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Mit dem Weser-Werre-Lauf wird die Mühlenkreisserie bei besten Bedingungen eröffnet

Arndt läuft lange an der Spitze

Bad Oeynhausen (WB). Viel besser hätte der Auftakt nicht sein können. Bei optimalem Läufer-Wetter mit angenehmen Temperaturen und Sonnenschein fiel mit dem 34. Weser-Werre-Lauf der Startschuss zur Mühlenkreisserie. Nebenbei verzeichneten die Gastgeber von der TG Werste mit 900 Startern einen neuen Rekord.

Marc Schmedtlevin

Der Startschuss über sechs Kilometer ist gefallen. Yannick Arndt vom ATSV Espelkamp (links) versucht es über die Seite. Foto: Marc Schmedtlevin

Nachdem im Vorjahr noch klirrende Kälte und Schneereste am Streckenrand die Veranstaltung zu einem echten Härtetest werden ließen, schien die Vorfreude auf die neue Saison bei den Läufern der Region dieses Mal riesig zu sein. Bereits 824 Anmeldungen lagen den Werstern vor dem Wochenende vor. »So viele hatten wir auch noch nicht. Das Wetter lädt aber auch einfach dazu ein, kurze Sachen überzuziehen und Vollgas zu geben«, sagte Organisator Ralf Heine, der rund um den Start- und Zielbereich mit seinem Team alles im Griff hatte. Um die Moderation mit der Weitergabe aller Informationen und Ergebnisse kümmerte sich wie gewohnt Ralf Aumann.

Yannick Arndt

Auch einige Laufsportler aus dem Altkreis Lübbecke hatten sich auf den Weg in die Kurstadt gemacht. Von ihnen legte Yannick Arndt einen besonders überzeugenden Auftritt hin. Über sechs Kilometer lieferte sich der 16-Jährige vom ATSV Espelkamp einen Zweikampf an der Spitze des Feldes. Erst am letzten Anstieg vor dem Einlauf in das Stadion an der Mindener Straße musste sich der Youngster dem Sieger Justus Wehrhahn (RC Endspurt Herford) geschlagen geben. »Da fehlen mir die Sprinterqualitäten«, sagte Arndt, der dennoch sehr zufrieden mit seinem Rennen in 21:14 Minuten war: »Wir hatten eigentlich eher mit einer Zeit um die 24 Minuten gerechnet. Es lief also wirklich gut.« Arndt hat sich über die kurze Distanz auch für die Mühlenkreisserie angemeldet. Ob er hier auf Dauer Siegchancen besitzen wird, bleibt noch abzuwarten. Einige Topläufer wie Vorjahressieger Philipp Peixoto-Gonzales (TG Werste) fehlten am Sonntag, die Konkurrenz wird also größer. Nach dem Rennen wartete Arndt junior noch auf seinen Vater Gunnar. Der kam nach 27:45 Minuten ins Ziel. »Ein gemeinsames Training gibt es nicht, wir fahren aber manchmal zusammen Fahrrad«, sagte Yannick Arndt.

Ein gutes Rennen über die Sechs-Kilometer-Strecke lief auch Stefanie Hiller vom TuSpo Rahden. In 25:57 belegte sie den dritten Rang bei den Damen sowie den ersten der Klasse W40. Monika Marscheider von den Lübbecker Berglöwen folgte in 27:55 als Gesamtzehnte sowie Schnellste der Klasse W55.

Weises Beine sind schwer

Weniger zufrieden präsentierte sich Sandra Weise vom ATSV Espelkamp. Auf der langen Strecke über 20 Kilometer erwischte die Titelverteidigerin der Mühlenkreisserie keinen guten Tag. »So schlecht lief es lange nicht, meine Beine waren schon ab Kilometer fünf ziemlich schwer«, sagte Weise, für die Aufgeben aber keine Option war: »Das würde dann im Kopf hängen bleiben.« 1:33,24 Stunden bedeuteten immerhin noch den fünften Gesamtrang, Weise in Normalform kann aber eine deutlich bessere Zeit laufen. Beweisen wolle sie das in den nächsten Monaten, die Wertung für die Serie sei wieder fest eingeplant. Den Sieg sicherte sich Kathleen Svensek (OSC Osnabrück) in 1:23,32. Schnellster bei den Männern war Lokalmatador Nils Nolte, der für Tri-4-Fun SVKT startet, in 1:11,33.

Ohne größere Konkurrenz lief Henry Brauns über zehn Kilometer, gewann wie erwartet in 35:21 Minuten. Dabei hatte es der Serien-Titelverteidiger zunächst ruhig angehen lassen: »Zunächst war noch eine Vierergruppe vor mir. Ich bin mein Tempo durchgelaufen, habe nach fünf Kilometern aufgeschlossen und bin dann vorbeigezogen«, sagte Brauns, der eigentlich mit einem Start von Alexander Schröder (ATSV Espelkamp) gerechnet hatte. Der Dominator der Vorjahre muss derzeit allerdings verletzungsbedingt passen. »Das ist echt schade für ihn. Ich hätte mich über ein Duell von Beginn an gefreut«, ergänzte Brauns. Schnellster Altkreis-Starter war Marcell Schmalhorst (ATSV) in 40:02 auf Rang 13.

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