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Kreispokal-Finale: Hochspannung vor dem Kurstadt-Knaller – Top-Kulisse zu erwarten

SVEW gegen FCO – wer holt den Pott?

Bad Oeynhausen (WB). Fußball-Feiertag in Bad Oeynhausen: Im Stadion an der Mindener Straße (Sparkassen-Arena) treffen am Dienstag im Kreispokal-Finale der FC Bad Oeynhausen und die SV ­Eidinghausen-Werste aufeinander (16 Uhr). »Das ist ein Ereignis«, sagt FCO-Coach Holm Windmann über den Kurstadt-Knaller. Der Außenseiter will dem Landesligisten einheizen.

Alexander Grohmann

Für SVEW-Co-Trainer Marco Müller (links) ist es ein besonderes Pokalfinale, er trifft mit dem FC Bad Oeynhausen auf seinen Ex-Verein. Christian Scheidies will den Titel. Foto: Weyand

Vor einem Jahr hatten seine Fußballer am »Tag der Deutschen Einheit« schon eine Hand am Pokal. Im Finale gegen RW Maaslingen spielte der FCO groß auf, musste sich aber im Elfmeterschießen geschlagen geben. Nun unternimmt der Bezirksligist im »Finale ­dahoam« den nächsten Anlauf – Gänsehaut inklusive. »So ein Finale ist für alle ein Super-Erlebnis. In Holzhausen waren vor einem Jahr 700 Zuschauer am Platz«, erinnert sich Windmann.

Rivalität ist der Cayenne-Pfeffer auf dem Fußball-Leckerbissen

Der Kurstadt-Kracher dürfte für eine noch größere Kulisse sorgen. Das Finale ist schließlich wie gemalt für die heimische Fußballszene. Die große Rivalität zwischen den Klubs ist der Cayenne-Pfeffer auf dem Fußball-Leckerbissen. »Ich glaube nicht, dass es schon einmal ein Finale zwischen zwei Bad Oeynhausener Teams auf Oeynhausener Stadtboden gegeben hat«, verweist auch Werste-Coach Christian Scheidies auf den absoluten Ausnahmecharakter des diesjährigen Endspiels.

Windmanns Vorfreude ist allerdings zuletzt etwas getrübt worden. Der Grund: durchwachsene Leistungen in der Liga und personelle Probleme. »Ich bekomme für Dienstag gerade noch eine Startelf mit eigenen Spielern zusammen«, sagt der FCO-Trainer, der die Ersatzbank mit Akteuren aus der Reserve füllt. Bitter: Mit Tim Möller (vier Tore) fällt der erfolgreichste Stürmer mit Verdacht auf Muskelbündelriss aus. Xemgin Ali Ammo, als »Sechser« gesetzt, brummt eine Gelb-Rot-Sperre ab. Kurios: Mit Serhat Atilgan hat sich eine mög­liche Alternative zwar aus dem Urlaub zurück gemeldet. Für das Finale kommt der Stürmer aber eher nicht in Frage. »›Atti‹ hat sich bei einem Roller-Unfall auf Bali verletzt«, berichtet Windmann. Auch das noch!

Holm Windmann

»Wir sind definitiv der krasse Außenseiter«, sagt der Coach daher, zumal sein Team in der Liga bislang den Schwung der vergangenen Saison vermissen lässt. Der Motor des Bezirksligisten stottert gewaltig. »Wir haben zuletzt zwei Punkte aus drei Spielen geholt. ­Zwischen beiden Teams liegt derzeit tatsächlich eine ganze Klasse«, denkt Windmann. Immerhin kehren mit Max Gierasinski und Jannik Göhner zwei Akteure zurück, die im Spiel nach vorne für Akzente sorgen können.

Die Rolle des Underdogs könnte dem FCO auch liegen. Schließlich muss die SVEW das Spiel machen. Für eine Überraschung benötigt der Gastgeber den nötigen Punch. Das Problem: »Die Big Points haben wir in meiner Zeit beim FCO eigentlich immer liegen gelassen«, legt Windmann den Finger in die eigene Wunde. Am Dienstag wäre für sein Team ein perfekter Zeitpunkt, um diesen Makel zu beseitigen. »Wir müssen über die Zweikämpfe ins Spiel finden, dann hast du immer eine Chance.«

Christian Scheidies (SVEW)

Bei der SV Eidinghausen-Werste gibt man sich vor dem Kurstadt-Kracher gelassen. Christian Scheidies kann auf den Kader ­ bauen, den der Coach zuletzt bei der 0:1-Niederlage am Samstag gegen RW Maaslingen zur Verfügung hatte. Bedeutet: Auch Julius Eckert bleibt an Bord. Der Stürmer, der in Newcastle studiert, hat sich nicht nur für den Pflichtspiel-Doppelpack in den Flieger nach Hause gesetzt. Es gab auch einen privaten Anlass. »Seine Eltern haben am Wochenende Silberhochzeit ge­feiert«, verrät Scheidies.

Der junge Coach macht keinen Hehl daraus, dass er die Titel-Chance auf jeden Fall nutzen will. »Wir gehen mit Begeisterung ins Finale und wollen den Kreis nächstes Jahr im Westfalenpokal vertreten«, sagt Scheidies. Kleiner Nachteil für den Favoriten: Der Landesligist hatte nur zwei Tage zum Regenerieren. Im bis dato letzten Final-Duell siegte die SVEW: Bei den Hallen-Stadtmeisterschaften setzten sich die Werster im Januar gegen den FCO nach Neunmeterschießen durch. Gegen ähnlich viel Spannung hätten die Zuschauer im Pokalfinale sicher nichts einzuwenden.

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