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Tischtennis: Bergheimerin trumpft bei den Westdeutschen U15-Meisterschaften auf

Engelmann gewinnt Bronze

Kreis Höxter (WB). Die Bergheimerin Lina-Marie Engelmann hat bei den Westdeutschen Tischtennismeisterschaften U15 die Bronzemedaille im Einzel gewonnen. Mit ein bisschen mehr Glück wäre sogar noch mehr drin gewesen. „Lina-Marie hat sehr gut gespielt. Bronze ist ein toller Erfolg“, lobte Gerd Engelmann, Abteilungsleiter des SV Bergheim, den Auftritt.

Sylvia Rasche

Starke Leistung: Die Bergheimerin Lina-Marie Engelmann hat Bronze bei den Westdeutschen Meisterschaften gewonnen. Foto: Sylvia Rasche

Die 14-Jährige war im Kreis der besten Spielerinnen Nordrhein-Westfalens an Position sechs gesetzt und hatte in der Vorrunde keine Mühe, sich als Gruppenerste für die Hauptrunde zu qualifizieren. Dort ging es mit einem knappen 3:2-Erfolg und einem klaren 3:0 im Viertelfinale bis in die Vorschlussrunde. „Gerade auch im Viertelfinale gegen Johanna Paul aus Kleve hat Lina sehr stark gespielt. Ein Viertelfinale bei so einer Meisterschaft muss man erst mal 3:0 gewinnen“, meinte Gerd Engelmann, der die NRW-Ligaspielerin in Büren coachte.

Im Halbfinale wartete die an Position zwei gesetzte Luisa Düchting auf die Bergheimerin. Hier entwickelte sich eine denkwürdige Partie. Engelmann verlor den ersten Satz unglücklich mit 8:11, dominierte dann zwei Durchgänge und ging so mit 2:1 in Führung. „Danach hat sie leider der Mut verlassen. Sie hat nach wie vor gut gespielt, aber passiver als in den drei vorherigen Sätzen“, analysierte Gerd Engelmann. So gewann die favorisierte Gegnerin Oberwasser, setzte sich schließlich in fünf Sätzen durch und holte anschließend auch den Westdeutschen Meistertitel. „Bronze ist ein toller Erfolg“, betonte Engelmann.

Im Doppel verpasste die Bergheimerin an der Seite ihrer Vereinskollegin Carolina Pucker Edelmetall knapp. Im Viertelfinale musste sich das SVB-Duo den späteren Westdeutschen Meisterinnen Madeea Grozav-Marcu/Jana Schultza geschlagen geben. „Allerdings haben beide mehr Gegenwehr geleistet als die späteren Gegnerinnen im Finale“, so Engelmann. Im Einzel schaffte Carolina Pucker den Sprung aus der Gruppe ins Hauptfeld als Zweite, unterlag dort aber in fünf Sätzen.

Ebenfalls aus der Gruppe ins Hauptfeld der besten 24 Spielerinnen Nordrhein-Westfalens schafften es die beiden Borgholzer Schwestern Johanna und Greta Justus. Beide kamen mit 2:1-Siegen weiter. In der ersten Hauptrunde war allerdings Endstation.

Nach der Gruppe verabschiedeten sich die anderen fünf heimischen Teilnehmerinnen in Büren. Die drei Daseburgerinnen Meike Sprecher, Laura Stickeln und Marleen Hinze schieden jeweils als Dritte aus, die Driburgerinnen Saray Rey Mesta und Franka Holzinger als Vierte. Dabei hatte vor allem Meike Sprecher Pech: Sie stand schon mit einem Bein in der Hauptrunde. Es fehlte nur noch ein einziger Punkt im entscheidenden Einzel. Ihre Kontrahentin wehrte den Matchball allerdings ab und buchte ihrerseits in der Verlängerung das Hauptrundenticket.

Wie es für Bronzemedaillengewinnerin Lina-Marie Engelmann nach der erfolgreichen Westdeutschen Meisterschaft weitergeht, steht indessen noch nicht fest. Die 14-Jährige muss die Nominierungssitzung des Westdeutschen Tischtennisverbandes abwarten. Mit ein bisschen Glück könnte sie bei den Deutschen Schülermeisterschaften oder in der WTTV-Auswahl im Deutschlandpokal an den Start gehen dürfen.

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