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Scherfeder Triathlet darf nach Sieg in Maastricht zur Ironman-Weltmeisterschaft

Tim Rose bucht das Hawaii-Ticket

Maastricht/Scherfede (WB/syn). Das ist der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere: Der Scherfeder Triathlet Tim Rose hat sich mit seinem Sieg beim Ironman in Maastricht für die Weltmeisterschaften auf Hawaii qualifiziert.

Eine enorm starke Leistung auf dem 180-Kilometer-Radkurs rund um Maastricht war der Grundstock für einen erfolgreichen Ironman in den Niederlanden. Tim Rose aus Scherfede hat seine Altersklasse gewonnen und darf im Oktober bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii an den Start gehen. Foto: IOS-Technik

Nach zehn Stunden und vier Minuten überquerte er auf dem Marktplatz der niederländischen Studentenstadt die Ziellinie. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren ein Marathon lagen hinter dem 21-Jährigen. In der Altersklasse 18 bis 24 holte er sich damit den Sieg und einen der begehrten Startplätze für den Ironman auf Hawaii.

Die Wassertemperatur der Maas betrug aufgrund des lang anhaltenden Hochsommers 26 Grad, was zu einem Neoprenverbot in der Auftaktdisziplin führte. »Den Neo dürfen wir nur bis zu einer Wassertemperatur von 24,5 Grad tragen. Ist das Wasser wärmer müssen wir ohne schwimmen, da sonst die Gefahr der Überhitzung droht. Glücklicherweise war das schon länger bekannt, sodass ich mich mental schon einmal drauf vorbereiten konnte«, erzählt der Scherfeder. Dennoch war das für ihn alles andere als optimal, da ihm durch seine verletzungsbedingte Zwangspause im Frühjahr drei Monate Schwimmtraining fehlen. »Das macht sich immer noch bemerkbar«, erklärt Tim Rose. Nach 1:14 Stunde stieg er aus dem Wasser und konnte seinen Angriff auf die Topplatzierten starten.

»Glücklicherweise habe ich mir in der Woche vor dem Rennen schon einmal die Radstrecke angeschaut und daher wusste ich was mich erwartet und dass das Streckenprofil mir in die Karten spielt«, hatte sich der Sportmanagement-Student bestens vorbereitet. »Eine sehr gute Radleistung ist der Grundstein für ein erfolgreiches Rennen«, meint der Ausdauerathlet. Diesen Vorteil wusste er zu nutzen und fuhr mit einer Radzeit von 4:58 Stunden auf dem anspruchsvollen 180 Kilometer langen Kurs einer der schnellsten Zeiten aller Teilnehmer.

»Zum Ende des Radfahrens habe ich mitbekommen, dass ich meine Altersklasse anführe. Ich bin den Marathon dann kontrolliert nach den Tempovorgaben meines Trainers angelaufen und wollte meine sehr gute Laufform unter Beweis stellen«, gibt Tim Rose Einblick in seine Gedanken während des Wettkampfs. »Die ersten Kilometer haben sich super flüssig angefühlt und ich konnte meinen Vorsprung auf die Konkurrenz schnell ausbauen.«

Zwischen Kilometer sechs und 30 hatte der Scherfeder dann mit starken Magenproblemen zu kämpfen und musste dadurch insgesamt acht Stopps auf dem Dixi einlegen.

»Das hat meinen gesamten Rennplan zunichte gemacht. Ich konnte auch zeitweise gar keine Energie mehr zuführen und war dadurch zwischenzeitlich ziemlich leer. Glücklicherweise hat sich mein Magen zum Ende des Laufens beruhigt und ich konnte das Rennen solide ins Ziel bringen. Klar, war das nicht der Lauf, den ich mir erhofft hatte, aber der Sieg und die Hawaiiqualifikation lässt mich problemlos darüber hinweg schauen.«

Mit einer Endzeit von 10:04 Stunden gewann Tim Rose die Altersklasse souverän mit mehr als 20 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten und konnte sich so seinen Traum vom Startplatz auf Hawaii erfüllen.

»Diese Woche steht ganz im Zeichen der Regeneration. Ab der kommenden Woche geht dann das Training wieder los. Schließlich steht das Saisonhighlight ja jetzt erst bevor«, sagt der Fernstudent schmunzelnd.

Bevor am 13. Oktober in Kona auf der Pazifikinselgruppe Hawaii die weltbesten Triathleten über die Ironman-Distanz starten, stehen mit dem Weserbergland-Triathlon in Höxter und der Mitteldistanz bei der Challenge Almere-Amsterdam erst noch zwei Vorbereitungswettkämpfe für den Multisportathlet auf dem Programm. »Bis Hawaii sind es jetzt noch zwei Monate. Genug Zeit um im Training noch einmal an einigen Stellschrauben zu drehen und mich so in absolute Topform zu bringen.«, hat Tim Rose sein Ziel fest vor Augen.

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