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Kreisliga A: Trainer Maxim Dyck will Preußen Espelkamp II in die Top Fünf führen

Neue Rolle, gleicher Ehrgeiz

Espelkamp (WB). Er gibt ab sofort die Kommandos: Maxim Dyck ist mit dem FC Preußen Espelkamp II in die Vorbereitung gestartet – und formuliert in der neuen Rolle als Spielertrainer beim A-Ligisten erst einmal bodenständige Ziele: »Wir wollen unter den Top 5 landen«, sagt der Ex-Kapitän der ersten Mannschaft.

Alexander Grohmann

Maxim Dyck (rechts), hier bei der Verabschiedung aus der ersten Mannschaft vor einigen Wochen, freut sich auf seine neue Aufgabe als Spielertrainer der Landesliga-Reserve. Foto: Thomas F. Starke

Dabei ist auch dem 31-Jährigen bewusst, dass sein Team von der Konkurrenz wahrscheinlich eher als Aufstiegskandidat angesehen wird. »Um am Saisonende auf Platz eins zu stehen, gehört aber schon einiges dazu. Da muss man sich nur das Titelrennen der Kreisliga A in der vergangenen Saison anschauen«, lässt Dyck sich nicht aus der Reserve locken.

Neuzugänge sollen die fehlende Erfahrung ausgleichen

Während die Preußen-Reserve in der Rückrunde frühzeitig den Anschluss verlor, lieferten sich oben der TuS Tengern II, VfB Fabben­stedt und TuS Gehlenbeck ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg. Tengerns Reserve zog am letzten Spieltag das Ticket in die Bezirksliga. »Ich habe mir in der Rückrunde viele Spiele angeguckt. In meinen Augen war die fehlende Erfahrung das Problem«, sagt Dyck über den Leistungsbruch der jungen Espelkamper Elf, die als Aufsteiger Lehrgeld zahlte.

Daher hat Dyck zusammen mit seinem Co-Trainer Can Akbas bei den Planungen »nachjustiert«. Mit Paul Unrau (31/Mittelfeld) und Thomas Gräber (28/Sturm) von TuRa Espelkamp holte sich der ­A-Ligist Erfahrung ins Team. Mit Dyck selbst und Mario Warkentin (34), ebenfalls langjähriger Spieler der ersten Mannschaft und mittlerweile 2. Vorsitzender des Vereins, stehen weitere gestandene Akteure zur Verfügung.

Dyck will das weitergeben, was er von seinen Trainern mitgenommen hat

Maxim Dyck geht den nächsten Schritt in seiner Laufbahn mit dem gleichen Ehrgeiz an, der ihn schon als Spieler ausgezeichnet hat, und einer klaren Idee an: »Ich will mit viel Ballbesitz und offensiv spielen«, erklärt der Jung-Coach, der auf einem großen Erfahrungsschatz aufbauen kann: »Ich habe in meiner Laufbahn viele Trainer erlebt und viel gesehen«, will er die besten Dinge künftig an seine Mannschaft weitergeben.

Dabei ist der 31-Jährige allerdings zunächst auf sich alleine gestellt. Denn Can Akbas wird nun doch erst einmal weiter als Spieler im Landesliga-Kader benötigt. Für Dyck kein Problem. Er weiß um die Hierarchie in einem Klub. »Die Reserve ist dafür da, bei Bedarf oben zu unterstützen«, nimmt er die Planänderung gelassen hin.

Maxim Dyck nimmt das Wort Aufstieg bewusst nicht in den Mund

Planbar ist auch Erfolg für den erfahrenen Mittelfeldspieler nicht. »Es kann im Laufe einer Saison viel passieren, allein im Bereich Verletzungen«, verbieten sich für ihn daher zu forsche Prognosen. Der Sportliche Leiter Tim Daseking drückt sich schon deutlicher aus: »Der Bezirksliga-Aufstieg wäre gerade mit Blick auf die Spieler im Jugendbereich wünschenswert. Es ist wichtig, dass die Jungs sehen, dass sie bei uns überkreislich spielen können«, sagt Daseking.

Ob der Aufstieg aber so schnell gelingt, da will sich zumindest Dyck nicht festlegen lassen. Nur eine Sache verspricht er: »Noch so eine schwache Rückrunde wie letzte Saison wird es nicht geben.«

Der Kader der Saison 2019/2020 - Zugänge: Roman Friesen (Torwart, A-Jugend), Jonas Wilhelm Kalburg (Abwehr/1. Mannschaft), Emanuel Offert (Mittelfeld/SC Enger), Can Akbas (Mittelfeld/1. Mannschaft), Paul Unrau (TuRa Espelkamp), Fynn-Jannes Thielemann (Sturm/1. Mannschaft), Daniel Kamolz (Sturm/1. Mannschaft), Thomas Gräber (Sturm/TuRa Espelkamp). Kader ohne Zugänge: Mahmut Salin – Philipp Pollum, Kevin Herrmann, Nico Rehling, Robert Wiens, Mario Warkentin, Dominik Kapetschny, Jannik Peters, Niels Bodendorfer, Burak Öcal, Niko Marcel Klosa. Spielertrainer: Maxim Dyck (erste Saison), Can Akbas (vorläufig aber weiter Spieler der ersten Mannschaft). Saisonerwartung: Platz in den Top 5. Titelanwärter: VfB Fabbenstedt, TuS Gehlenbeck, SuS Holzhausen.

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