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Sieben-Kontinente-Lauf: Daseburgerin Helena Dunschen ist Botschafterin der Sportserie

„Meine Begeisterung weitergeben“

Kreis Höxter (WB). Mehr als zweimal um die Welt haben es die gut 5000 Teilnehmer der ersten Etappe der virtuellen Sportserie „7 Continent Run“ , dem Lauf für Afrika , in neun Tagen geschafft. Mit dabei waren auch zahlreiche Athleten aus dem Kreis Höxter. Genau 99 720 Kilometer kamen mit Laufen, Walken, Wandern, Inlineskaten und Radfahren zusammen.

Sylvia Rasche

Die Daseburgerin Helena Dunschen (links) gehört zum Team der Botschafter des 7CRun und trainiert mit Arbeitskollegin Marita Titius für die nächste Etappe. Dort wollten beide zusammen die 100-Kilometer-Marke knacken und Freunde und Bekannte zum Spenden motivieren. Foto: Sylvia Rasche

Dunschen motiviert Kollegin

Als Botschafterin ist die Daseburgerin Helena Dunschen an Bord. „Mich hat die Idee der Serie sofort angesprochen. Außerdem wollte ich meine Begeisterung für das Laufen weitergeben“, sagt die 32-Jährige, die auch prompt ihre Arbeitskollegin Marita Titius überzeugt hat, an der Serie teilzunehmen. „Für den Afrikalauf war ich etwas spät dran. Da habe ich mich mit einer Spende beteiligt. Aber beim Lauf für Europa bin ich auch aktiv dabei“, freut sich die 50-Jährige schon auf die Herausforderung. „Das ist ein guter Grund, endlich mal wieder die Laufschuhe schmutzig zu machen“, lacht die Warburgerin.

Premiere zweimal vertagt

Für Helena Dunschen sollte dieser Lauffrühling 2020 eigentlich mit einem besonderen Highlight gekrönt werden. Sie wollte erstmals am Hermannslauf teilnehmen. Dabei ist ihre Premiere vom Hermannsdenkmal zur Bielefelder Sparrenburg nun schon zum zweiten Mal in Folge ausgefallen. Im vergangenen Jahr verhinderte ein Kreuzbandriss den Start, jetzt die Corona-Pandemie. „Dann eben 2021“, blickt Dunschen voraus und freut sich, im 7CRun eine Alternative für die vielen ausgefallenen Volksläufe gefunden zu haben. „Ich fand es immer schön, mit den Vereinskollegen vom Warburger SV zu den Läufen zu fahren“, sagt sie. Ohne Osterlauf, Hermannslauf, Hochstift-Cup und Co. fehlte zunächst die Motivation, die nun der Sieben-Kontinente-Lauf nicht nur bei ihr, sondern auch bei Arbeitskollegin Marita Titius neu geweckt hat. „Wir wollen beim Lauf für Europa zusammen 100 Kilometer schaffen und auch noch einige Freunde und Bekannte zum Spenden animieren“, haben sich die beiden Läuferinnen fest vorgenommen.

Regina Lux aus Rheder sammelt für das Team David Kilometer beim Nordic-Waking. Foto:

Lux im Team David aktiv

Durch eine Laufbotschafterin des 7CRun ist auch Regina Lux aus Rheder auf die Serie aufmerksam geworden. Die 52-Jährige war vor drei Jahren schwer erkrankt und konnte mehr als ein Jahr gar keinen Sport treiben. Ihre Chefin in der häuslichen Intensivpflege für Kinder, dem Team David in Paderborn, Kathrin Wibbing, weckte die Motivation. „Sie hat ein Team gegründet und Mitstreiter gesucht. Da auch Nordic Walking im Angebot war, habe ich gerne mitgemacht und war fünfmal in der Woche unterwegs“, berichtet Lux. Die bergigen Routen rund um Rheder bewältigte sie dabei sogar jedes Mal ein bisschen schneller. „Das hat mich zusätzlich angespornt. Ich bin in jedem Fall beim Lauf für Europa wieder mit dabei.“

Organisator begeistert

Begeistert vom Ergebnis der ersten von sieben Etappen ist Ideengeber und Organisator Jan Braun aus Paderborn. „Das war ein Riesen-Auftakt. Wir freuen uns, dass wir die 5000 Teilnehmer-Marke geknackt haben“, sagt Braun, der zusammen mit Extremläuferin Tanja Braun und der Inline-Skating-Weltmeisterin Claudia Maria Henneken nach allen sieben Kontinent-Events 10 000 Kilometer anpeilt. Braun ist dabei auf dem Rad unterwegs und steuert somit den Löwenanteil bei. Die beiden Frauen haben sich täglich einen Marathon vorgenommen und dieses Ziel beim Lauf für Afrika auch schon erfolgreich umgesetzt.

Für die karnevalistische Note der Serie war (wie kann es anders sein) ein Steinheimer Man-Teou-Renner zuständig: Karl-Josef Düwel hat exakt 111,11 Kilometer zurückgelegt.

Strecke zählt mehr als Zeit

In der Serienwertung geht es übrigens in erster Linie um die absolvierten Kilometer, die Zeit ist zweitrangig. „Wir wollen den Breitensport fördern“, erklärt Jan Braun und freut sich vor allem, dass so viele Sportler in der Region, aber auch aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland seine Idee angenommen und sich für konkrete Hilfsprojekte in Afrika auf den Weg gemacht haben.

Europalauf startet am 25. Juli

Die Europa-Etappe startet am Samstag, 25. Juli, und geht bis zum Sonntag, 2. August, also genau der Zeitraum, in dem normalerweise in Paderborn Libori gefeiert worden wäre. Und vielleicht schaffen die Aktiven dann bei ihrer virtuellen Reise um die Welt noch ein paar Kilometer mehr und knacken die 100 000-er Marke.

Weitere Infos und Anmeldungen unter www.7crun.com

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