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Tischtennis: Heimische Schülerinnen bei den Westdeutschen Meisterschaften der Mädchen 15

Neun Eisen im Feuer

Kreis Höxter (WB). Das ist wieder eine neue Top-Quote: Neun Tischtennisspielerinnen des Kreises Höxter-Warburg haben sich für die Westdeutschen Meisterschaften der Mädchen 15 an diesem Wochenende in Büren qualifiziert.

Sylvia Rasche

Die Daseburgerinnen Marleen Hinze (links) und Laura Stickeln gehören zum Aufgebot des Kreises Höxter-Warburg. Foto: Sylvia Rasche

Dort spielen die besten 48 A-Schülerinnen Nordrhein-Westfalens um die Titel und die Qualifikation für die Deutschen Schülermeisterschaften Mitte März im Saarland.

Mit den meisten Ranglistenpunkten aus heimischer Sicht geht die Bergheimerin Lina-Marie Engelmann ins Rennen. Sie ist amtierende Bezirksmeisterin und Sechste der aktuellen Joola-Rangliste U15 in Nordrhein-Westfalen. Als A-Schülerin hat sie bereits einen Stammplatz in der Damen-NRW-Liga-Mannschaft des SV Bergheim und spielt dort eine positive Bilanz.

Das ist stark, aber trotzdem nicht die Spitze des Feldes: Die topgesetzte Melinda Maiwald vom TTV Hövelhof oder auch die Düsseldorferin Eireen Kalaitzidou waren vor einer Woche schon bei den Westdeutschen Meisterschaften der Damen im Einsatz und haben dort mit dem Viertelfinal- (Kalaitzidou) und Achtelfinaleinzug (Maiwald) für Aufsehen gesorgt. „Beide haben dort sehr gut gespielt. Das zeigt, wie hoch das Niveau an diesem Wochenende in Büren sein wird“, sagt Andrzej Biziorek, der einen Großteil der heimischen Qualifizierten trainiert.

Im Doppel traut er den beiden Bergheimerinnen Lina-Marie Engelmann und Carolina Pucker dennoch durchaus eine Medaille zu, „wenn die Auslosung passt.“

Mit gleich drei Spielerinnen ist der TTV Daseburg bei den Westdeutschen Meisterschaften vertreten. Marleen Hinze, die bei den Bezirksmeisterschaften die Bronzemedaille gewonnen hat, Meike Sprecher und Laura Stickeln haben sich qualifiziert. Vom TTV Borgholz haben Vize-Bezirksmeisterin Johanna Justus und ihre Schwester, OWL-Bronzemedaillengewinnerin Greta Justus, die Tickets gelöst. Vom TuS Bad Driburg sind Saray Rey Mesta, die nach einer Verletzungspause gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist, und Nachrückerin Franka Holzinger dabei.

Mit der Lagenserin Laura Milos, die in der vergangenen Saison für den SV Bergheim gespielt hat, ist sogar noch eine weitere „fast“ heimische Akteurin am Start. Sie alle wollen sich in Büren von ihrer besten Seite zeigen und am liebsten aus der Gruppenphase in die KO-Runde der besten 24 einziehen.

Ein Kommentar von Sylvia Rasche

48 Tischtennis-Mädchen aus ganz Nordrhein-Westfalen spielen an diesem Wochenende um den Westdeutschen Meistertitel. Allein neun von ihnen kommen aus dem kleinen Kreis Höxter-Warburg. Das ist ein Fünftel aller Teilnehmer aus einen einzigen Kreis, obwohl der Westdeutsche Tischtennisverband über 35 Kreise verfügt! Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, was sich kurz vor der Grenze zu Hessen und Niedersachsen in den vergangenen zwölf Jahren getan hat. Seit sich mehrere Vereine zusammen geschlossen und mit dem ehemaligen polnischen Jugendnationalspieler Andrzej Biziorek einen hauptamtlichen Trainer engagiert haben, geht die Leistungskurve kontinuierlich nach oben. Waren früher vereinzelt Ausnahmetalente des Kreises auf Westdeutscher Ebene dabei, sind die heimischen Akteure inzwischen Stammgäste. Medaillen oder gar Titel sind zwar nach wie vor die Ausnahme, in der Breite ist aber kein Kreis in NRW besser aufgestellt als Höxter-Warburg.

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