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Handball: HC 71 Steinheim hat erst zwei Saisonspiele bestritten

„Wir brauchen Vorbereitungszeit“

Steinheim

Die Saison der Handball-Bezirksliga war gerade einmal zwei Spieltage alt, als sie schon wieder unterbrochen wurde. Nachdem der Corona-Inzidenzwert 50 im Kreis Lippe überschritten war, hat die technische Kommission des Handballkreises Lippe die Reißleine gezogen und entschieden, die Saison coronabedingt bis zum 30. November auszusetzen.

Heinz Wilfert

Die Corona-Pandemie hat auch den Handball seit Monaten ausgebremst. Jörg Harke, Trainer des HC 71 Steinheim, hofft auf eine sportliche Fortsetzung der Bezirksliga-Saison in diesem März. Foto: Heinz Wilfert

Diese Frist wurde später auf Ende 2020 und noch einmal auf Ende Januar 2021 verlängert. Der Handballverband Westfalen plant jetzt in seiner neuesten Ankündigung, den Re-Start auf den 20./21. März 2021 zu terminieren, das Saisonende für den 30. Juni.

Weil die Inzidenzwerte noch in der Nähe von 200 liegen, lässt sich trotzdem nicht sicher sagen, wie lange das Virus den Sport noch im Griff hat und ob ob der reguläre Spielbetrieb im März wieder aufgenommen werden kann. „Der Sport muss sich hinter der Gesundheit der Spieler einreihen und wir müssen die Regeln einhalten,“ erklärt Steinheims Trainer Jörg Harke. Auch für ihn ist aktuell völlig offen, wann die Saison wieder aufgenommen werden kann. Für die Handballer des HC Steinheim ist die Lage nicht einfach. Sie waren mit mit großen Erwartungen, hochkarätigen Verstärkungen und einem starken Kader in diese Saison gestartet.

Wie es weitergehen könnte und die laufende Saison noch einigermaßen gerettet werde könnte, verrät ein Phasenplan des Handballverbandes Westfalen. Danach könnte der Spielbetrieb der Bezirksliga im März wieder aufgenommen werden. Eine klare Richtung gibt es allerdings noch nicht. Alleine aus Zeitgründen könnte nur eine Runde gespielt werden. Die beiden ersten Spieltage der Vorrunde bleiben wie ausgetragen bestehen, die restlichen Spieltage sollen aus den „Rückspieltagen“ bestritten werden. Ist ein geregelter Spielbetrieb nicht möglich, könnte unter aufstiegwilligen Teams eine Finalrunde gespielt und so wenigstens ein Aufsteiger ermittelt werden. Die Entscheidung darüber soll Mitte Februar fallen, wenn sich alle Vereine zu den angekündigten Perspektiven geäußert haben.

Offen ist nach derzeitigen Stand aber, wann der geregelte Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Die Kommunen orientieren sich an der Coronaschutzverordnung des Landes, die derzeit eine Nutzung der Sporthallen nicht zulässt. Jörg Harke weiß, dass die Aufnahme des Spielbetriebs nicht von jetzt auf gleich möglich wird. „Wir brauchen nach der langen Pause (das letzte Spiel fand im Oktober gegen die SG Handball Detmold im Pokal statt) eine Vorlaufzeit von drei bis vier Wochen,“ so seine Einschätzung. Über den Fitnesszustand seines Teams kann er nur wenig sagen. Ein Austausch findet zwar statt, aber nur über Telefon und die sozialen Medien. Die Spieler bereiten sich auf die „Stunde X“ und die Wiederaufnahme der Saison vor und halten sich mit Laufen und Krafttraining fit“, so der Coach.

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