Nieheimer Sicht auf dem Platz abspielte.

In der Halbzeitpause fand Nieheims Coach Basdas die richtigen Worte. »Ich bin kein Freund von lauten Worten. Es war eine klare und bestimmte Ansprache«, berichtete Basdas später. Plötzlich bestimmte Nieheim das Geschehen auf dem Platz und drückte Hövelhof in die Defensive. Nieheim wurde stärker und stärker. Halterns Trainer Magnus Niemöller, Nieheims Gegner am Mittwoch, 14. August, in der ersten Runde des Westfalenpokals, brauchte sich zunächst nicht viele Notizen zu machen, befand aber, »dass Nieheim einige gute Fußballer in seinen Reihen hat«.

Besonders der zur Halbzeit eingewechselte Giovanni Martinez-Ovenhausen sorgte für Druck über die rechte Seite. Chancen für Nieheimer Treffer waren vorhanden. Tobias Puhl nahm eine Flanke direkt vor dem Tor und scheiterte am glänzend reagierenden Hövelhofer Keeper Bernhard Kemper (62.). Zwei Minuten später war die Hövelhofer Nummer eins bei einem gefährlichen Kopfball von Nieheims Ahmet Aydincan (64.) erneut mit super Reflex auf dem Posten. Direkt im Anschluss rutschte Emanuel Yanik am langen Pfosten an einem Ball vorbei und schob ihn knapp neben das Tor (65.). Hövelhof blieb jetzt nur noch bei Kontern gefährlich. Der verdiente Anschlusstreffer fiel nach einem schnell ausgeführten Freistoß letztlich zu spät: In Abstaubermanier war Emanuel Yanik (90.) erfolgreich.

Luft nach oben

»Wir haben noch viel Luft nach oben«, befand Basdas. »Hövelhof hat in der ersten Halbzeit die Räume genutzt, die wir ihnen gegeben haben.«

Hövelhof: Kemper – Zimmermann, Gaube (95. Kampmeier), Seltrecht (93. Knitter), K. Malena, Dirkes, Thieschnieder (77. Laigle), Kaspar, Riemer, Martens (83. Lienen), C. Malena

Nieheim: Pisarenko – Müller, Aydincan, Günther (46. Ovenhausen-Martinez), Sitnikov (75. Thorenmeier), Otte (60. V. Cesa), Soethe, Trost, Puhl, A. Cesa (80. Kros), Yanik

Tore: 1:0 K. Malena (30.), 2:0 Gaube (35.), 2:1 Yanik (90.)

Und bwieder.

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