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Steinheimer erklimmen in der A-Liga mit Disziplin den Gipfel

TSC verändert sein Image

Steinheim (WB). Der TSC Steinheim befördert sich in der Fußball-A-Liga in eine Ausnahmestellung: Acht Siege, ein Unentschieden und 30:8-Tore nach neun Spielen sind eine Visitenkarte. Der Spitzenreiter steuert Richtung Bezirksliga.

Jürgen Drüke und Michael Risse

Der TSC Steinheim, hier mit Aykut Erünsal (rechts) gegen den Kollerbecker Dennis Zobel (Nummer drei) im Vorwärtsgang. Erünsal erzielt beim 7:0 gegen den SV Kollerbeck drei Tore und befindet sich mit dem türkischen Team auf Bezirksligakurs. Foto: Michael Risse

Nach einem Drittel der Saison ist das türkische Fußball-Ensemble der Topfavorit auf Meisterschaft und Aufstieg. Der Vorsprung auf den Zweiten TiG Brakel beträgt bereits fünf Punkte. Noch wichtiger als der sportliche Höhenflug ist bis dato das Auftreten der Mannschaft. Sportlich und fair werden die TSC-Protagonisten von der Konkurrenz wahrgenommen. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder hitzige Spiele. Oft mussten sich die Verantwortlichen des Vereins und Spieler vor der Kreisspruchkammer verantworten. Vor einem Jahrzehnt drohte sogar der endgültige Ausschluss vom Spielbetrieb. Kreisvorsitzender Hermann-Josef Koch hatte das in Erwägung gezogen. Spiele mit Beteiligung des TSC standen unter Beobachtung des Kreises oder des Bezirks.

Guter Start spielt in die Karten

Das Fußballspiel beherrschten sie indes schon immer. Darauf konzentrieren sie sich nun. Seit 1. Juli ist Ufuk Basaran TSC-Trainer. Der Fokus liegt auf dem Sport, die Entwicklung der Spieler und dem geschlossenen Auftreten der Mannschaft. Der gute Start hat den Emmerstädtern dabei sicherlich in die Karten gespielt: Beim 4:0 gegen die SG Altenbergen/Vörden brannte das Team am ersten Spieltag bereits ein Offensiv-Feuerwerk ab. Am zweiten Spieltag folgte dann das bis dato einzige Spiel ohne drei Punkte – beim SV Bonenburg stand nach 90 Minuten ein 2:2. Die TSC-Karawane zog weiter durch die A-Liga und an den vorher auserkorenen Topfavoriten FC Stahle und TiG Brakel vorbei: 3:1 gegen den TuS Vinsebeck, 1:0 gegen den FC Stahle, ein glücklicher 3:2-Erfolg beim TuS Erkeln, ein 2:0 gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn, ein 4:2 gegen den TuS Bad Driburg, ein 4:1 gegen den SV Höxter und am vergangenen Sonntag der bisherige Höhepunkt mit dem 7:0-Katersieg gegen den SV Kollerbecker. Insbesondere die Vorstellung gegen den SVK offenbarte die Handschrift des neuen Trainers. Sie variieren zwischen Kurzpassspiel und langen Bällen. Sie attackieren den Gegner weit vorne in dessen Hälfte und zwingen ihn zu Fehlern.

Sehr großer Kader

Es gibt zahlreiche weitere Gründe für den Aufschwung und das veränderte Auftreten. »Wir verfügen über einen sehr großen Kader. Zehn Ersatzspieler mit guter Qualität belegen das. Fast für jeden Akteur gibt es bei uns gleichwertigen Ersatz«, weiß Cevdet Bozkurt, der die Vorstellungen des Teams genau beobachtet und diese mit den erfolgreichen Jahren des TSC in der Bezirksliga vergleicht. Bozkurt war damals dabei. Und Ünal Bozkurt, Ex-Spieler und Ex-Trainer des TSC, hat wiederum ausgemacht: »Wir sind vor dem Tor ­effektiver und hinten stabiler geworden.« Die Mannschaft sei zudem fit und konditionsstark. Der neue Trainer betont: »Wir haben Disziplin reingebracht. Das ist die Grundvoraussetzung für Erfolg. Was wir im Training einstudieren, setzen die Spieler auf dem Platz um.« Fußball-Perfektionist Basaran hat Freude am neuen Team.

Der Coach und seine Mannschaft sind auf einem guten Weg. »Wir haben ein Ziel«, sagt Basaran. Das Ziel heißt Bezirksliga. Der Imagegewinn ist dabei mindestens genauso wichtig.

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