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Trainer Voss will mit Warburger SV in der nächsten A-Liga-Saison oben dran bleiben

„Für Zukunft gut aufgestellt“

Warburg (WB). „Langfristig gesehen muss ein Verein aus einer Stadt wie Warburg höher als Kreisliga spielen“, sagt Jürgen Voss. Der Trainer des Fußball-A-Ligisten Warburger SV berichtet im Gespräch mit Rene Wenzel, dass die Blau-Weißen auf weitere Lockerungen hoffen und am kommenden Dienstag wieder mit dem Training anfangen möchten.

Engagiert geht er voran. „Dass wir so viele Zusagen von Spielern erhalten haben, zeigt, dass der Verein für die Leute wieder interessant geworden ist“, sagt Warburgs Trainer Jürgen Voss. Foto: Rene Wenzel

Herr Voss, in der Corona-Pause vermeldet der Warburger SV fleißig Neuzugänge. Die Verpflichtungen von Efrem Celik, Thomas Siks, Zymer Schroller, Henry Keine, Matthias Borchert und Patrick Vesper stehen bereits fest. Was folgt noch?

Jürgen Voss: Wir sind uns mit zwei weiteren Spielern aus dem hessischen Raum bereits einig – da ist auch ein neuer Torhüter mit dabei. Die beiden Spieler wollen aber zunächst noch das Gespräch mit ihren aktuellen Vereinen suchen. Danach werden wir die Transfers bekannt geben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft und wir so viele Zusagen erhalten. Dadurch sieht man, dass der Verein für die Leute wieder interessant geworden ist.

Rüstet sich der Warburger SV damit für den Aufstiegskampf in der kommenden Saison?

Voss: Es kommen schon einige gute Fußballer mit dazu. Es ist für die größere Liga mit 18 Mannschaften wichtig, über einen breiten Kader zu verfügen. Wir hatten zwar in der vergangenen Saison am Anfang auch 20 Spieler, doch nach ein paar Wochen waren es nur noch 13, 14. Das kann – beispielsweise durch Verletzungen – immer ganz schnell gehen. Wir wollen erst einmal gucken, wann es wieder losgeht. Aber es ist doch klar, dass wir wieder oben dranbleiben wollen.

Und wohin soll die Reise des Warburger SV langfristig gehen?

Voss: Langfristig gesehen muss ein Verein aus einer Stadt wie Warburg höher als Kreisliga spielen. Wir sehen uns für die Zukunft sehr gut aufgestellt – auch mit den zwei schönen Anlagen. Wir hatten vor meiner ersten Saison hier einen großen Umbruch und haben in der Bezirksliga viel Lehrgeld gezahlt. Danach haben wir einen kompletten Neuaufbau gestartet. In der vergangenen Saison lief es schon ganz gut.

Das kann der TuS Bad Driburg auch von sich behaupteten. Die Kurstädter haben schon einige Spieler aus der Bezirksliga verpflichtet. Geht der Aufstieg im nächsten Jahr nur über den TuS?

Voss: Natürlich hat sich Bad Driburg sehr gut verstärkt. Der TuS hat damit klar seine Ambitionen untermauert. Aber der Verein hat mit Viktor Schmidt auch seinen besten Torjäger verloren. Die 27 Tore muss erst mal ein anderer Spieler schießen.

Es kommen keine Bezirksliga-Absteiger ins Kreisoberhaus, mit dem SV Höxter verlässt die stärkste Mannschaft die Klasse – rechnen Sie mit einer schwächeren Kreisliga A?

Voss: Ich hatte damit gerechnet, dass zwei, drei Mannschaften aus dem Sportkreis Höxter aus der Bezirksliga runterkommen. Dann wäre es eine richtig starke Liga gewesen. In der neuen Konstellation ist sie aber auch nicht zu unterschätzen. Mit dem TuS Lüchtringen, dem SV Bredenborn und der SG Bühne/Körbecke kommen drei kampfstarke Aufsteiger hinzu. Und auch spielerisch sind das keine schlechten Mannschaften.

Vorbereitung ist das A und O. Das Training ist unter einigen Auflagen wieder erlaubt. Wann steigt der Warburger SV wieder ein?

Voss: Wir hoffen noch auf weitere Lockerungen und wollen eigentlich nächsten Dienstag wieder anfangen. Im Moment sind die ganzen Vorgaben nur schwer umzusetzen. Daher warten wir noch ein paar Tage ab. Ich möchte mit der Mannschaft gerne den kompletten Juni trainieren. Je nachdem, wann die neue Saison losgeht, werden wir vor der Vorbereitung noch ein paar Wochen Pause machen.

Erwarten Sie im Amateurfußball zur neuen Saison viele Veränderungen?

Voss: Ich wüsste nicht, was sich großartig ändern soll. Wenn es wieder losgeht, wird vielleicht noch drei, vier Wochen über die Corona-Pandemie gesprochen. Ich hoffe, dass es sich alles wieder schnell normalisiert.

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