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31-jährige Reiterin setzt sich im Stechen gegen Leonie Jonigkeit durch

Sandra Auffarth gewinnt Championat

Bad Oeynhausen (WB). Multitalent Sandra Auffarth hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das Championat der Berufsreiter in Bad Oeynhausen gewonnen. Die 31-Jährige setzte sich in einem packenden Finale am Samstag vor Leonie Jonigkeit und Titelverteidiger Mathis Schwentker durch.

Alexander Grohmann

Die besten Drei im Championat der Berufsreiter in Bad Oeynhausen: Leonie Jonigkeit (von links), Siegerin Sandra Auffarth und Mathis Schwentker. Foto: Alexander Grohmann

»Dieser Titel ist etwas ganz Besonderes, zumal ich mein Pferd Landlord, mit dem ich hier gestartet bin, selbst gezogen habe«, sagt die Weltmeisterin in der Vielseitigkeit, die auch im Springreiten eine Klasse für sich ist. Im Finale mit Pferdewechsel leistet sich Auffarth vor einer tollen Kulisse im Bad Oeynhausener Sielpark nur auf dem Pferd von ­Leonie Jonigkeit, dem Westfalen-Hengst Dede, einen Abwurf.

Weil Jonigkeit im dritten und letzten Durchgang auf dem ungarischen Wallach Louis Vitton von Mathis Schwentker fehlerfrei bleibt, stehen beide Amazonen im Finale bei vier Fehlerpunkten – das Stechen muss über den Sieg entscheiden. Schwentker ist dagegen mit acht Strafpunkten bereits aus dem Rennen.

Im verkürzten Stechen sind die Frauen unter sich. Jonigkeit macht den Anfang, geht volles Risiko und leistet sich auf ihrem nach drei Turniertagen zunehmend müder werdenden Dede zwei Fehler. Auffarth bleibt cool und reitet den Sieg ohne Abwurf nach Hause. »Es war schon ein Vorteil, im Stechen als Zweite zu starten«, sagt die Reiterin, die sich nach ihrer Siegerrunde erst einmal ein Glas Sekt genehmigt.

Heinrich Hermann Engemann, Bundestrainer der Springreiter, ist begeistert von den Darbietungen der drei Protagonisten. »Das war wieder eine Demonstration des Reitsports«, sagt Engemann und lobt Siegerin Auffarth: »Sie hat das abgezockt gemacht.« Die 31-Jährige hat in diesem Jahr noch ein Highlight im Terminkalender stehen. Bei der Weltmeisterschaft im Vielseitigkeitsreiten im September in den USA will Auffarth im September wieder um die Medaillen mitspringen.

Ein Trostpflaster gibt es nach der verpassten Titelverteidigung auch für Mathis Schwentker: Der Drittplatzierte bekommt von Engemann nach dem Championat noch das Goldene Reitabzeichen verliehen. »Er hat einen sehr klaren Kopf. Ihn zeichnet die Ruhe aus, die er in sich trägt«, sagt der Bundestrainer über den erst 25 Jahre alten Pferdewirtschaftsmeister, der offenbar genau weiß, was er will.

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