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Fußball-Landesliga: Tengerns Sieweke kann noch siegen – legen Preußen noch nach?

Das Ende der Wartezeit

Espelkamp/Hüllhorst (WB/hw/mas). Ein Spieltag der Premieren: Tim Daseking betreute erstmals den FC Preußen Espelkamp und landete sofort einen Sieg. Auch Olaf Sieweke durfte sich mit dem TuS Tengern über den ersten gemeinsame Erfolg freuen. Die Saison scheint aus heimischer Sicht nun Fahrt aufzunehmen.

Gute Laune beim FC Preußen: Trainer Tim Daseking (rechts) gratuliert Rene Freimuth zum 2:0-Siegtreffer. Foto: Thomas F. Starke

FC Preußen Espelkamp

Als sein Team den ersten Saisonsieg noch ausgelassen feierte, sah Tim Daseking schon die Arbeit. »Wir haben erst zweimal zusammen trainiert, konnten noch nicht Elf gegen Elf spielen. Da ist natürlich noch eine Menge zu tun und da bin ich als Trainer gefragt«, sagte der neue Coach das FC Preußen Espelkamp nach dem 2:0 beim VfB Fichte Bielefeld.

Was auffiel: Berührungsängste mit seiner neuen Aufgabe kannte Daseking nicht. Von Beginn an korrigierte er die Ausrichtung seines Teams immer wieder engagiert und lautstark und verhalf ihr so zu mehr Stabilität. »In den ersten 20 Minuten waren wir nicht da, wo wir hinwollen«, sagte Daseking und ergänzte: »Wir wurden oft mit langen Bällen überspielt.«

Rilind Salihi

Dass die Preußen nach zwölf Minuten in Sachen Ergebnis allerdings schon auf dem besten Wege zum ersten Erfolgserlebnis der Saison waren, hatten die Gäste speziell Rilind Salihi zu verdanken. Wie sein Trainer zeigte der von der SV Eidinghausen-Werste gekommene Spieler keine Anpassungsschwierigkeiten und nutzte gleich seine erste Chance im Preußen-Trikot zur Führung. Ein Treffer, der auch in Bad Oeynhausen ein Stück weit weh getan haben dürfte. Die SVEW war nämlich gar nicht glücklich nach Salihis Wechsel. »Ich kann die Wut bei der SVEW verstehen. Ich habe gesagt, dass ich langfristig dort spielen möchte«, sagte Salihi. Wäre da nicht ein großes Aber. Ein Aber, das für Salihi einen Namen hat. »Tim Daseking ist meiner Meinung nach der beste Trainer der Liga. Zudem glaube ich einfach an das Projekt in Espelkamp.«

Gut möglich übrigens, dass Salihi nicht Dasekings letzte Verpflichtung in diesem Sommer bleiben wird. Nach den Verletzungen von Henrik Bartsch (Schlüsselbeinbruch, Daniel Penner (Zehenbruch) und Sven Redetzky (Mittelfußbruch) fehlen den Preußen schon in der Frühphase der Saison »wichtige Säulen.« Dasekings Netzwerk ist also noch aktiv, bis Freitag könnten die Espelkamper nachbessern – und möglicherweise den Matchwinner für das Heimspiel gegen Kaunitz am Sonntag verpflichten.

TuS Tengern

Olaf Siewekes Wunsch wurde erhört. Der Trainer hatte seine Mannschaft im Vorfeld des 2:1-Erfolg in Bad Lippspringe darauf hingewiesen, jetzt mit dem Siegen beginnen zu dürfen. Für den Bielefelder ein zuletzt nicht mehr erlebtes Gefühl. Am 21. Mai 2017 gelang Sieweke beim 1:0 mit seinem damaligen Klub, dem SC Vlotho, gegen den VfB Fichte Bielefeld der letzte Sieg in einem Ligaspiel. In der Vorsaison ging er an drei Spieltagen mit dem SV Spexard leer aus, an den ersten beiden Spieltag der neuen Serie musste er sich auch in Tengern noch gedulden. »Die Erleichterung ist jetzt schon groß«, gab Sieweke zu und muss sich nun auch keine weiteren Sprüche mehr gefallen lassen: »Meine Freunde haben schon gelästert. Mein letzter Sieg würde gefühlt schon seit Mai 2014 zurückliegen.«

Mit dem ersten Dreier auf dem Konto und vier Punkten insgesamt hat sich Tengern auf Tabellenplatz acht verbessert. Die Reise in Richtung der vorderen Ränge soll nun angeschoben werden. Optimale Voraussetzungen dafür herrschen in Tengern allerdings noch nicht. Zu groß ist seit Wochen die Zahl der fehlenden Spieler. Verletzungen sind nicht zu beeinflussen, das ausgebrochene Urlaubsfieber hält aber weiterhin an und stößt bei Sieweke auf Unmut: »Einige Abmeldungen kamen doch recht kurzfristig. Auch deswegen kann ich mit der personellen Situation längst nicht zufrieden sein.« Hinzu kommt nun auch noch mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen Westenholz der Ausfall von Alexander Knicker. Der Angreifer sah in Bad Lippspringe die gelb-rote Karte. Eine weitere Position, auf der Sieweke als Baumeister aktiv werden muss. »Ich muss derzeit von Woche zu Woche hin- und herschieben«, sagt der Coach. In diesem Fall sollte allerdings relativ schnell für eine Alternative gesorgt sein. Mit Pawel Zieba kehrt ein Offensivspieler nach seinem urlaub wieder zurück.

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