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Ehrenamtstag im FLVW Lübbecke: Werner Schlottmann (TuRa Espelkamp) erhält den Ehrenamtspreis 2018. Der SC Isenstedt räumt die meisten Preise ab

Ohne sie geht nichts!

Espelkamp (WB). Sie stehen meist in der zweiten Reihe, sind aber für jeden Verein unentbehrlich: Beim Ehrenamtstag des FLVW Lübbecke sind am Samstag im Gasthaus Rose engagierte Ehrenamtliche des Lübbecker Sports ausgezeichnet worden. Die Veranstaltung wurde vom heimischen FLVW-Kreis (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen) schon zum vierten Mal veranstaltet. »Sie stellt ein Dankeschön für ehrenamt­liches Engagement dar«, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst.

Mann für alle Fälle: Werner Schlottmann (links) bekam den Ehrenamtspreis von Karl-Heinz Eikenhorst. Er ist bei TuRa Espelkamp nicht nur Trainer, sondern hilft seinem Klub auch als Platzwart und Hausmeister. Foto:

34 Personen, die sich um die Vereinsarbeit in den Bereichen Ehrenamt und Junges Ehreamt im Fußball, Ehrenamt in der Leichtathletik und Ehrenamt im Freizeit- Breitensport verdient gemacht haben, fanden in einer dreistündigen Feierstunde Anerkennung. Eikenhorst bedauerte allerdings, dass sich lediglich 14 Vereine im vergangenen Jahr für diese nun abgehaltene Ehrung beworben haben.

Auch Platzwart und Hausmeister

Den Ehrenamtspreis für das Jahr 2018 nahm Werner Schlottmann von TuRa Espelkamp entgegen. Der langjährige Trainer im Jugend- und Seniorenbereich, der immer noch die Reserve in der Kreisliga B betreut, ist seit 2004 auch als Platzwart und Hausmeister im Einsatz und für TuRa unentbehrlich. »Wenn man den Namen Werner Schlottmann hört, denkt man unmittelbar an unseren Verein. Seine freundliche Art und wie er mit Menschen umgeht, ist bewundernswert«, beschreibt TuRa-Vorsitzender Jörg Winkelmann das Engagement Schlottmanns, der schon seit langem im Besitz der Silberne sowie Goldenen Ehrennadel des Vereins ist. Nun gab es einen weiteren Preis.

Der Spitzenreiter, gemessen an der Anzahl der Ehrungen, war am Samstag der SC Isenstedt mit vier Geehrten. Grußworte ­sprachen bei der Feierstunde auch Landrat Dr. Ralf Niermann sowie Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker. Den »Nachwuchskräften« wurde mit der eigenen Sparte »Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt« eine eigene Bühne gegeben.

FCO nominiert Klamor

Zahlreiche Vereine füllten das Bewerber-Formular im Vorfeld aus. So hatte der FC Oppenwehe mit Nils Klamor seinen Jugendfußballobmann für den Preis nominiert. Als der FCO vor drei Jahren händeringend nach einem neuen Jugendwart gesucht hatte, nahm Klamor das Amt mit den Worten »Jau, kann ich wohl machen« an und organisiert mittlerweile den kompletten Spielbetrieb im Jugendbereich beim FC Oppenwehe und für die JSG Nord.

Auch Finn Treichel (TuSpo 09 Rahden) kann als Paradebeispiel für eine vorbildliche »Vereinskarriere« angesehen werden: Selbst 2002 bei den Rahdener Mini­kickern als Fußballer gestartet, betreut der Jungcoach seit 2017 die A-Jugend der JSG Rahden. Bereits 2015 hatte Treichel in einem zweiwöchigen Vollzeit-Kurs in Kaiserau die Trainer-C-Lizenz abgeschlossen und im Folgejahr die Aufnahmeprüfung für die B-Lizenz abgelegt.

Beispiele wie dieses gibt es viele. Mit dem Tag des Ehrenamts ist die Möglichkeit geschaffen worden, die Personen im Hintergrund in den Mittelpunkt zu rücken.

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