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Fußball: Borgentreicher Marcel Rasche ist Trainer beim HSC Hannover

»Möchte den Kindern etwas vermitteln«

Borgentreich (WB). »Es ist besonders schön, hier zu sein, da man alte Weggefährten trifft, die man teilweise seit Jahren nicht gesehen hat«, sagt Marcel Rasche. Der frühere Fußballer des VfR Borgentreich und Ex-Coach des TSV Havelse ist als Trainer nun beim HSC Hannover aktiv. Mit den C-Junioren war er beim 38. Sparkassen-Huxori-Cup in den Höxteraner Bielenberghallen dabei.

Felix Senftleben

Marcel Rasche sitzt beim 38. Huxori-Cup des SV Höxter zwischen seinen Spielern der C-Junioren des HSC Hannover. Der Nachwuchstrainer, der als Lehrer in Lehrte arbeitet, hat in den Bielenberghallen alte Weggefährten getroffen. Foto: Felix Senftleben

Seit dieser Saison coacht der 31-Jährige das Team des Traditionsvereins aus Hannover. Der Fan des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München denkt beim Huxori-Cup auch an seine Zeit als Spieler. Vor knapp 20 Jahren ist er selbst hier aufgelaufen. »Ich habe damals unter Rudi Hake beim TuS Bad Driburg gespielt«, erinnert sich Rasche.

Was ihm als Spieler nie gelungen ist, schaffte der Inhaber der Trainer-B-Elite-Jugend-Lizenz im Jahr 2015. Mit den B-Junioren der SpVg. Brakel holte er dank eines überraschenden 2:1-Finalsieges gegen die SG Wattenscheid 09 den Huxori-Cup in die Nethestadt. »Das Teilnehmerfeld war ähnlich stark besetzt wie in diesem Jahr«, blickt er zurück.

Als Tabellenletzter ausgeschieden

Davor war es im Jahr 2008 letztmals einem Team aus dem Kreis Höxter gelungen, bei den stark besetzten C-und B-Junioren- Turnieren zu gewinnen. Im C-Jugendbereich jubelte damals ebenfalls die Spielvereinigung Brakel.

»Wir haben angefragt und sind froh, dass man unserer Anfrage stattgegeben hat und wir am Turnier teilnehmen dürfen«, berichtet Rasche am Rande der Spiele mit dem HSC Hannover. »Der Huxori-Cup ist zum Lernen da. Selbst als Landesligist spielen wir gegen Mannschaften, die noch höherklassig spielen. Wir wollen die Gruppenphase überstehen«, erklärt und ergänzt er.

Ganz geklappt hat das nicht. Lediglich einen Punkt verbuchten die Kicker aus der niedersächsischen Landeshauptstadt und schieden als Tabellenletzter der Gruppe B aus. Sie landeten hinter Rot-Weiß Essen, dem Niendorfer TSV, dem stark aufspielenden Gastgeber SV Höxter, Tennis Borussia Berlin und dem SV Holzminden.

Hauptberuflich Lehrer

Auf der Homepage des HSC Hannover heißt es in der Pressemitteilung über die Verpflichtung des Borgentreichers, man habe einen hervorragenden Trainer gewinnen können. Der Abteilungsleiter Daniel Hagen wird wie folgt zitiert: »Er besitzt trotz seines jungen Alters bereits enorme Erfahrungen als Trainer und lebt den modernen Fußballstil.«

Beruflich ist Marcel Rasche als Lehrer an der Hauptschule in Lehrte tätig. Dabei ist er so etwas wie der Mann für alle Fächer. Studiert hat er Geschichte und Sport, doch inzwischen gibt er auch Unterricht in Geografie, Informatik und Mathematik. »Es sind Kinder, keine Maschinen. Das darf man nie vergessen. Als Lehrer ist man näher an den Kindern dran und hat jedes einzelne Kind im Blick«, erklärt er die Unterschiede zwischen Hobby und Beruf.

Angefangen beim VfR Borgentreich

Als Trainer ist der Pädagoge bereits bei einigen Vereinen aktiv gewesen. Angefangen hat alles in der Jugend bei seinem Heimatverein, dem VfR Borgentreich. Von da aus ging es zur B-Jugend des SV Grün-Weiß Dalhausen, die unter seiner Leitung in der Bezirksliga gespielt hat. Es folgten die Jugend des OSC Vellmar und die U14 des SC Paderborn, bevor er in Brakel die U17 übernahm, mit der er den Huxori-Cup gewann.

Bevor es ihn im vergangenen Sommer nach Hannover zog, war er beim C-Junioren-Regionalligisten TSV Havelse tätig. »Es war eine schöne Zeit in Havelse, aber es ist sehr zeitaufwendig. Teilweise fährt man bis an die Nordsee und muss dann auch dort übernachten. Da ja auch dreimal in der Woche trainiert wird, gehen schon fünf Tage drauf. Aber Spiele gegen Mannschaften wie den Hamburger SV, Werder Bremen oder den FC St. Pauli waren tolle Erfahrungen«, blickt Marcel Rasche gern zurück.

Weitere Ziele hat er sich noch nicht gesteckt. »Man wird sehen, wo die Zeit hingeht. Ich möchte Spaß haben und den Kindern etwas vermitteln. Das Rundherum muss passen und in Hannover fühle ich mich aktuell sehr wohl«, sagt er im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Ob er mit seiner Mannschaft auch im nächsten Jahr am Huxori-Cup in Höxter teilnimmt? »Wir kommen gerne wieder«, hofft er auf eine weitere Stippvisite in der alten Heimat.

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