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Amelie Pucker holt bei den Westdeutschen Meisterschaften der Schülerinnen A Bronze

Ihr größter Erfolg im Einzel

Kreis Höxter (WB). Auf diese Leistung kann sie stolz sein: Amelie Pucker (14/SV Bergheim) hat bei den Westdeutschen Tischtennis-Meisterschaften der Schülerinnen A in Willich die Bronzemedaille erkämpft. »Im Einzel ist das der größte Erfolg, den Amelie bisher erzielt hat. Bei diesen Titelkämpfen waren die stärksten Schülerinnen A aus ganz NRW dabei«, berichtet ihr Vater und Trainer Marco Pucker.

Günter Sarrazin

Starke Leistung: Amelie Pucker ist bei den Titelkämpfen in Willich mit fünf Siegen ins Halbfinale eingezogen. Hier unterlag sie knapp mit 2:3-Sätzen gegen die Favoritin und spätere Westdeutsche Meisterin Charlotte Schönau vom TTC Mariaweiler. ­ Foto: Sylvia Rasche

»Auf den Einzug ins Viertelfinale hatten wir gehofft. Um dieses zu erreichen, muss zum Beispiel auch die Auslosung passen. Dass Amelie der Sprung ins Halbfinale gelungen ist, war toll und verdient«, erklärt der 48-Jährige. Im Semifinale lieferte sich seine Tochter mit der späteren Westdeutschen Meisterin Charlotte Schönau vom TTC Mariaweiler ein Match auf hohem Niveau. Aber zunächst der Reihe nach.

In Vorrundengruppe D stürmte Amelie Pucker am vergangenen Samstag in der Sporthalle des Berufskollegs in Willich mit drei Siegen in drei Spielen (3:0, 3:1 und 3:0) auf den ersten Platz. So erreichte die in einem Feld von 48 Teilnehmerinnen an Position vier gesetzte Bergheimerin souverän das sonntägliche Achtelfinale. Hier gewann sie mit 3:1 gegen Mirella Täsler vom TuS Hiltrup (Münster). Mit einem 3:1 gegen Michelle Wulff (DJK Schwarz-Rot Cappel) erspielte die Steinheimer Gymnasiastin im anschließenden Viertelfinale den fünften Sieg in Folge und zog ins Semifinale ein.

Ihre Gegnerin in diesem Match war (wie eingangs geschrieben) die an Nummer eins gesetzte Charlotte Schönau (14), die mit der Damen-Mannschaft ihres Vereins in der Regionalliga um Punkte spielt. Das sind drei Klassen höher als Amelie Pucker mit dem SV Bergheim in der Damen-Verbandsliga. Mit 11:7 und 11:6 ging Charlotte Schönau mit 2:0-Sätzen in Führung. Amelie Pucker gab nicht auf, sondern verkürzte mit 11:7 und schaffte dann mit 12:10 den Satzausgleich. Im Entscheidungssatz hatte Schönau mit 11:8 das bessere Ende für sich. »Es fehlte nicht viel, sonst wäre Amelie eine Überraschung gelungen«, sagt Marco Pucker. »Beide Spieler­innen waren voll offensiv. Es gab sehenswerte Ballwechsel und Tempo-Tischtennis. Das war richtig toll«, beschreibt er die Partie.

Amelie Pucker wurde gemeinsam mit Hannah Pollmeier vom TTV Hövelhof Dritte. Im Endspiel gewann Charlotte Schönau mit 3:1-Sätzen gegen Melinda Maiwald (TTV Hövelhof).

Schwestern spielen Doppel

Mit ihrer jüngeren Schwester Carolina Pucker (11) schlug Amelie Pucker am Samstag auch im Doppel auf. In der ersten Runde hatten die beiden ein Freilos. Im Achtelfinale gelang ein 3:2-Sieg gegen Zelia Ari/Johanna Paul (TTVg Kleve). Mit 0:3 war im Viertelfinale gegen die späteren Vizemeister Charlotte Schönau/Felina Busch (TTC Mariaweiler/SC Fortuna Bonn) Endstation. Westdeutsche Doppel-Meisterinnen der Schülerinnen A wurden Hannah Pollmeier und Melinda Maiwald.

Vom SV Bergheim war Laura Milos (9) ebenso wie Carolina Pucker erstmals bei den Westdeutschen Meisterschaften dabei. Beide erkämpften in der Vorrunde einen Sieg. Damit haben die jüngsten Teilnehmerinnen aus dem TT-Kreis Höxter-Warburg Erfahrungen gesammelt und auch die ersten Punkte geholt.

Ein Sieg in der Gruppe

Über einen Sieg in ihren Vorrundengruppen freuten sich auch die Borgholzerinnen Johanna und Greta Justus. Johanna Justus (13) behielt in Gruppe K mit 3:2-Sätzen gegen Lani Jandt (Borussia Düsseldorf) die Oberhand. Greta Justus (12) bezwang Nina Spillner (TTF Elsdorf) mit 3:1-Sätzen. Beide Justus-Schwestern schieden bei 1:2-Siegen aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses aus. Im Doppel gewannen die Borgholzerinnen, die zusammen spielten, ihr Auftaktmatch mit 3:0-Sätzen. Im Achtelfinale folgte mit einer 0:3-Niederlage das Aus. Dabei wäre gegen Bademer/Kalaitzidou (Borussia Düsseldorf) mehr möglich gewesen. »Im ersten Satz hatten Johanna und Greta zwei Satzbälle, im dritten Satz sogar sechs«, berichtet ihr Vater Thorsten Justus. Der Borgholzer, der auch Mädchenwart des Tischtenniskreises Höxter-Warburg ist, lobt Amelie Pucker. »Der dritte Platz in ihrer letzten Saison bei den Schülerinnen A ist ein klasse Erfolg. Sie hat wirklich stark gespielt und nur knapp den Einzug ins Finale verpasst«, unterstreicht er.

Gegen die starke Konkurrenz war Meike Sprecher (12) vom TTV Daseburg und Malte Mutter vom SV Ossendorf in ihren Vorrundengruppen kein Sieg vergönnt. »Die Qualifikation für die Westdeutschen war schon ein Erfolg«, sagt Daseburgs Vorsitzende Gaby Daly. Mutter, der ebenso wie Laura Milos von Andrzej Biziorek gecoacht wurde, war bei den Schülern A der einzige Teilnehmer aus dem Kreis Höxter-Warburg und einer von sechs Akteuren aus OWL. »Einer meiner Gegenspieler spielt schon bei den Herren in der Verbandsliga«, berichtet der 14-Jährige.

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