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Schlauch geplatzt: Motocrossfahrer aus Daseburg verpasst in Laisa einen Podestplatz

Redeker will zurück auf Rang zwei

Daseburg (WB/güs). Ein geplatzter Schlauch im Hinterreifen verhindert den erneuten Sprung auf einen Platz des Siegertreppchens: Der Daseburger Motocrossfahrer Andreas Redeker musste sich beim sechsten Lauf der Motor-Sport-Ring-Meisterschaft im hessischen Laisa mit dem neunten Rang zufrieden geben. In der Gesamtwertung fiel er von Platz zwei auf drei zurück.

Andreas Redeker (vorn) kommt mit seiner Suzuki aus einer Kurve und beschleunigt gleich wieder. Links sieht man das Vorderrad seines Kontrahenten Markus Gaug, der Platz zwei der Gesamtwertung übernommen hat, hinten einen überrundeten Fahrer Foto: Tanja Will

»Zum ersten Mal in dieser Saison habe ich Pech gehabt«, sagt der 38-jährige Motocrossfahrer. Auf der 1,5 Kilometer langen Strecke »Auf der Hänge« in der Nähe von Frankenberg wollte er den zweiten Platz der Gesamtwertung der MX-40-Klasse festigen. Um dieses Ziel erreichen zu können, hat er während der Sommerpause der Meisterschaft sogar auf der rund eine Autostunde von Warburg entfernten Piste trainiert. Gut vorbereitet und hoch motiviert ging er in das Rennwochenende. »Ich hatte mir viel vorgenommen«, unterstreicht er.

Trockenheit bereitet Probleme

Im freien Training kam der Fahrer des Privateer-MX-Teams Stauffenberg auch gut zurecht und war zufrieden. In der Qualifikation lief es ähnlich gut und An­dreas Redeker sicherte sich mit einer Zeit von 1,46 Minuten den fünften Startplatz unter 34 Teilnehmern. Die volle Konzentration galt dann dem Rennlauf, wobei es diesmal nur einen gab. »Die anhaltende Trockenheit bereitete dem Veranstalter große Probleme. Die Organisatoren und Helfer konnten nicht so viel Wasser bereitstellen, um die Strecke vor jedem Lauf zu bewässern. Weil die Staubentwicklung sehr stark war, entschied die Rennleitung, dass nur ein Rennlauf pro Klasse gefahren wird«, erklärt der Daseburger, dass die Sturz- und Verletzungsgefahr bei schlechter Sicht zu groß gewesen wäre. »Insgesamt gibt es in der MSR-Meisterschaft zwölf Klassen. Sie fahren jeweils aufgeteilt am Samstag und am Sonntag«, führt Redeker aus.

Zum Rennen kamen einige seiner Freunde aus Daseburg und Herlinghausen nach Laisa, um ihn anzufeuern. Sie sahen einen guten Start des Routiniers. Als das Startgatter fiel, musste er zwar kurz vom Gas, weil ein anderer Fahrer seine Spur kreuzte. Zur Mitte der Startgeraden aber zog er mit seiner Suzuki RMZ 450 an die Spitze des Feldes und bog als Zweiter um die erste Kurve. »Auf Platz eins lag ein Gaststarter, der sonst nicht in meiner Klasse fährt und nicht in der Meisterschaft eingeschrieben ist«, berichtet Andreas Redeker.

Nur 12 Punkte für Redeker

Der Gesamtführende Kostas Tzioras war ebenso wie der Daseburger und der Gesamtdritte Markus Gaug erneut vorne dabei. Tzioras überholte Redeker in der zweiten Runde. Der Daseburger ließ sich davon nicht beirren und schaffte es, von Runde zu Runde seinen Vorsprung auf Gaug auszubauen. »Alles sah nach einem weiteren Podiumsplatz aus, aber in der fünften der insgesamt zehn Runden platzte der Schlauch meines Hinterreifens. Danach musste ich Tempo rausnehmen, denn immer wieder brach das Heck aus«, beschreibt Redeker. Mit dem platten Reifen verlor er weitere Plätze und beendete das Rennen als Neunter der MX-40-Klasse. Statt Rang zwei zu behaupten und damit 22 Punkte einzusammeln, blieben ihm 12 Zähler. »Um überhaupt Punkte zu bekommen, bin ich das Rennen zu Ende gefahren«, erklärt Redeker. Weil er so gut im Rennen lag, war die Enttäuschung bei dem ehrgeizigen Sportler natürlich groß.

Tzioras vor Gesamtsieg

Grund zur Freude hatte dagegen Kostas Tzioras. Der Grieche schloss den Lauf als Zweiter ab und holte zum sechsten Mal in dieser Saison in der Seniorenklasse die höchste Punktzahl. Mit 54 Punkten Vorsprung auf Rang zwei steht er zwei Wettkämpfe vor dem Saisonende vor dem Gesamtsieg. »Den wird Kostas wahrscheinlich schon beim nächsten Rennen am 25. August in Kaltenholzhausen bei Wiesbaden herausfahren«, blickt Andreas Redeker nach vorn.

Der Daseburger möchte an dem Samstag den zweiten Platz zurückerobern, den er in Laisa an Markus Gaug aus Großzimmern bei Frankfurt verloren hat. Gaug wurde dort Zweiter der MX-40-Klasse, in der insgesamt 40 Fahrer eingeschrieben sind. In der Gesamtwertung liegt er jetzt einen Punkt vor Andreas Redeker. Dieser wünscht sich in Kaltenholzhausen etwas mehr Glück.

Am letzten Rennwochenende der Saison, dem 8. September, hofft er dann, in Schaafheim bei Aschaffenburg den Silberpokal der Gesamtwertung in Empfang nehmen zu können. »Das wäre ein guter Abschluss«, sagt Redeker.

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