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In Espelkamp wird ein Zugang immer wichtiger, in Tengern belohnt der Trainer

2019: Altkreis-Teams punkten am besten

Espelkamp/Hüllhorst (WB). Der Anblick der Rückrundentabellen könnte aus Altkreis-Sicht besser nicht sein. Der TuS Tengern thront ohne Punktverlust auf Platz eins, direkt dahinter folgt der FC Preußen Espelkamp.

Marc Schmedtlevin

Hat beim FC Preußen eine wichtige Rolle: Stefan Langemann.

Aus Espelkamper Sicht geht es bergauf. Mit den Abstiegsplätzen hat der Aufsteiger längst nichts mehr zu tun, der Rückstand auf Platz drei beträgt aktuell sogar nur noch zwei Punkte – bei einem Spiel mehr. Wozu der FCP schon mit dem jetzigen Kader in der Lage ist, ließ er gegen Bad Westernkotten (5:3) phasenweise aufblitzen, vor allem in der Offensive. Die Möglichkeiten dort sind auch stark mit einem Namen verbunden: Stefan Langemann.

Der Linksfuß, der in der Winterpause vom Regionalligisten SC Verl gekommen war, reißt das Spiel zunehmend an sich. Mit einem Treffer und zwei Vorlagen war er maßgeblich am Heimsieg beteiligt. Außerdem initiierte der 28-Jährige mit seinen schnellen, raumgreifenden Antritten über die linke Seite zahlreiche weitere gefährliche Szenen, die dann nur nicht zum Torerfolg führten. »Er hat sicherlich gezeigt, warum wir ihn gerne haben wollten«, lobte Trainer Tim Daseking.

Tim Daseking über Stefan Langemann

Dessen Meinung nach könne Langemanns Stärke auf dem Platz sogar noch ein bisschen besser eingebunden werden. Dafür hat der Fußballer Langemann aber auch eine enorme Wirkung abseits des Feldes. »Mit seiner professionellen Einstellung und Herangehensweise hilft er uns natürlich unheimlich. Vor allem, um das unseren jüngeren Spielern eben auch zu vermitteln«, sagt Coach Daseking.

Wo die Preußen mit Blick auf die nächsten Jahre hin wollen, ist der TuS Tengern derzeit schon abgekommen – an der Spitze. Und dort wollen die Kleeblätter bis zum Saisonende auch bleiben. Eine der schwierigeren Aufgaben wurde am Sonntag beim ebenfalls formstarken Hövelhofer SV (1:0) erfolgreich gemeistert. Acht Hürden sind nun noch zu nehmen. »Wir wissen seit mehreren Wochen, dass wir aufsteigen wollen und können. Doch die Jungs klammern das eigentlich aus«, sagt Trainer Olaf Sieweke, der von seinem Team sehr beeindruckt ist.

Spieler bestimmen Trainingsinhalt

Schließlich haben die Tengeraner nun acht Spiele in Folge gewonnen. »Das gelingt höherklassig wirklich selten«, ergänzt Sieweke, der seine Mannschaft auch regelmäßig belohnt. In den vergangenen Wochen waren es nämlich häufig die Spieler, die den Inhalt des Dienstagstraining bestimmen durften. »Wenn sie 3:0 oder deutlicher gewinnen, dürfen sie sich etwas aussuchen. In der Regel wird dann gespielt«, verriet Sieweke, der nach dem 1:0 vom Sonntag in dieser Woche wieder komplett die Übungen vorgeben konnte.

Siewekes Prognose, einen der ersten beiden Plätze sicher zu haben, scheint sich spätestens nach dem abgelaufenen Spieltag zu bewahrheiten. Nach der Niederlage des VfL Holsen beträgt der Tengeraner Vorsprung auf den dritten Rang nun schon zwölf Punkte. Nur der Verfolger Fichte Bielefeld hält hartnäckig bei drei Punkten Rückstand den Anschluss. »Fichte ist ein toller Konkurrent«, sagt Sieweke, der auch auf die unterschiedlichen Ambitionen hinweist. Fichte hatte vor mehreren Jahren das Projekt 2020« mit dem Ziel Oberliga ausgegeben. Auf dem Weg dorthin könnte der TuS einen dicken Strich durch die Rechnung machen, falls es Ende Mai heißt: »Projekt 2019« mit dem Aufstieg in die Westfalenliga.

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