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Fußball-Kreisliga A: Torhüter Sebastian Hoppe schießt den FC Germete-Wormeln zum Sieg

»Nicht ohne Risiko«

Wormeln (WB). Sein Job ist es eigentlich, Tore zu verhindern. Im A-Liga-Spiel gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn hat Sebastian Hoppe, Keeper des FC Germete-Wormeln, in letzter Minute aber das Siegtor erzielt. Mit dem 26-jährigen Wormelner sprach WESTFALEN-BLATT Redakteurin Sylvia Rasche

Sichere Beute: Sebastian Hoppe, Torhüter des FC Germete-Wormeln, hat am Wochenende das Siegtor des FC erzielt. Foto: Sylvia Rasche

Herr Hoppe, sind Sie beim FC Germete-Wormeln jetzt auch für die entscheidenden Tore verantwortlich?

Sebastian Hoppe: Nein, sicher nicht. Das war die große Ausnahme. Als wir kurz vor Schluss den Elfmeter bekommen haben, hat sich unser Trainer Thomas Waldeier für mich als Schützen entschieden. Die, die normalerweise unsere Elfmeter schießen, waren an dem Tag verletzt oder anderweitig verhindert. Also musste ich ran. Das ist ja nicht so ganz ohne Risiko: Wenn man als Torwart im gegnerischen Strafraum ist und der Gegner den Ball bekommt, wird es schwierig. Daher war ich sehr erleichtert, als ich den Elfer verwandelt hatte.

War das Ihr erstes Tor?

Hoppe: Nein. Ich habe schon mal vor ein paar Jahren in der A-Liga gegen die TIG Brakel den Ausgleich zum 3:3 erzielt. Da bin ich als Torwart in der Nachspielzeit bei einer Ecke mit nach vorne gegangen. Aber dies war das erste Siegtor.

Sie sind Vizemeister der Vorsaison, hatten mit einem Trainerwechsel kurz vor dem Trainingsauftakt aber eine turbulente Vorbereitung. Sind Sie daher froh, dass es mit zwei Siegen aus drei Spielen vergleichsweise gut gelaufen ist?

Hoppe: Den Trainerwechsel haben wir ganz gut gemeistert. Unsere Probleme waren eher personeller Art mit vielen Verletzten und auch einigen Urlaubern. Daher sind wir sehr froh, dass wir jetzt die beiden Siege schon mal auf dem Konto haben und nicht hinterherlaufen müssen.

In der A-Liga werden die ersten sechs Saisonspiele in drei Wochen absolviert. Haben Sie sich da ein Etappenziel gesetzt?

Hoppe: Nein, für uns ging es jetzt erst mal darum, zueinander zu finden. Ein konkretes Punkteziel haben wir uns nicht gesetzt. Ich denke aber, dass wir aus unserer Situation bisher das Beste gemacht haben. Jeder im Verein weiß, dass die Vizemeisterschaft im Sommer das Ergebnis einer perfekten Saison war und so vermutlich nicht zu wiederholen ist.

Die englischen Wochen zum Auftakt der Kreisliga-Saison werden von einigen kritischen gesehen, andere befürworten sie. Zu welchem Lager gehören Sie?

Hoppe: Ich sehe sowohl Vor- als auch Nachteile. Eine Niederlage kann man schnell korrigieren, wenn man sofort das nächste Spiel bestreitet. Auf der anderen Seiten ist es für Amateurteams schon ein anspruchsvolles Programm. Wenn man Freitag 90 Minuten volles Tempo geht und Sonntag schon wieder bei 100 Prozent sein soll, ist das schwierig. Wir spielen zum Beispiel am Freitag in Höxter. Das ist eine sehr schwere Aufgabe. Sonntag steht das Derby gegen Scherfede auf dem Programm. Das wird nicht leichter und würde vielleicht ohne das Freitagsspiel in den Knochen eine andere Partie. Aber die Voraussetzungen sind ja für alle gleich.

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