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A-Liga-Fußballer des FC Neuenheerse/Herbram wollen Klassenerhalt früh sichern

»Mit dem Abstieg nichts zu tun haben«

Neuenheerse/Herbram (WB). Der FC Neuenheerse/Herbram überwintert auf Platz dreizehn der Fußball-Kreisliga A. Mit ihren 18 Punkten hat die Mannschaft aus der Egge neun Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Der erfahrene Trainer Werner Schuck sieht reichlich Verbesserungspotential.

Felix Senftleben

Neuenheerse/Herbrams Außenstürmer Dennis Suchudola (vorn) rechts) will im zweiten Saisonteil mit seinen Teamkollegen wieder erfolgreicher zum Torabschluss kommen. Die Schuck-Elf startet am 17. März beim Tabellenneunten TiG Brakel. Foto: Jan-Hendrik Schrick

»Personell waren wir nicht breit aufgestellt. Hinzu kam im ersten Saisonteil noch das große Verletzungspech. Ich konnte nie auf die Startelf der Vorwoche zurückgreifen, sondern musste immer Veränderungen vornehmen«, erklärt der erfahrene Übungsleiter, warum die Spielzeit 2018/2019 bisher nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen ist. Die Rückrunde werde den Aufsteiger des Jahres 2017 in ungewisse Fahrwasser führen. Für Werner Schuck steht daher erst einmal der Klassenerhalt als Rückrundenziel ganz oben.

»Aufgrund der Konstellation in der Bezirksliga ist es wahrscheinlich, dass nicht nur die letzten beiden Teams in der A-Liga-Tabelle absteigen«, meint Schuck. Am Ende der A-Liga-Tabelle stehen Schlusslicht Westheim/Oesdorf mit sieben Punkten aus 18 Spielen und der Vorletzte SSV Würgassen (neun Zähler/17 Spiele). Drittletzter ist der TuS Hembsen mit 16 Punkten aus 17 Partien. Mit einem Sieg in seinem Nachholspiel könnte Hembsen Neuenheerse/Herbram überholen und Würgassen könnte den Abstand verkürzen. Drei Absteiger aus der A-Liga würde es geben, wenn zwei heimische Teams aus der Bezirksliga absteigen. Der Warburger SV steht als abgeschlagenes Schlusslicht mit einem Bein in der A-Liga.

Aber zurück zum FC Neuenheerse/Herbram. »Wir hätten 23 bis 25 Punkte haben können. Bisher haben wir unter unseren Möglichkeiten gespielt. Oftmals mussten auch Spieler aus der Alte-Herren-Mannschaft aushelfen. In der Rückrundenvorbereitung erwarte ich die Langzeitverletzten zurück und hoffe daher, dass die zweite Saisonhälfte verletzungstechnisch ruhiger verläuft«, sagt Schuck. Auftakt der Vorbereitung ist beim FCNH am 13. Februar. In Testspielen empfängt das Team die B-Ligisten TuS Lütmarsen, TuS Willebadessen, SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen, SG Bühne/Körbecke, sowie den ambitionierten C-Ligisten VfL Langeland. »Dank unseres Kunstrasenplatzes sind wir natürlich im Vorteil«, erklärt der Coach. Er geht aber davon aus, dass witterungsbedingt nicht alle Spiele über die Bühne gehen werden.

Mit den Vorbereitungspartien soll eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Rückserie gelegt werden. Allgemein müsse viel mehr Konstanz in das Spiel seines Teams gelangen, betont Schuck. »Wir haben den SV Höxter mit 3:0 geschlagen und sind fünf Tage später – ebenfalls auf heimischem Terrain – gegen Bad Driburg mit 0:5 unter die Räder gekommen. An diesem Tag war das auch in der Höhe verdient. Aber der Sieg gegen Höxter hat auch gezeigt, wozu wir im Stande sind«, blickt er zurück. »Ich wünsche mir, dass wir über drei, vier Spiele dasselbe Team mit den ganzen Stammspielern zusammen haben. Wäre das in der Hinrunde der Fall gewesen, würden wir um einiges besser dastehen«, ist er überzeugt.

Was ins Auge fällt: Neuenheerse/Herbram hat mit seinen 18:46-Toren die drittschlechteste Defensive der A-Liga. In der Offensive liegt nur der TuS Hembsen (17:40) hinter den Blau-Weißen. »Daran werden wir in der Vorbereitung arbeiten. Wir benötigen zu viele Chancen, ehe wir mal ein Tor erzielen. Da fehlt die Konzentration im Abschluss, aber vereinzelt auch das Glück«, hofft Schuck in der Rückrunde auf größeren Beistand von Fortuna. »In der Abwehr hatten wir ständiges Verletzungspech. Zudem haben die Akteure häufig wegen der Arbeit oder wegen des Studiums gefehlt. Dort waren wir einfach zu schlecht aufgestellt.«

Vor allem auf den gegnerischen Plätzen sind die Schuck-Mannen zu harmlos. Lediglich sieben Zähler und vier geschossene Tore in acht Spielen bedeuten Platz 14 in der Auswärtsspieletabelle. Daheim holte Neuenheerse/Herbram elf Punkte aus zehn Spielen und belegt aktuell Platz zehn der Heimtabelle. Bester Torschütze der Schuck-Elf ist Kai Niggemann, der fünf der 18 Tore erzielte. Vier Buden steuerte Timo Engelke bei. Die beiden haben die Hälfte der Neuenheerser Tore erzielt.

Für die Rückrunde hat Werner Schuck ein Ziel vor Augen: »Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Das Potential ist da, dass wir drei bis vier Plätze klettern können. Unser erstes Spiel, ein Auswärtsspiel bei TiG Brakel, wird direkt ein kleiner Wegweiser sein«, hat er die Partie am 17. März bereits im Auge. Aktuell hat sein Team fünf Zähler Rückstand auf die neuntplatzierten Nethekicker. Mit einem Sieg soll die Aufholjagd eingeläutet werden, die im Mai bestenfalls auf einem einstelligen Tabellenplatz enden soll.

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