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Aufsteiger SV Menne ist Spitzenreiter der Tischtennis-Landesliga

Die unbekannte Größe

Menne (WB). Der Aufsteiger stürmt an die Tabellenspitze. Nach fünf Spielen in der Tischtennis-Landesliga ist Neuling SV Menne immer noch ungeschlagen und führt seine Staffel mit 9:1-Zählern an. »Das ist ein sehr überraschender Start«, freut sich Kapitän Michael Koch und will die Siegesserie mit seinen Teamkollegen an diesem Samstag am liebsten fortsetzen.

Sylvia Rasche

Der Aufsteiger SV Menne ist nach knapp der Hälfte der Hinrunde in der Landesliga Spitzenreiter. David Peine, Michael Koch, Pascal Kriwet, Boris Sittig, Christian Richau und Daniel Schäfers (von links) wollen die Höhenluft so lange wie möglich genießen. Foto: Mareike Dierkes

Als Tabellenvierter der Bezirksklasse war Menne vor gut einem Jahr in die Bezirksliga nachgerückt und landete hier einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. Und auch in der Landesliga läuft es derzeit richtig rund – wobei die Initialzündung dabei ausgerechnet ein 2:7-Rückstand zum Saisonauftakt gegen den TTC Werl gegeben haben dürfte. »Das Unentschieden, das wir uns am ersten Spieltag nach dem hohen Rückstand noch erkämpft haben, hat für zusätzliche Motivation gesorgt«, sagt Michael Koch, der Gegner Werl ganz oben auf seiner Favoritenliste hatte.

Diese Aufholjagd zeigt, dass der SV Menne nicht nur über ein starkes Spitzenpaarkreuz verfügt, sondern an allen Positionen gut besetzt ist. »Das macht uns aus. Wir haben in allen drei Paarkreuzen starke Akteure«, unterstreicht Koch und spricht von einem ganz besonderen »Teamspirit«.

Vor der Saison kamen mit Christian Richau vom TuS Bad Driburg und Pascal Kriwet vom TTV Daseburg zwei Neuzugänge zum Bezirksligameister. »Beide sind absolute Glücksfälle für uns, haben sich toll integriert, geben kräftig Gas und spielen auch noch ein gutes Doppel zusammen«, analysiert Michael Koch.

Im oberen Paarkreuz trumpft Boris Sittig mit einer 9:1-Bilanz auf, Michael Koch, der in der Partie gegen die TTSG Rietberg-Neuenkirchen angeschlagen ins Spiel gegangen war, damit die unteren Positionen nicht aufrücken mussten, hat ebenfalls eine positive Bilanz. David Peine und Christian Richau sind im mittleren Paarkreuz mit 5:2 und 7:2-Siegen eine Bank. Unten hat Daniel Schäfers (6:2) bisher ein gutes Landesliga-Debüt gespielt und auch Neuzugang Pascal Kriwet »kommt immer besser in Schwung und hat die letzten beiden Einzel gewonnen«, wie Michael Koch betont.

In der für Mannschaften aus dem Kreis Höxter ungewohnten Staffel 2 der Landesliga fühlen sich die Menner wohl. »Von den Fahrzeiten zu den Auswärtsspielen ist es sogar kürzer als die Einser-Staffel, weil wir schnell auf der Autobahn sind und fast alle Gegner entlang der A44 liegen«, erklärt Koch.

Außerdem sei der Faktor »unbekannt« vielleicht auch ein Vorteil des Aufsteigers. »Wir kennen unsere Gegner fast gar nicht. Sie wissen nicht, wie wir spielen. Das ist scheinbar gar nicht so schlecht«, spielt das Überraschungsmoment in den ersten Partien dem Aufsteiger in die Karten. Das soll nach Willen der Menner am besten auch so bleiben.

An diesem Samstag empfangen sie den TV Geseke in Ikenhausen. Die Menner Gemeindehalle ist anderweitig belegt, ein Heimrechttausch klappte nicht, so dass es nun in Ikenhausen ab 17.30 Uhr eine Landesliga-Premiere geben wird. Geseke ist Tabellensiebter, hat aber vor einer Woche dem LTV Lippstadt II die erste Saisonniederlage beigebracht. »Daran sieht man, wie ausgeglichen diese Liga ist. Wir erwarten ein spannendes Match«, blickt Koch voraus.

Der SV Menne hat diese Woche sogar extra noch mal eine Trainingseinheit in Ikenhausen absolviert, um sich dort einzuspielen. »Wir spielen gerne in Ikenhausen«, stellt der Kapitän heraus und setzt zusammen mit seinen Teamkollegen auf den gleichen großen Zuschauerzuspruch wie in Menne selbst. »Das ist für uns noch mal eine zusätzliche Motivation. Wir spielen alle sehr gerne vor vielen Zuschauern und freuen uns über die Unterstützung«, betont der ehemalige Deutsche Meister der Herren B-Klasse.

Mit dem SV Menne will er so lange wie möglich die Höhenluft an der Tabellenspitze genießen.

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