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Fußball: Peckelsheim/Eissen/Löwens Trainer Matthias Rebmann hofft auf einen erfolgreichen Auftakt 2019 mit einem Sieg im Bezirksliga-Kellerduell in Anreppen.

»Klassenerhalt hat oberste Priorität«

Peckelsheim (WB).  Der Klassenerhalt ist das Ziel. »Es geht darum, dass wir schnellstmöglich die nötigen Punkte holen«, sagt Matthias Rebmann (47), Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Peckelsheim/Eissen/Löwen, im Gespräch mit Redakteur Günter Sarrazin. Mit 18 Punkten liegt seine Mannschaft zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsrang. Diesen belegt der SV Grün-Weiß Anreppen, der am kommenden Sonntag Peckelsheims erster Gegner ist. Das ist gleich ein Sechs-Punkte-Spiel.

Im zweiten Saisonteil will Peckelsheims Coach Matthias Rebmann (rechts) mit seiner Mannschaft häufiger jubeln als in der Hinrunde. Wenn der Ligaverbleib frühzeitig perfekt gemacht werden kann, will er für die nächste Saison verlängern.  Foto: Sylvia Rasche

Herr Rebmann, am vergangenen Freitag hat Ihre Mannschaft in einem Testspiel gegen den hessischen Gruppenligisten SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen in Eissen 8:1 gewonnen. Da kann die Rückrunde kommen, oder?

Matthias Rebmann: Das Ergebnis soll man nicht überbewerten. Es ist ein Testspiel gewesen, mehr aber auch nicht. Zudem war Wettesingen/Breuna/Oberlistingen nicht ganz komplett. Wir haben einige Sachen gut gemacht, die erste Halbzeit war richtig gut. Dass der Gegner die Köpfe hängen lassen hat, weil er ein paar Tore kassiert hat, kam hinzu.

Und Joachim Gievers hat eine verschrammte, rote Nase davongetragen?

Rebmann:  Ja, nach einem Foul an ihm ist er kurz vor Schluss richtig in die Asche eingetaucht. Er konnte sich nicht mehr abfangen. Er konnte aber weiterspielen. Es ist alles wieder okay.

Wie ist die Vorbereitung gelaufen? Welchen Eindruck haben Sie nach den Testspielen?

Rebmann: Bis auf die zweite Woche, in der wir etwas Personalprobleme hatten, ist die Vorbereitung gut gelaufen. Alle Spieler, die trainieren konnten, haben die Trainingseinheiten sehr gut angenommen. Ich war positiv überrascht, denn die Wintervorbereitung ist wegen Klausuren bei uns auch schon schlechter gelaufen. In unserem ersten Testspiel haben wir am Anfang der Vorbereitung beim Landesligisten SpVg. Brakel mit 0:5 verloren. Da hätten wir auch höher verlieren können. Man muss einfach sehen, dass Brakel in der Vorbereitung viel weiter war. Es war aber ein guter Test, der uns wieder ein Stück weitergebracht hat, um Abläufe auszuprobieren und zu festigen. In der Woche danach haben wir in Borchen 1:1 gespielt. Da lief es schon wesentlich besser. Von der Grundordnung her haben wir gut gestanden. Auch haben wir einiges ausprobiert.

Ein Blick zurück auf die erste Saisonhälfte: Was hat Ihnen gefallen? Was ist nicht gut gelaufen? Wo hat Ihre Mannschaft Punkte liegen gelassen?

Rebmann: Der Start war eigentlich ganz in Ordnung. Zwar haben wir in Nieheim verloren, dann aber gegen Borchen gewonnen. Im Verlauf der Hinserie haben wir jedoch unsere Stabilität verloren. In dieser Phase haben wir vielleicht nicht so intensiv trainiert. Daher haben wir viele Spiele zum Ende hin aus der Hand gegeben, weil die Konzentration und Kondition gefehlt haben. Das beste Beispiel ist das Spiel in Atteln, wo wir eigentlich tonangebend waren und bis zur 87. Minute 2:1 geführt haben. Danach haben wir das 2:2 bekommen und in der 92. Minute noch mit 2:3 verloren. Durch leichte Fehler haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Das ist mehrfach passiert. In Ostenland war es ähnlich. Es gab aber auch positive Sachen. Wir haben die Derbys gegen Warburg und Borgentreich gewonnen. Wir haben im Rückspiel gegen Nieheim eine sehr starke Leistung gezeigt und erst in der 89. Minute 0:1 verloren. Für Nieheim ist es der Schlüsselmoment gewesen, hat Trainer Raffaele Wiebusch gesagt. Das hätte es für uns auch sein können.

Warum ist es nicht gelungen, an die starke vorherige Saison anzuknüpfen?

Rebmann: Dafür gibt es verschiedene Gründe, von denen ich einige schon genannt habe. Auch hatten wir einige verletzungsbedingte Ausfälle. Das ist ein Grund, den natürlich jeder Verein anführt. Eine Hauptursache ist, dass wir nicht durchgängig mit allen Spielern trainieren können. Wir sind nicht so aufgestellt wie andere Vereine, zum Beispiel Dringenberg, Borchen oder Nieheim. Borchens Trainer hat mir im vergangenen Jahr einmal berichtet, dass er nur 14 Leute beim Training hatte. Ich bin froh, wenn 14 Akteure teilnehmen können. Das will ich aber nicht überbewerten. Wir müssen einfach sehen, dass wir aus unseren Möglichkeiten das Beste machen.

Fünf Siege, drei Unentschieden, elf Niederlagen – die Bilanz kann Sie nicht zufrieden stellen.

Rebmann: Nein, das kann sie nicht. Wir stecken mitten im Abstiegskampf. Dass wir damit nicht zufrieden sind, ist ganz klar. Vielleicht war die Zielsetzung vor der Saison, auch mal ins obere Drittel zu schauen, zu hoch gegriffen. Wir haben dann ja bereits während der Hinrunde gesagt, dass wir kleinere Brötchen backen müssen. Der Klassenerhalt hat oberste Priorität.

Haben Sie schon für die nächste Saison verlängert?

Rebmann. Nein. Es geht nicht um meine Person, es geht um die Mannschaft und den Verein. Es geht darum, das wir schnellstmöglich die nötigen Punkte holen. Wenn das gelingt, werden wir reden. So ist es mit dem Vorstand abgesprochen. Wenn wir das hinkriegen, stehen die Signale auf eine weitere Zusammenarbeit.

Wann beginnt der Bau des Kunstrasenplatzes in Peckelsheim?

Rebmann: Das Bauvorhaben ist von der Stadt ausgeschrieben worden. Nun muss erst einmal eine Firma gefunden werden. Die Bauplanung liegt zwischen Juni und Dezember. Es kann also auch erst spät im Jahr losgehen.

Was ist mit Ihrem Lieblingsverein FC Schalke 04 los?

Rebmann: Ich kann da nur als Fan sprechen, denn eigentlich müssen die Verantwortlichen des Vereins eine solche Frage beantworten. Es ist schade, dass es ein solcher Verein im Moment nicht schafft, die Leistung auf den Platz zu bringen und damit von Woche zu Woche die Fans enttäuscht. Zwar ist Schalke voriges Jahr Zweiter geworden, hat aber auch keinen guten Fußball gespielt. Aus meiner Sicht funktioniert es schon über Jahre nicht. Es sind in den vergangenen Jahren Fehler gemacht worden. Unter anderem bei der Kaderplanung.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – wie lautet er?

Rebmann: Fußballerisch würde ich sagen, dass wir gut in die Rückrunde starten. Mit der Partie in Anreppen haben wir am kommenden Sonntag gleich ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller. Zumal danach mit Heide Paderborn und Detmold starke Gegner kommen, wäre ein Sieg wichtig. Er könnte uns Selbstvertrauen geben. Ansonsten wünscht man sich, dass man gesund bleibt.

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