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Warburger SV findet in der Kreisliga A zur Siegermentalität zurück

„Halten wir Platz drei, wäre es ein Erfolg“

Warburg (WB). „Mit diesem Verlauf der Hinrunde hat nach dem desolaten Vorjahr wirklich keiner gerechnet. Auch die Spieler nicht“, sagt Trainer Jürgen Voss. Der Fußball-A-Ligist Warburger SV überwintert als Tabellendritter hinter den Aufstiegsanwärtern SV Höxter und TuS Bad Driburg. Bei einem Spiel weniger hat Warburg sieben Zähler Rückstand auf Höxter. Im Meisterschaftskampf des Kreisligaoberhauses ist noch alles möglich.

Fabian Scholz

Der Warburger SV will seinen guten Lauf in der Rückrunde fortsetzen. Hier leitet Tim Trisic im Spiel gegen Kollerbeck/Rischenau die nächste Offensivaktion ein. Foto: Sylvia Rasche

Eine Saison ohne Sieg in den Ligaspielen: Diese bittere Bilanz musste der Warburger SV im vergangenen Jahr beim Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga hinnehmen. Und hat sie weggesteckt. Jürgen Voss, der in der Bezirksliga mit dem Neuaufbau des sehr jungen Teams begonnen hat, hat es geschafft, diesem wieder eine Siegermentalität zu verleihen. „Natürlich war es unser Anspruch, im oberen Tabellendrittel zu landen. Dass es dann allerdings von Beginn an so gut läuft, war reines Wunschdenken“, berichtet er.

Warburgs Kader hat sich im Vergleich zur Vorsaison so gut wie nicht verändert. Zum Auftakt der Saison gab es mit dem 7:0-Erfolg gegen den FC Neuenheerse/Herbram und dem 2:1-Sieg gegen den SuS Gehrden/Altenheerse zwei wichtige Spiele für das Selbstvertrauen. „Das war für alle Beteiligten zu Beginn ein komisches Gefühl. Die Vorsaison hat schon etwas geprägt. Dank des guten Starts konnten wir uns schnell stabilisieren. Es ist auch in der A-Liga nicht selbstverständlich, die Spiele ohne Mühe zu gewinnen. Dennoch kamen uns sicherlich auch die Gegner zu gute“, so Voss.

Siebenmal stand Warburg in der Hinrunde sogar auf Tabellenplatz eins. Nur gegen Ende des vergangenen Jahres musste das Team etwas abreißen lassen. Grund dafür waren diverse Verletzungen. „Bedingt durch viele wichtige Ausfälle haben wir etwas Federn gelassen. In manchen Spielen mussten wir sogar unsere gesamte Abwehrkette plus Torwart verletzungsbedingt austauschen. Da kann es einfach keine Routinen oder Automatismen geben“, analysiert Voss.

Negativpunkt der Hinrunde war das hoch angepriesene Spitzenspiel gegen den SV Höxter. Hier ging die Voss-Elf mit 1:5 sprichwörtlich unter. „Dieses Spiel ist eine absolut negative Erfahrung. Es lief wirklich alles schief. Wir dürfen uns mit diesem Spiel nicht so lange beschäftigen“, so Voss.

Starke Defensivarbeit

Aushängeschild seiner jungen Mannschaft ist anders als in der Vorsaison die Defensivarbeit. Mit nur 21 Gegentoren stellen die Blau-Weißen zusammen mit dem SV Höxter die beste Defensive der Liga. „Nach den vielen Klatschen in der Vorsaison mussten wir grundlegend umdenken. Wir wollen nicht nur schönen Offensivfußball spielen, sondern auch defensiv gut stehen und dicht machen. Jeder Spieler muss immer mit nach hinten arbeiten. Das hat in der Hinrunde sehr gut geklappt“, blickt Jürgen Voss zurück.

Neben der guten Defensive präsentiert sich der Warburger SV vor allem auf fremdem Geläuf stark. Mit 22 Punkten ist er die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga. „Auswärts kommt uns entgegen, dass sich die Gegner nicht von Beginn an hinten hinein stellen, sondern auch etwas mitspielen wollen“, erklärt Voss.

Die Vorbereitung auf die Rückrunde läuft noch nicht ganz nach seinen Vorstellungen. „Da wir viele Studenten in der Mannschaft haben, ist die Trainingsbeteiligung momentan relativ schwach. Es ist Klausurenphase, wodurch die jungen Spieler nicht zum Training kommen können. Ich hoffe, dass es in der kommenden Woche wieder etwas besser wird“, so Voss. Im bislang einzigen Testspiel gab es einen 3:2-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten und Nachbarn FC Germete/Wormeln.

Als Ziel für die Rückrunde gibt der ehrgeizige Trainer die Bestätigung der Hinrunde aus: „Wenn wir am Ende Platz drei halten, wäre es ein Erfolg. Alles noch weiter oben wäre ein Bonus.“

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