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Tischtennis: Finja Kaubisch vom NRW-Ligisten SV Bergheim im Gespräch

„Wir können noch viel erreichen“

Bergheim

Mit einer ambitionierten Mannschaft ist der SV Bergheim in die Saison gestartet. Unser Mitarbeiter Jens Zirklewski spricht mit Spitzenspielerin Finja Kaubisch über ihre Mannschaft, deren gute Form durch die Corona-Zwangspause gebrochen wurde.

Jens Zirklewski

Finja Kaubisch hat sich in Jugendzeiten für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert Jetzt will sie dem jungen Team in Bergheim mit ihrer Erfahrung helfen. Foto: Sylvia Rasche

Frau Kaubisch, die Tischtennissaison wurde vom Verband unterbrochen und wird als Einzelrunde im neuen Jahr fortgesetzt. Halten Sie die Entscheidung für richtig?

Finja Kaubisch: Ja, ich halte diese Entscheidung definitiv für sinnvoll. Ich denke, dass man den Virus ernst nehmen und jegliche Gefahren, die damit verbunden sind, bannen sollte. Um die Risiken zu minimieren, ist es richtig, den Amateursport auszusetzen.

Sie haben aus den ersten drei Spielen vier Punkte geholt. Ein weiterer Punkt wurde wegen eines Aufstellungsfehlers aberkannt. Was geben Sie für die restlichen sieben Spiele als Ziel aus?

Kaubisch: Wir wollen als Mannschaft in der Tabellenmitte mitspielen. Da sehen wir uns derzeit stärkenmäßig. Ein Aufstieg ist in dieser Saison wohl noch nicht drin, aber ich denke, dass die Mädels darauf hin arbeiten und auf dem besten Weg sind.

Sie gehen mit einer durchweg jungen und talentierten Mannschaft an den Tisch. Wie weit kann es mit dieser Mannschaft noch nach oben gehen? Glauben Sie an eine Rückkehr in die Oberliga?

Kaubisch: Wir sind eine junge Mannschaft mit unheimlich viel Potential und können noch viel erreichen. Das Talent dafür haben definitiv alle. Ich hoffe, dass besonders Amelie und Carolina Pucker, Miriam Thiele und Lina-Marie Engelmann ihr Potential gut ausnutzen, hoffentlich auch besser als ich selbst. In die Oberliga sollten wir es definitiv schaffen können.

Sie haben in der Saison 2016/2017 in der damaligen Bergheimer Oberliga-Mannschaft überzeugt. 2019 sind Sie nach zwei Oberliga-Jahren in Ottmarsbocholt nach Bergheim zurückgekehrt. Was hat Sie dazu bewogen?

Kaubisch: Mona Hausmann und ich hatten damals schon ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Wir haben uns immer versprochen, dass ich wenn ich 18, und damit auch mobiler, bin, wieder in Bergheim spielen werde. Dieses Versprechen habe ich eingehalten. Außerdem bin ich der Meinung, dass unser junges Team ein wenig Unterstützung brauchen und von meiner Oberliga-Erfahrung profitieren kann. Wenn die jungen Spielerinnen so weit sind, bin ich gerne bereit, mich hinten anzustellen.

Was sind Ihre weiteren sportlichen Ziele als Einzelspielerin? Auf welche Erfolge können Sie zurückblicken?

Kaubisch: Ich habe im Einzel keine Ziele mehr im Blick. Tischtennis ist für mich ein „reines Hobby“ geworden. Mir macht es immer Spaß, an den Spieltagen meine Teamkolleginnen zu treffen und einige schöne Stunden zu verbringen. Es ist schön zu sehen, wie toll sich meine Mannschaftskolleginnen entwickeln. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, als ich jeden Tag trainiert und für den Sport gelebt habe. Ich habe an vielen Westdeutschen und einer Deutschen Meisterschaft teilgenommen Das waren tolle Erlebnisse. Die Zeit ist allerdings vorbei. Durch mein Abitur und meine Arbeit habe ich den Trainingsaufwand deutlich reduziert und betreibe Tischtennis nicht mehr als Leistungssport.

Klarer 3:0-Sieg oder 11:9 im Entscheidungssatz? Definitiv 11:9 im Entscheidungssatz!

Vorhand oder Rückhand? Rückhand.

Es ist Sommerpause: Weiter trainieren oder den Schläger in die Ecke? Früher habe ich weiter trainiert, heute kommt der Schläger in die Ecke!

Boll oder Waldner? Boll.

Saison ohne Einzelniederlage oder Oberliga-Aufstieg? Oberliga-Aufstieg!

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