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Überraschung in der Relegation – Daseburgs Frauen müssen nicht ran

Vörden gibt Vollgas

Kreis Höxter (WB). Das ist die wohl härteste Relegationsrunde der vergangenen Jahre. Zehn Mannschaften sind dabei – nur eine von ihnen hat den Platz in der Tischtennis-Bezirksklasse sicher. Und gleich zum Auftakt gab es eine faustdicke Überraschung. Der SV Vörden setzte sich im Kreisderby in Daseburg mit 9:5 durch.

Sylvia Rasche

Jens Hagelüken platziert den Ball auf der anderen Tischseite. Der Vördener hat den neunten Punkt im Relegations-Derby in Daseburg geholt. Überraschend hat der Kreisliga-Vizemeister beim TTV Daseburg 9:5 gewonnen. Foto: Sylvia Rasche

»Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet«, jubelte Teamchef Guido Grawe. Noch während der Mannschaftsbegrüßung vor der Partie hatte er gescherzt: »Wir haben nur eine Chance, wenn wir Euch überrollen...«

Schon in den Doppeln gab Vörden dann mächtig Gas und ging überraschend 3:0 in Führung. In den folgenden drei Einzeln bauten Guido Grawe, Jürgen Ahlemeyer und Gil Grawe den Vorsprung auf 6:0 aus. Allerdings verletzte sich Daseburgs Jannik Kriwet in seinem Einzel an der Schulter und musste aufgeben. »Er ist sofort ins Krankenhaus gefahren. Glücklicherweise ist nichts gerissen. Er hat eine Prellung erlitten und fällt damit unter Umständen im nächsten Spiel aus«, berichtete Daseburgs Kapitän Julian Kriwet. Sein Team habe anfangs nicht genug Moral gezeigt, um gegen starke Vördener zu gewinnen, bemerkte er selbstkritisch. Nach dem 0:6 raufte sich Daseburg aber noch einmal zusammen und startete eine Aufholjagd. Diese war am Ende zwar nur noch Ergebniskosmetik, könnte sich aber in der Endabrechnung noch auszahlen.

Vörden ließ sich den Sieg an diesem Abend nicht mehr nehmen. Jürgen Ahlemeyer bekam ein Spitzeneinzel geschenkt, da Kriwet noch im Krankenhaus weilte. Holm Dukat gewann ein Match und Jens Hagelüken machte mit 11:9 im fünften Satz den Sack zu.

Die drei Zehnplatzierten der Bezirksklassen in OWL und die sieben Vizemeister der Kreisligen spielen zunächst in drei Gruppen gegeneinander. Anschließend ermitteln die drei Gruppensieger den Relegations-Ersten, der in der Bezirksklasse spielen darf. »Das ist wirklich schade, dass nur einer weiterkommt«, bemängelte Guido Grawe den Modus.

Am kommenden Freitag erwartet Vörden in eigener Halle den Lipper Vizemeister Eintracht Belle, Daseburg muss zum Paderborner Vizemeister nach Elsen reisen. Beide heimischen Teams gehen mit Personalsorgen an den Start. Daseburg muss voraussichtlich auf Jannik Kriwet und Jakob Cornelius verzichten. Bei Vörden fällt Jürgen Ahlemeyer aus.

Daseburger Frauen steigen auf

Die Daseburger Frauen, die eigentlich gleich doppelt in der Relegation vertreten gewesen wären, müssen nun gar nicht aufschlagen. »Die zweite Mannschaft hat freiwillig auf die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga verzichtet und möchte weiter in der Bezirksklasse spielen«, sagte Vereinschefin Gaby Daly am Rande des Kreisderbys der Herren. Die dritte Daseburger Mannschaft, die als Kreisliga-Vizemeister um den Bezirksklassen-Aufstieg hätte spielen müssen, rückt nun direkt auf. »In der Bezirksklasse gab es einen zusätzlichen freien Platz, so dass die Relegation entfällt«, erklärte Daly. Spannend wird es dagegen noch für die erste Mannschaft, die auf einen Platz in der Verbandsliga hofft. »Wir würden mit unserem jungen Team gerne in der Verbandsliga spielen«, sagt Daly. Die Chance dafür gibt es Ende Mai bei den Westdeutschen Mädchenmeisterschaften. »Die beste Mädchenmannschaft im WTTV bekommt einen Platz in der Damen-Verbandsliga. Das wird zwar schwer. Wir werden es aber in jedem Fall versuchen.«

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