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Spielklassenreform im Fußballkreis Minden ist vertagt – Ärger über Spielleiter

Die Liga-Revolution fällt vorerst aus

Porta Westfalica/Bad Oeynhausen (WB). Die Revolution ist vorerst abgesagt – die Spielklassenreform der Mindener Fußball-Kreisligen ist erst einmal vom Tisch. »Wir kommen zum Schluss, dass noch Klärungsbedarf besteht«, sagt Thomas Schickentanz, der Vorsitzende des Fußballkreises.

Florian Weyand

Die Geehrten bei der Arbeitstagung im Bach-Hotel (von links): Thomas Beinke (TuS Volmerdingsen), Matthias Korff (FSC Eisbergen), Michael Schröder (TuS Wasserstraße), Edith Pulter (FT Dützen II) und Mathias Kummer (FT Dützen III). Foto: Florian Weyand

In einer Online-Umfrage hatten sich zahlreiche Vereinsvertreter zuvor für eine Reform ausgesprochen. Diese sah vor, die Kreisliga B auf eine Staffel zu reduzieren. Dafür sollten neben zwei C-Klassen zusätzlich eine Kreisliga D installiert werden. »Wir sind aber nicht sicher, ob sich die Vereine über die Konsequenzen bewusst sind«, sagt Schickentanz bei seiner Präsentation im Bach-Hotel in Lerbeck.

Eine Reduzierung der Kreisliga B von 32 auf 16 Mannschaften hätte mehr Absteiger zur Folge, als es erste Überlegungen vorsahen. »Im schlimmsten Fall würden bei vier Absteigern aus der Kreisliga A nur fünf Mannschaften pro Staffel der B-Liga in dieser Klasse bleiben«, warnt der Fußballfunktionär. Zudem weist Schickentanz auf den theoretischen Fall hin, dass sich die Auflösung einer Spielgemeinschaft ebenfalls auf die Zahl der Absteiger auswirken würde. Am Beispiel der SG FriWie/SVPC sieht das so aus: Frille hätte das Recht, wieder in der A-Liga zu spielen – und Päpinghausen in der Kreisliga B. »Daher werden wir die Vereine noch einmal zu einer Sitzung einladen, um das Thema zu diskutieren«, sagt Schickentanz.

Spielleiter in der Kritik

Ein Sorgenkind des Fußballkreises sind die Spielleiter, eine Art Ersatzschiedsrichter, die in den unteren Spielklassen zum Einsatz kommen. Mit der Arbeit einiger Aushilfsreferees sind die Funktionäre nicht ganz zufrieden. »Einige Spielleiter haben sich für Geld bei Vereinen angeboten und dann noch Spesen kassiert. Das ist eine bodenlose Frechheit«, sagt Schickentanz.

Udo Quast, der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses, freut sich über die Zahl von elf neuen Unparteiischen. Anschließend macht er aber seinem Ärger Luft. Einige Schiedsrichter melden sich zu kurzfristig ab, so dass die Ansetzer Schwierigkeiten bekommen. »Ich spreche das hier an, damit die Vereine mit den Schiedsrichtern reden, damit sich das bessert«, sagt Quast, der zudem darauf aufmerksam macht, dass dem Fußballkreis 37 Unparteiische und vier Schiedsrichter-Assistenten fehlen.

Ärger über Absagen

Kurzfristige Absagen am Saisonende sind nicht nur dem Fußballkreis Minden ein Dorn im Auge. »Der Verband hat einmal nachgesehen und festgestellt, dass im ganzen Verbandsgebiet an den letzten fünf Spieltagen 401 Partien abgesagt worden sind«, sagt Schickentanz. Das soll so zukünftig nicht mehr möglich sein. »Der Verband möchte da gegensteuern«, sagt der Vorsitzende. Als Konsequenz drohen zukünftig nicht nur Geldstrafen, sondern auch Punktabzüge.

Meister geehrt

Ausgezeichnet werden die Meister der verschiedenen Klassen: FSC Eisbergen (Kreisliga A), TuS Volmerdingsen (B-Liga Süd), FT Dützen II (B-Liga Nord) und FT Dützen III (C-Liga, Gruppe 2). Ein Vertreter des Meisters der C-Liga (Gruppe 1), SC Rodenbeck, hat am Dienstagabend gefehlt. Der Preis für die fairste Mannschaft geht an den TuS Wasserstraße.

Zwei Spieltage vorgezogen

Um die Zahl der Nachholspiele in der Rückrunde zu reduzieren, hat der Fußballkreis Spieltage in die warmen Monate vorverlegt. So werden in der Kreisliga A am 30. August sowie am 6. September englische Wochen eingeführt. In der Kreisliga B wird unter der Woche am 22. August sowie am 5. September gespielt.

Frühe Pokalauslosung

Auf Wunsch der Vereine wird der kommende Kreispokal-Wettbewerb nicht mehr im Sommer ausgelost. »Wir wollen die Auslosung zukünftig Ende Februar oder Anfang März durchziehen. Aber erst müssen wir den Rahmenspielplan haben«, sagt Schickentanz.

Vier Wechsel möglich?

Der Fußballverband regt an, ab der Saison 2019/20 die Einwechslung eines vierten Spielers möglich zu machen. Entschieden sei das aber noch nicht, erklärt der Kreisvorsitzende. »Dafür will sich der Verband erst das Votum der Vereine holen.«

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