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Fußball in der Nachbarschaft: Gottfried Henkelmann, Kreisfußballwart Waldeck, hofft so früh wie möglich auf einen Re-Start der Saison

„Spätestens am 1. Mai müssten wir starten“

Kreis Höxter/Ehri...

„Noch habe ich die Hoffnung, dass die Saison weitergeht“, sagt Gottfried Henkelmann. Der 63-jährige Bauingenieur aus Volkmarsen-Ehringen ist Kreisfußballwart des Fußballkreises Waldeck, der 74 Vereine von Volkmarsen bis Willingen, über Bad Wildungen und Edertal bis hinauf nach Hesperinghausen umfasst. Redakteur Günter Sarrazin hat mit ihm gesprochen.

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Mit Videokonferenzen und per Telefon hält Gottfried Henkelmann Kontakt zu den Vereinen und zum Verband. Foto: Privat

Herr Henkelmann, in Westfalen soll der Fußballspielbetrieb in den Amateur- und Jugendklassen nicht vor dem 1. April wieder beginnen. Wann rechnen Sie im benachbarten Sportkreis Waldeck mit einem Re-Start der Saison?

Gottfried Henkelmann: Vorher wird es auch bei uns nichts mit einer Wiederaufnahme der Saison. Wir warten auf die nächste Vorstandssitzung des Hessischen Fußballverbandes, die am 11. März stattfindet. Klar beschlossen haben wir bereits, dass wir den Vereinen aufgrund der langen Pause, die Ende Oktober des vergangenen Jahres mit dem zweiten Lockdown begonnen hat, drei bis vier Wochen Vorlaufzeit geben. Sie müssen vor einem Re-Start der Punktspiele erst wieder Mannschaftstraining machen können, bei dem auch mindestens elf Leute gemeinsam trainieren können.

Wie sieht es im Fußballkreis Waldeck mit dem Kreispokal-Wettbewerb aus?

Henkelmann: Wir sind im Seniorenbereich bereits so weit, dass wir nur noch die Endspiele austragen müssen. Ich habe unsere Vereine im vergangenen Sommer durch die Pokalrunden gehetzt. Es gibt einen Waldecker Pokal für die Mannschaften bis zur Kreisoberliga, die mit der westfälischen Bezirksliga vergleichbar ist, und den eigentlichen Kreispokal-Wettbewerb, der bei uns zum Hessenpokal gehört.

Wie halten Sie Kontakt mit den Vereinen und dem Kreisfußball-Ausschuss?

Henkelmann: Mit den Vereinen gab es im Herbst eine Online-Konferenz unseres Fußballkreises. Online laufen auch die Sitzungen des Kreisfußball-Ausschusses. Nach der nächsten Verbandsvorstandssitzung werden wir uns auf diesem Weg auch wieder mit den Vereinen besprechen. Wir müssen erst die nächsten Entscheidungen der Politik abwarten. Wenn es grünes Licht vom Bund und Land gibt, sind wir sofort dabei, um das Minimalziel Halbserie zu erreichen.

Wie werden die Online-Angebote des Verbandes angenommen?`

Henkelmann: Die Vereinssprechstunden des Hessischen Fußballverbandes werden von unseren Vereinen gut angenommen. Gemeinsam mit unseren Nachba­rkreisen Hofgeismar-Wolfhagen und Kassel haben wir im Januar eine Info-Konferenz zum Thema Corona in der kalten Jahreszeit veranstaltet. Auch dabei war die Resonanz gut. Die Kreisfußballwarte der Region Kassel, die insgesamt fünf Fußballkreise umfasst, stimmen sich regelmäßig ab. Dazu gehören auch die Fußballkreise Werra-Meißner und Schwalm-Eder.

Gibt es Kontakte zum Sportkreis Höxter und noch den Schiedsrichteraustausch?

Henkelmann: Einzelne Kontakte zum Sportkreis Höxter gibt es, aber keinen regelmäßigen Austausch. Der Schiedsrichteraustausch, der früher schon mit dem Sportkreis Warburg lief, besteht weiter. Unser Kreisschiedsrichterobmann Matthias Henkelmann, der seit 1990 im Amt ist, kommt ebenfalls aus Ehringen und arbeitet seit vielen Jahren als Lehrer am Warburger Hüffertgymnasium.

Wie ist Ihre persönliche Einschätzung? Wird die Saison noch einmal aufgenommen?

Henkelmann: Noch habe ich die Hoffnung, dass es weitergeht. Letzter Termin, an dem wir eigentlich starten müssten, wenn wir noch die Vorrunde hinbekommen sollten, wäre das erste Maiwochenende. In den Waldecker Ligen haben wir noch fünf Spieltage aus der Hinrunde plus einzelne Nachholspiele zu absolvieren, die wegen Corona schon ausgefallen sind. Ein Verein war dreimal betroffen. Dieser hätte dann acht Spiele bis zum Saisonende Mitte Juni. Das wäre noch machbar.

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