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B-Junioren des FC Preußen verlieren mit 0:10 (0:5) gegen Borussia Dortmund

Das Erlebnis steht an erster Stelle

Espelkamp (WB). Diesen Fußballtag werden sie so schnell nicht vergessen. Die B-Junioren des FC Preußen Espelkamp durften sich im Achtelfinale des Westfalenpokals mit dem Deutschen Meister Borussia Dortmund messen. Dass die Partie mit 0:10 (0:5) verloren ging, konnten die Gastgeber verschmerzen. Im Vordergrund stand schließlich das Erlebnis.

Marc Schmedtlevin

Mit vereinten Kräften versuchen die Preußen Cedric Zapatka (links) und Linus Bölk die Dortmunder zu stoppen. Foto: Marc Schmedtlevin

Als sich die Preußen-Spieler nach dem Abpfiff im Kreis versammelten und der kurzen Ansprache von Trainer Eike Wilmsmeyer lauschten, hingen manche Köpfe nach unten. Ein bisschen Enttäuschung war zu spüren. Diese hatte sich spätestens nach dem Duschen aber schon wieder gelegt. »Es hat trotz des deutlichen Ergebnisses Spaß gemacht. Es war eine super Erfahrung«, sagte FCP-Abwehrspieler Noel Binder und ergänzte: »Wir haben wohl noch viel zu tun, wenn wir dorthin wollen, wo der BVB schon ist. Es wäre ja aber auch schlimm, wenn die nicht deutlich besser wären als wir.« Schließlich traf der Tabellensiebte der Bezirksliga-Staffel 2 auf den Spitzenreiter der Bundesliga West.

BVB-Trainer Sebastian Geppert

Der Unterschied von mehreren Klassen wurde aber vor allem in der Anfangsphase noch nicht deutlich. Die Espelkamper hatten sich offensichtlich eine Menge vorgenommen. Sie liefen mutig im richtigen Moment an, eroberten manchen Ball im Mittelfeld und schoben dann in Richtung des Dortmunder Strafraumes an. Die Belohnung: Nach fünf Minuten bot sich den Preußen die erste Chance der Partie. Ein Freistoß aus 20 Metern von Maximilian Struckmeier landete aber in der Mauer. Für den gelungenen Auftakt gab es nicht nur Lob von Coach Wilmsmeyer, sondern auch von dessen Gegenüber Sebastian Geppert: »Espelkamp hat es zu Beginn richtig gut gemacht, wir brauchten ein paar Minuten, um reinzukommen.«

Was sich von da an als größter Qualitätsunterschied herausstellen sollte: Wenn die Borussen dem gegnerischen Strafraum näher kamen, wurde es stets brandgefährlich. Auf der Gegenseite war stattdessen immer noch ein BVB-Fuß oder -Körper dazwischen. »Die spielen schneller als wir und sind körperlich stärker. Man merkt einfach, dass die jeden Tag trainieren und deswegen auch besser eingespielt sind«, sagte FCP-Akteur Maik Bakin.

Gleich mit der ersten gelungenen Aktion über die linke Seite ging der BVB durch Ömer Faruk Özden in Führung (11.). Mit dieser Szene brach der forsche Auftritt der Preußen ein wenig ab, die Gäste übernahmen vollkommen die Kontrolle. Vier weitere Treffer bis zur Pause waren die Konsequenz. Torhüter Lukas Shaletz zeigte dabei noch mehrere gute Paraden und verhinderte einen deutlicheren Rückstand.

Gestecktes Ziel knapp verpasst

Mit Beginn der zweiten Hälfte ergab sich das gleiche Bild wie in Durchgang eins. Wieder starteten die Espelkamper mutig, hatten in der Kabine neue Kraft getankt. Mit dem nächsten BVB-Treffer per Kopfball nach einer Ecke (48.) wurden die Verhältnisse aber wieder deutlicher. Schritt für Schritt stockten die Schwarz-Gelben das Torekonto bis zur Nummer zehn (77.) nach oben. Damit hatten die Preußen ihr gestecktes Ziel knapp verpasst. »Eine zweistellige Niederlage wollten wir gerne verhindern«, sagte Justin Windmann.

Immerhin: In der Schlussphase kamen auch die Preußen noch zu zwei Abschlüssen. Der Versuch des eingewechselten Hannes Stierle landete knapp über dem Tor (67.) und Marcel Kunkel zielte daneben (75.). »Ein Tor war unser Ziel, das wäre wohl aber zu schön gewesen«, sagte Windmann und lächelte. Es ging schließlich vor allem um das Erlebnis.

FC Preußen Espelkamp: Shaletz (41. Lömker) – Warkentin, Binder, Windmann, Kröger, Bölk (56. Friesen), Tuppeck, Zapatka, Struckmeier (69. Akbay), Bakin (56. Stierle), Kunkel

Tore: 0:1 Özden (11.), 0:2/0:3 Selutin (18., FE/33.), 0:4 Pakia (35.), 0:5 Kuffour (40.), 0:6 Usein (48.), 0:7 Touray (59.), 0:8 Minewitsch (61.), 0:9 Selutin (69.), 0:10 Touray (77.)

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