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FC Bad Oeynhausen bejubelt 7:4-Triumph über die SVEW

Polonaise mit Pokal

Bad Oeynhausen (WB). Timo Mühlmeier will das große Bierglas des Pokal-Sponsors nicht mehr loslassen, André Schröder tanzt auf der Theke: Beim FC Bad Oeynhausen brechen nach dem furiosen 7:4 (4:4)-Triumph nach Verlängerung im denkwürdigen Kreispokal-Finale über den Stadtrivalen SV Eidinghausen-Werste alle Dämme.

Alexander Grohmann

Hashem Celik (rechts) schreit dem Ball hinterher: Der FCO-Stürmer muss nach einer Vorarbeit von Gugo Tamojan von der rechten Seite nur noch den Fuß hinhalten und trifft zu Beginn der Verlängerung zum 5:4. Jan Eckert kommt zu spät. Foto: Alexander Grohmann

»Die Nummer eins der Stadt sind wir«, singen die Fußballer im neuen Vereinsheim, das schon vor der offiziellen Einweihung in der kommenden Woche einem ersten Belastungstest stand halten muss. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle wandert der Kreispokal überraschend in die Vitrine des Bezirksligisten.

Der FC Bad Oeynhausen wird vom frühen Führungstreffer beflügelt: Jannik Göhner nickt eine Flanke von der rechten Seite fast unbedrängt aus kurzer Entfernung zum 1:0 ein (7.) – das Tor ist ein erster Beleg dafür, wie anfällig Werstes Defensive ist. In der 25. Minute zirkelt Werstes Cihat Konak den Ball aus 18 Metern zum 1:1-Ausgleich ins Eck (25.).

Dann ist wieder der FCO am Drücker: Nach einem ­Zucker-Zuspiel von Hashem Celik über die Verteidiger läuft Niklas Bobe auf Axel Benus zu und trifft zum 2:1 für den FCO (31.). Die Gastgeber legen nach: Ein von der SVEW schlecht Verteidiger Ball fällt rechts im Strafraum Louis Bierbaum vor die Füße, der zum umjubelten 3:1 abschließt (45.).

Nach der Pause bringt SVEW-Trainer Christian Scheidies mit Dominik Flaake und Dimitrios Nemtsis zwei neue Angreifer. Die Umstellung wirkt. Nemtsis trifft zum 2:3-Anschlusstreffer (52.), Julius Eckert hebt den Ball über Göhner zum 3:3 ins Netz (60.) – alles wieder offen.

In der 83. Minute sieht FCO-Spieler Louis Bierbaum nach Arm-Einsatz gegen Jan Eckert von Schiedsrichter Stefan Gra­bowsky die gelb-rote Karte. Ein Witz für FCO-Trainer Holm Windmann: »Die erste Karte hat Louis kurz nach der Pause wegen Zeitspiels beim Einwurf bekommen, obwohl der Schiedsrichter zuvor keine Ermahnung ausgesprochen hatte«, regt sich der FCO-Coach auf.

Sein Team muss in Unterzahl den vermeintlichen Knockout hinnehmen, als Jan Eckert eine Hull-Flanke zum 3:4 einköpft (90.). Per Elfmeter schießt der eingewechselte Kaoa Aosman (90+6.) den FCO in die Verlängerung. Dort haben die Oeynhausener den längeren Atem: Hashem Celik (93./114.), Kaoa Aosman (99.) besorgen den 7:4-Endstand und machen den Kreispokalsieg des FCO perfekt.

SV Eidinghausen-Werste: Benus – Dahlhoff (46. Nemtsis), Jan Eckert, Kickelbick (102. Galatas), Hull (106. Eksen), Appels, Quirin (46. Flaake), Odoy, Konak, Julius Eckert, Islamaj.

FC Bad Oeynhausen: M. Göhner – Reimer, Schröder, Richter (84. Aosman), Bierbaum, Cuwalsky, Bobe (114. Gierasinski), J. Göhner, Mühlmeier, Celik (116. Strubel), Tappe (85. Tamojan).

Tore: 0:1 Göhner (7.), 1:1 Konak (25.), 1:2 Bobe (31.), 1:3 Bierbaum (45.), 2:3 Nemtsis (52.), 3:3 Julius Eckert (60.), 4:3 Jan Eckert (90.), 4:4 Aosman (90.+6/FE), 4:5 Celik (93.), 4:6 Aosman (99.), 4:7 Celik (114.).

Gelb-rote Karte: Louis Bierbaum (FCO/83.).

Zuschauer: 700.

Schiedsrichter: Stefan Grabowsky, Marijan Zalovic, Andre Pulter.

Einen ausführlichen Bericht zum Kurstadt-Kracher mit Fotos, Stimmen und Randgeschichten lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des WESTFALEN-BLATTs, am 5. Oktober, in Bad Oeynhausen und Löhne.

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